Spielberichte 2019/2020

Erster Auswärtssieg für den 1. SV Eberswalde

VL Nord: SV Eichstädt 1949 - 1. SV Eberswalde 23:24 (11:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Im zweiten Auswärtsspiel der Saison holte sich der 1. SV Eberswalde  beim

SV Eichstädt 1949, mit dem knappen aber verdienten 24:23 Sieg, die ersten beiden Pluspunkte in fremder Halle. Mit diesem Erfolg kletterten die Schützlinge von Trainer Dirk Ehrlich auf den 7. Tabellenplatz in der Verbandsliga Staffel Nord.

Die Eberswalder kamen in der Oberkrämerhalle, im Oberkrämer Ortsteil Eichstädt, zu einem Superstart. Nach der 1:0 Führung der Gastgeber zogen die Gäste aus dem Barnim nach knapp 8 Minuten auf 6:1 davon. Robin Wielsch (2Tore), Max Schäfer (2), Robin Ludwig (1) und Daniel Rethfeldt (1) sorgten für diese klare Führung. In dieser Phase zeigten die Eberswalder eine starke Angriffsleistung. Die Gastgeber sahen sich somit schon früh gezwungen eine Auszeit zu nehmen um den Sturmlauf der Eberswalder zu unterbrechen. 

 

Mit drei Treffern innerhalb von nur einer Minute konnten die Eichstädter wieder dichter (4:6) zu ihrem Konkurrenten heranrücken. Der 1. SV brachte jetzt seinen Gegner wieder ins Spiel zurück. Das Match lief jetzt für die Barnimer nicht mehr so optimal wie in de Anfangsphase, aber trotzdem konnten sie die Führung behaupten und wieder auf vier Tore Differenz ausbauen. Obwohl fast alle Eberswalder Spieler, einschließlich der Torhüter, unter Normalform spielten, führten sie nach 23 Minuten noch klar mit 12:7. Der beste Mann auf Seiten der Gastgeber war ihr Torwart, er zeichnete sich mehrfach durch starke Paraden aus. Ihm war es auch mit zu verdanken, dass die Eichstädter am Ende der ersten Halbzeit wieder näher heran kamen und neue Hoffnung schöpfen konnten. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff schafften die Gastgeber den Anschlusstreffer zum 11:12. Robin Wielsch konnte noch einen Siebenmeter für seine Mannschaft verwandeln und so ging es mit einem knappen 13:11 für den 1. SV Eberswalde in die Pause.

 

So gut wie die erste Halbzeit begann, so schlecht war die Anfangsphase in der zweiten Halbzeit. Die Eichstädter holten Tor um Tor auf und nach 35 Spielminuten führten sie zum ersten Mal in diesem Spiel mit 14:13. Die Spieler des 1. SV hatten in der Eichstädter Halle Probleme mit dem Spielball da kein Klister benutzt werden durfte. Sie bekamen den Ball nicht richtig, besonders bei Würfen aus dem Rückraum, in den Griff. Die Angreifer der Gäste versuchten daher näher an die Deckung heran zu kommen um die Würfe besser aufs Tor zu bringen. Das kam aber der Heimmannschaft zu gute, denn so konnten sie ihre Deckung besser organisieren. Der stark spielende Niklas Schwandt holte mit zwei Toren die Führung wieder für sein Team zurück. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe und das Spiel blieb äußerst spannend mit knappen Spielständen. Erst nach knapp 50 Minuten konnten sich die Eberswalder ein wenig absetzen und beim 20:17 waren es wieder drei Tore Differenz die sie zwischen sich und der Heimmannschaft gelegt hatten.

Als die Eichstädter in der 49. und in der 50. Spielminute zwei Zeitstrafe kassierten, hätten es die Barnimer zur Vorentscheidung nutzen können, aber sie taten es nicht. Sogar in doppelter Überzahl kassierten sie ein Tor und mussten zusehen wie die Gastgeber wieder auf 21:20 heran kamen. „Wir haben in der Überzahl das Spiel weggegeben und beinahe dadurch die Partie verloren,“ kommentierte Trainer Dirk Ehrlich diese Phase.

Die Eberswalder kämpften und wollten dieses Spiel nicht verlieren. Robin Wielsch musste in der 54. Minuten nach der dritten Zeitstrafe die Bank verlassen und konnte nur noch die Daumen für seine Mannschaft drücken. Niklas Schwandt brachte sein Team noch ein Mal mit 23:21 in Front, doch nach knapp 58 Minuten war auch diese Führung wieder verspielt. Der Eberswalder Trainer nahm noch eine Auszeit um doch noch den Sieg zu erringen. Als alle schon mit einem Unentschieden rechneten, traf 3 Sekunden vor dem Ende, der an diesem Tag beste Eberswalder Spieler Niklas Schwandt zum umjubelten 24:23-Siegtreffer.

 

„Wir müssen den Mund abputzen und dieses Spiel schnell abhaken. Am nächsten Wochenende erwarten  wir die Mannschaft von Motor Henningsdorf und müssen uns wieder steigern um den Tabellendritten zu besiegen. Meine Spieler erreichten heute bis auf Matchwinner Niklas Schwandt keine Normalform“, lautete die Einschätzung nach dem Spiel von Trainer Dirk Ehrlich.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Jonas Nagy; Robin Wielsch (5/3), Robin Ludwig (2), Paul Glase, Julian Kuhlmann (2), Niklas Schwandt (8), Moritz Assmann (2/2), Max Zantow (1), Daniel Rethfeldt (1), Max Schäfer (3),

Siebenmeter: Eberswalde 5/5, Eichstädt 2/2

 

2-Minuten: Eberswalde 4 + 1 Rot (3x2 min.), Eichstädt 8


Der 1. SV Eberswalde holt sich den ersten Sieg

VL Nord: 1. SV Eberswalde - Prignitzer HC Wittenberge 31:25 (15:15)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Im zweiten Heimspiel der Saison empfing der 1. SV Eberswalde  im Sportzentrum Westend den PHC Wittenberge und kam durch eine spielerische Steigerung in der zweiten Halbzeit, zu einem ungefährdeten 31:25 Erfolg. Damit gelang den Schützlingen von Trainer Dirk Ehrlich die Revanche für die 25:29 Heimniederlage aus der vergangenen Spielzeit.

Der Eberswalder Trainer äußerte sich selbstbewusst vor Spielbeginn „Wir wollen heute gewinnen!“

 

Bei seiner Mannschaft war die Botschaft angekommen und sie legten gleich richtig los. Niklas Schwandt erzielte schon nach 30 Sekunden den ersten Treffer und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Nach dem schnellen Ausgleich der Gäste waren es Robin Wielsch und Robin Ludwig die für die 3:1 Führung sorgten. Für die Gastgeber war es ziemlich schwierig sich gegen die robuste und körperlich überlegenen Prignitzer durchzusetzen. Das gelang meistens nur über schnelle Aktionen, damit wurde dann das Abwehrbollwerk der Wittenberger auseinander gespielt Schon nach fünf Minuten kassierte der erste Wittenberger eine Zeitstrafe. In Überzahl traf der Eberswalder Neuzugang Max Schäfer zum 4:2. Der 22-jährige Student der Forsthochschule, war vor seinem Studium bei Fortuna Neubrandenburg aktiv und gab in seinem ersten Spiel für den 1. SV mit vier Toren ein vielversprechendes Debüt.

Nach dem 6:2, durch einen verwandelten Siebenmeter von Robin Wielsch, sah es so aus, als ob die Barnimer das Spiel und den Gegner früh in Griff bekommen könnten. Doch die Gäste ließen sich (noch) nicht abschütteln. Nach dem 8:5 in der 10. Minute,verletzte sich der bis dahin stark haltende Eberswalder Torhüter Jonas Nagy und Peter Markiv ging für ihn ins Tor.

Stammtorwart Carsten Meyer stand in diesem Spiel nicht zur  Verfügung, ebenso wie der neue Kapitän des 1. SV Daniel Rethfeldt. Für Daniel Rethfeldt kam am Kreis Marcel Kästner aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz und erbot auch eine gute Leistung und erzielte vier Tore vom Kreis.

Als nach knapp 20 Minuten, beim Stand von 13:11, Moritz Assmann eine 2-Minuten-Strafe erhielt, kamen die Gäste in Überzahl zum 13:13-Ausgleich. Anschließend sorgten der erfolgreichste Eberswalder an diesem Tag Robin Wielsch (9) und Moritz Assmann für eine erneute 2-Tore-Führung (15:13) des 1. SV. Die Gastgeber verspielten ihre Führung aber wieder und nach 30 Minuten ging es mit einem 15:15 in die Halbzeitpause.

 

Nach Wiederbeginn gingen die Prignitzer per Siebenmeter zum ersten, aber auch zum einzigen Mal in diesem Spiel, in Führung (15:16). Die Gäste-Führung hielt aber nicht lange. Moritz Assmann der in der ersten Halbzeit zwei Zeitstrafen kassierte und damit Rot gefährdet war, kam jetzt nur noch im Angriff zum Einsatz.

Das Spiel blieb jetzt spannend und eng. 16:16, 18:18 und 19:19 waren die nächsten Spielstände in dem hart umkämpften Spiel. Beim 21:19 (40.) hatte sich die Heimmannschaft wieder etwas Luft verschafft. Bis zum Spielstand von 22:21 konnten die Gäste noch hoffen, aber dann war der 1. SV nicht mehr zu bremsen. Mit einem 5:0-Lauf zum 27:21 schafften die Eberswalder mehr als eine Vorentscheidung.

Jonas Nagy der Mitte der zweiten Halbzeit wieder seinen Platz zwischen den Pfosten des Eberswalder Tores einnahm, gab seiner Mannschaft mit starken Paraden dabei den nötigen Rückhalt. Bis auf sieben Tore Vorsprung dehnten die Barnimer ihren Vorsprung (30:23) aus. Die Fans waren begeistert und unterstützten ihr Team vorbildlich.

 

Am Ende gab es dann den verdienten 31:25 Erfolg für den 1. SV Eberswalde.  Dem Eberswalder Trainer Dirk Ehrlich fiel nach dem Spiel ein Stein vom Herzen: „Wir haben schon gegen den VfL Potsdam II ein gutes Spiel gezeigt, aber am Ende standen wir mit leeren Händen da. Heute haben sich meine Spieler mit ihrer starken Leistung aber mit dem Sieg belohnt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams, es war eine starke Mannschaftsleistung.“

Am nächsten Wochenende müssen die Eberswalder beim Vizemeister MTV 1860 Altlandsberg II antreten, das wird ein sicher ein sehr schweres Spiel für die Barnimer. Vielleicht können die Spieler des 1. SV den Schwung aus der zweiten Halbzeit des Spieles gegen Wittenberge mitnehmen und dann ist vielleicht eine Überraschung möglich.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Peter Markiv, Jonas Nagy; Robin Wielsch (9/4), Robin Ludwig (3), Paul Glase, Julian Kuhlmann (2), Niklas Schwandt (2), Moritz Assmann (4), Max Zantow (2), Klaus-Thomas Kowalsky (1), Marcel Kästner (4), Max Schäfer (4),

Siebenmeter: Eberswalde 4/4, Wittenberge 6/5

 

2-Minuten: Eberswalde 4, Wittenberge 5


Ein Tor fehlte zur Überraschung

1. SV Eberswalde - VfL Potsdam II 21:22 (08:12)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Im ersten Heimspiel der Saison 2019/20 in der Handball-Verbandsliga Nord der Männer empfing der 1. SV Eberswalde  den 1. VfL Potsdam II zum Saisonauftakt und verlor ein kampfbetontes, aber faires Spiel Spiel, knapp mit 21:22. Im letzten Punktspiel der vergangenen Saison holten die Eberswalder in eigener Halle beim 23:23 einen Punkt gegen den hohen Favoriten aus der Landeshauptstadt und belegten am Ende den 7. Platz. Für das Team aus der Landeshauptstadt bedeutete das Unentschieden in Eberswalde den Verlust des Vizemeistertitel.

 

Die Potsdamer gehören auch in dieser Saison zu den großen Staffel-Favoriten und den Aufstiegskandidaten in der Verbandsliga Staffel Nord. Die Gastgeber im Eberswalder Sportzentrum gingen mit einem kleinen Aufgebot und einem neuen Trainer (Dirk Ehrlich) in das Spiel gegen den 1. VfL II. Mit nur acht Feldspielern, davon noch zwei mit gesundheitlichen Problemen, und zwei Torhütern nahmen sie den Kampf gegen 14 Potsdamer auf. In der Anfangsaufstellung begann Jonas Nagy im Tor und Moritz Assmann führte auf der mittleren Aufbauposition Regie. Kapitän Moritz Assmann blieb es dann auch vorbehalten, das erste Tor der neuen Saison zu erzielen. Damit führte der 1. SV mit 1:0, aber es war leider die einzige Führung für die Gastgeber im Eröffnungsspiel. Die Gäste drehten den Rückstand schnell und nach 9 Minuten zeigte die Anzeigentafel einen 1:4 Spielstand an. “Meine Spieler hatten in der Anfangsphase zu viel Respekt vor den Potsdamer“, bemerkte der neue Trainer des 1. SV Dirk Ehrlich nach dem Spiel. Nach zwei verwandelten Strafwürfen von Moritz Assmann und einem Treffer von Robin Wielsch hatte das Heimteam aber wieder den Anschluss (4:5) hergestellt. Danach zogen die Gäste das Tempo etwas an und konnten ihren Vorsprung wieder ausbauen. Zur Halbzeit führte das Reserveteam des Drittligisten mit12:8. Damit wurden sie ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht.

 

 

In de Pause analysierte Trainer Dirk Ehrlich die ersten Halbzeit und erinnerte seine Männer an ihre Stärken und machte ihnen Mut für die zweite Halbzeit. Vorerst blieben die Gäste aber spielbestimmend und konnten ihren Vier-Tore-Vorsprung (9:13) halten. Als beim Stand von 11:13 der Potsdamer Torhüter einen Siebenmeter von Moritz Assmann halten konnte war die Aufholjagd der Eberswalder erst einmal unterbrochen. Ihren Respekt hatten die Gastgeber aber abgestreift und sie spielten jetzt mutiger nach vorne. Vor allem der kämpferische Einsatz bei den Ehrlich-Schützlingen war vorbildlich. Das kostete für die Eberswalder Spieler, die fast alle 60 Minuten durchspielen mussten, sehr viel Kraft. Aber es war kaum ein Nachlassen der Kräfte gegen Spielende zu bemerken, sicher ein Zeichen dafür, dass die Saisonvorbereitung gut absolviert wurde. Nach 45 Minuten hatte sich am Spielstand nicht viel geändert, denn die Gäste führten immer noch mit vier Treffern (13:17).

 

In der gut besuchten Eberswalder Sporthalle rätselten die Heim-Fans darüber, ob ihr Team das Spiel kräftemäßig gegen die starke Potsdamer Mannschaft durchhalten würde. Im Gegenteil, zum Spielende hin hatten die Gastgeber noch etwas zum zusetzen und starteten ein starke Schlussoffensive. Obwohl ihnen einige leichte Fehler unterliefen, kämpften sie sich noch einmal heran. Carsten Meier kam für den stark haltenden Jonas Nagy bei drei Siebenmetern ins Tor der Eberswalder und konnte mit zwei gehaltenen Strafwürfen auch seinen Anteil an der guten Leistung seiner Mannschaft beisteuern. Der 1. SV drehte noch einmal auf und erzielte nach 54 Minuten den Anschlusstreffer zum 17:18. Die Fans waren begeistert und und die Gastmannschaft beeindruckt. Der Potsdamer Trainer reagierte sofort auf den Spielverlauf mit einer Auszeit um sein Team wieder zurück in die Spur zu bringen und natürlich den Lauf des Gastgebers zu unterbrechen. Dann der mögliche Knack in diesem Spiel. Kapitän Moritz Assmann erhält die dritte Zeitstrafe und kassiert dafür die Rote Karte. Ein herber Verlust für das Team von Trainer Ehrlich, den mit Moritz Assmann fehlte jetzt der Kopf der Mannschaft und ein wichtiger Mann in der Abwehr sowie ein treffsicherer Torschütze. Dafür traf aber Robin Wielsch jetzt, er kam auf insgesamt 9 Tore, und war damit der erfolgreichste Torschütze bei den Gastgebern. Trotz des Ausscheidens von Assmann war bei den Eberswalder Spielern keine Resignation zu erkennen. Sie blieben bis zum Schlusspfiff mit den Potsdamern auf Augenhöhe und verloren das Spiel äußerst knapp mit 21:22.

 

Nach dem Spiel gab es, trotz der Niederlage, Lob von allen Seiten für die couragierte Leistung des 1. SV. Auch Trainer Dirk Ehrlich war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, aber ich bin ärgerlich über das Ergebnis. „Ich hätte am Ende gern etwas Zählbares in den Händen gehalten“, lautete sein Kommentar nach Spielschluss. Vielleicht gelingt seinen Schützlingen am nächsten Spieltag (14.09.) in Premnitz ein Punktgewinn. Es wäre der Mannschaft zu wünschen und das sie das Potential dazu hat, haben sie gegen den starken 1. VfL Potsdamer bewiesen. Die Liga scheint in dieser Saison sehr ausgeglichen, alle Spiel am ersten Spieltag gingen sehr knapp aus.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Jonas Nagy; Robin Wielsch (9), Robin Ludwig (3), Paul Glase, Julian Kuhlmann (2), Niklas Schwandt, Moritz Assmann (7/3), Max Zantow, Klaus-Thomas Kowalsky

Siebenmeter: Eberswalde 9/7, Potsdam II 5/2

2-Minuten: Eberswalde 3 + 1 Rote Karte, Potsdam II 3


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