Ordentlich Kondition getankt

Quelle: Dirk Schaal in MOZ-Online vom 18.08.2018

 

Eberswalde (MOZ) Mit viel Elan haben die Handballer des 1. SV Eberswalde selbst bei brütender Hitze ihre Saisonvorbereitung durchgeführt. Gut gerüstet, mit bislang einem Neuzugang, wollen sie in die Verbandsliga-Saison starten.

Über 30 Grad im Schatten draußen, im aufgeheizten Hangar 3 in Werneuchen vielleicht sogar noch ein paar Grad mehr, und knapp 20 Handballer des 1. SV Eberswalde schinden sich den ganzen Tag. „Das Trainingslager hier hat eigentlich schon Tradition. Zwar waren wir in den letzten Jahren nicht mehr hier, aber ich denke, es ist sportlich wichtig und für den Teamgeist der Mannschaft sogar unabdingbar“, erklärte Heiko Kallies. Zusammen mit Michael Wolff und Steffen Schnelle bildet er wie im vorigen Jahr das Trainerduo. „Das hat gut geklappt, warum sollten wir was ändern? Wir verstehen uns gut und teilen uns die Aufgaben, ohne dass da jemand einen speziellen Bereich abdeckt“, sagte Kallies.

 

Viel Kondition stand in den ersten Tagen der Vorbereitung auf dem Programm der Eberswalder. Sicherlich sehr wichtig, wenn man die Bilanz der Spiele der vorigen Saison verfolgt. Da wurde oftmals gerade noch in der Schlussphase der Begegnungen Punkte oder gar Siege verschenkt. Ob dies jedoch der jugendlichen Unbedarftheit, fehlender Kondition oder beidem in Kombination zuzuschreiben war, dass wird wohl ein Geheimnis bleiben. Fakt ist, das soll so nicht wieder passieren.

 

„Ich denke, die Spieler sind in dem Jahr gereift. Dazu jetzt noch eine ordentliche Vorbereitung, dann ist mir für die Saison nicht bange“, sagte Jürgen Müller, Eberswalder Handball-Urgestein. 75 Jahre jung ist er geworden, bleibt weiterhin agiler Betreuer der zweiten Vertretung und freut sich darauf, dass es mit dem Eberswalder Handball wieder aufwärts geht: „ Wir sind auf einem guten Weg.“

Die Vorbereitung bestritten beide Mannschaften zusammen. Am Ende soll der 25er-Kader dann in die beiden Teams aufgesplittet werden. Wobei der Übergang fließend ist, im Laufe der Saison können sich die Positionen in den Teams verändern.

Bisher haben die Eberswalder nur einen Neuzugang vermelden können. Aber dafür einen Hochkaräter. Sebastian Schaer kommt von Landesligist Templiner SV Lok nach Eberswalde. „Ich wurde gefragt und da ich hier sehr viel Potential sehe, habe ich mich dem SVE angeschlossen“, erklärte der 25-jährige Templiner. In der Landesliga Nord wurde er in der abgelaufenen Saison mit 161 Toren in  22 Saisonspielen    (entspricht einem Durchschnitt von 7,32 Treffern pro Spiel) zweitbester Torschütze. Auf die Frage, ob er denn in dieser Saison wieder so erfolgreich sein kann, antwortete er: „Eigentlich will ich da noch ein paar draufpacken.“  In der Sportschule bei Fortuna Neubrandenburg hat er das Handballspielen gelernt und in der Ostsee-Spreeliga hat er bei den Männern erste Erfahrungen sammeln können. Verletzungen warfen ihn zurück, doch jetzt will er in Eberswalde wieder angreifen. „Mein Wunsch wäre, mit Eberswalde mal gegen Neubrandenburg zu spielen“, sagte Schaer. „Und natürlich zu gewinnen“, fügte er schnell lachend hinzu. Im Landespokal wäre ein Aufeinandertreffen vielleicht schon bald möglich, aber im normalen Ligaalltag müsste es der SVE schon bis in die Ostsee-Spreeliga schaffen.

Im Landespokal wird es der Eberswalder Neuzugang zumindest mit einem anderen ehemaligen Verein zu tun bekommen. Am 25. August empfängt Templin neben dem SVE noch den Grünheider SV. Der Pokal ist den Barnimern nicht so wichtig, kann man bei Gesprächen heraushören, die Meisterschaft steht ganz klar im Fokus.

 

Und um da bestehen zu können, hat sich das Trainerteam eine Menge einfallen lassen. So wurden verschiedene taktische Aufstellungen in der Vorbereitung einstudiert und auch zwei Deckungsvarianten. „Den Schwerpunkt wird natürlich unsere 6:0-Deckung bilden. Aber darüber hinaus wollen wir bei Bedarf auch schnell auf eine 3:2:1-Variante umstellen können und so auf Spielsituationen reagieren“, erklärte Kallies.

Eigentlich sollte die Saison mit einem Knaller, einem Freundschaftsspiel gegen den Drittligisten Oranienburger HC am Sonntag beginnen. Das musste aber wegen der gesperrten Westend-Halle abgesagt werden.

 

Nun wird beim 1. SV Eberswalde die Saison offiziell am ersten Heimspieltag am 8. September eröffnet. Dafür will sich die Mannschaft außer über einen Sieg gegen  den SV Blau-Weiß Wusterwitz mit einigen Überraschungen bei den Fans bedanken. Verzichten müssen die Zuschauer in dieser Saison größtenteils auf die Spiele der beiden Männermannschaften hintereinander. So sieht es der Spielplan vor. Doch dafür soll dann der Nachwuchs die Chance erhalten, direkt vor den Männern spielen zu können.

Torsten Raeck wirft hin beim SV Eberswalde

Quelle: Dirk Schaal in MOZ-Online vom 18.10.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Am Mittwoch teilte der 1. SV Eberswalde mit, dass der Trainer der Brandenburgliga-Mannschaft Torsten Raeck um Auflösung des Vertrages bat. Ohne Punktgewinn liegen die Eberswalder nach fünf Spieltagen auf dem letzten Platz der Tabelle.

"Es hat keine sportlichen Gründe. Ich verstehe mich sehr gut mit der Mannschaft und ich denke, dass sie eine Menge Potenzial hat. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, wann bei ihr der Knoten platzt", sagte Raeck auf Nachfrage der MOZ. Richtigstellen wollte er, dass er nicht um Vertragsauflösung gebeten habe, da es keinen Vertrag gab. Seit Juli 2016 war er bei den Eberswaldern.

Bereits am Freitag vor dem Spiel gegen Oranienburg hat er seine Entscheidung dem Sportlichen Leiter Ron Jordan mitgeteilt. Beide vereinbarten, dass die Mannschaft als Erstes erst am Dienstag beim Training davon in Kenntnis gesetzt wird. "Wir wollten keine Unruhe ins Team bringen", begründete Raeck.

"Ja, es war schon sehr überraschend für uns. Ich hatte gehofft, dass wir mit einem Sieg im Oranienburg-Spiel vielleicht einiges relativieren können", sagte Jordan. "Schade, ich halte Torsten für einen sehr engagierten und fähigen Trainer", fügte er noch hinzu.

Nun sucht der SV Eberswalde eine interne Lösung für den Trainerposten. "Ich denke, in dieser Situation des Neuaufbaus haben wir keine andere Möglichkeiten. Der neue Trainer sollte die Mannschaft und die Spieler kennen und sofort mit ihr arbeiten können", sagte der Sportliche Leiter. Er selbst stehe jedoch nicht zur Verfügung, erklärte Jordan auf Nachfrage.

Am Donnerstagabend will er der Mannschaft den neuen Trainer präsentieren.

Ausblick auf die Saison 2017/2018 aus der Sicht des Trainers

Eine spannende Saison steht unseren Männerteams bevor. Durch den Abgang von vielen Spielern, die im letzten Jahr noch das 1. Männerteam bildeten, ist unser Trainer der Ersten nun gefordert, wie nie. Viele junge Spieler muss er einbinden und sie auf die Herausforderung „Brandenburgliga“ vorbereiten. Unterstützung hierbei bekommt er von den verbliebenen Spielern Moritz, Michael und Nick.

 

Die Ziele der Saison hat Torsten mit der Mannschaft in den ersten Trainingseinheiten formuliert. Zu Beginn der Saison 2017/2018 haben wir uns mit dem Trainer der 1. Männermannschaft unterhalten:

Frage: Mit Beendigung der letzten Saison folgte ein Umbruch. Viele Spieler verließen den Verein, aber umgekehrt kamen Spieler wieder zu uns zurück. Auch unsere A-Jugendlichen sollen in die Männermannschaften eingebunden werden. Nunmehr bist Du „gezwungen“, aus diesen Spielern eine Mannschaft zu formen, die den Anforderungen der Brandenburgliga standhalten kann. Wie bewerkstelligst Du dies?

 

Zum einen steht die Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers im Vordergrund, denn damit ist die Chance groß, auch in der Brandenburgliga bestehen zu können. Gerade die Einbindung der A-Jugendlichen in die Männermannschaften wird ein Schwerpunkt in den jeweiligen Trainingsstunden werden und wir möchten ihnen dies mit der Stärkung ihres Selbstvertrauens vereinfachen.

Hinzu kommt die Bekräftigung eines „Wir-Gefühl“. Nicht nur der Einzelne ist wichtig, sondern auch die Mannschaft selbst. Sie sollen als Einheit in die Spiele gehen und als Team „funktionieren“. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir sagen: Wir sind nur dann gut, wenn wir fest zusammenstehen und diszipliniert arbeiten. Tun wir das nicht, werden wir nur schwer Spiele für uns entscheiden können.

Es ist bekannt, dass wir nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, spielstarke – fertige – Spieler aus dem Raum Berlin/Brandenburg zu verpflichten. Dies wollen wir auch nicht, denn Ziel unseres Vereines ist, Spieler aus der Region auszubilden und später in unsere Männermannschaften zu integrieren. Alle Spieler, die jetzt für unseren Verein auflaufen werden, zeigen sich als sehr lernwillig und haben eine hohe Einsatzbereitschaft.

Aufgrund der noch fehlenden Erfahrungen unserer jungen Spieler, wird gerade der Beginn der Saison sehr spannend. Mit der Unterstützung unserer verdienten Spieler, wie Moritz, Michael und Nick haben unsere jungen Spieler die Möglichkeit, sich zu entwickeln und Vertrauen in ihre Spielstärke zu finden.

 

Uns ist klar, dass wir auch bei unseren Fans und Unterstützern dieses Vertrauen erst erarbeiten müssen. Aber um diesen Weg, der nicht einfach ist, gehen zu können, benötigen wir die Unterstützung der Fans. Es wird nicht alles klappen, aber alle können sich sicher sein, dass wir nie ein Spiel verloren geben und immer mit 110 % in jedes Training und Spiel gehen werden. Wir werden alles dafür tun, sie nicht zu enttäuschen.

Harter Umbruch beim 1.SV

Quelle: Dirk Schaal in: MOZ-Online vom 08.08.2017

 

Eberswalde (MOZ) Bei Brandenburgligist 1. SV Eberswalde dreht sich jetzt wieder alles um den Handball. Gerademal drei Stammspieler der letzten Saison hat Trainer Torsten Raeck bei der Vorbereitung auf die kommende Saison mit dabei.Ein Umbruch, der fast einem Neuanfang nahekommt.

Kaum ein Stein blieb im Männerbereich des 1. SV Eberswalde auf dem anderen, wenn man den Kader der aktuellen Saisonvorbereitung mit dem der letzten Spielzeit vergleicht. "Das ist kein Umbruch in der Mannschaft, eher ein Umbruch im ganzen Verein", antwortete Torsten Raeck, Trainer der ersten Männermannschaft des 1. SV Eberswalde auf die Frage, wie er die Veränderungen in seinem Team sieht. In der Tat sind gerade mal noch drei Stammspieler der letzten Brandenburgliga-Saison dabei.

 

Viel Kritik mussten sich Spieler , Trainer und die Verantwortlichen der Eberswalder Handballer in der vorigen Saison immer wieder anhören. Der sportliche Erfolg blieb aus, selbst gesteckte Ziele wurden nicht erreicht. Mindestens Platz drei wurde vor der Saison ausgerufen. Am Ende der Spielzeit freute man sich über den Klassenerhalt. Doch noch schlimmer als die Niederlagen war, wie diese zustande kamen. Von blutleerem Spiel, kein kämpferisches Aufbäumen und sogar Lustlosigkeit sprachen Anhänger der Mannschaft, die trotzdem bei jedem Spiel aufs Neue das Team anfeuerten. Frust machte sich bei den Eberswalder Zuschauern breit. Vor allem das Spiel gegen Lübbenau hat Raeck nicht so schnell vergessen. Da seien die Reaktionen der Fans schon "ganz schön heftig" gewesen, sagt er. "Klar habe ich dafür auch Verständnis, es war die vierte Niederlage in Folge und wir haben da auch wirklich schlecht gespielt", sagte der Trainer. "Aber die Kritik sollte doch auch im Rahmen bleiben", fügte er nach dem Spiel hinzu.

 

Doch man muss dazu auch sagen, dass der sowieso schon kleine Kader des 1. SV zusätzlich noch durch verletzungs- oder berufsbedingte Ausfälle nicht nur quantitativ dezimiert wurde und die dadurch kassierten Niederlagen nicht wirklich für bessere Stimmung im Team sorgten.

"Das hat man oftmals gesehen, da fehlte einfach das Herzblut. Da wurde nicht immer bis zum Letzten gekämpft und so sind wichtige Punkte verloren gegangen. Woran das im Einzelnen lag, das wurde intern ausgewertet", erklärte der Sportliche Leiter der Eberswalder, Ron Jordan. Diese Auswertung veranlasste zu einem harten Schritt des Vereins. Bereits vor dem letzten Spiel der Saison 2016/17 wurde den Spielern mitgeteilt, dass jeder in sich gehen sollte, ob er der Mannschaft weiterhelfen kann oder auch überhaupt möchte. Das Resultat war bitter. Zum Spiel gegen die TSG Lübbenau reisten gerade mal neun Spieler mit. Die abschließende 12:28-Niederlage war da nur noch Nebensache. "Bei allem was danach kam und eventuell auch noch kommt - wir sind uns im Verein einig, dass diese Entscheidung so genau goldrichtig war", verteidigt Jordan die Entscheidung.

 

Beim 1. SV soll nur noch zum Zuge kommen, wer sich tatsächlich auch mit dem Verein identifizieren kann, so lautet das neue Motto der Eberswalder Handballer. Verstärkt sollen Spieler aus der Region einen Platz im Team finden. Derzeit kommen im neuen Kader etwa 90 Prozent aus der näheren Umgebung. Nachgefragt erklärt Jordan, dass man auch nicht bereit ist, hohe finanzielle Aufwendungen für Spieler zu zahlen. So bleibt für den 1. SV auch nur dieser Weg, verstärkt auf den eigenen Nachwuchs zu bauen.

Um Moritz Assmann, bester Eberswalder Torschütze der vorigen Saison mit 119 Treffern in 20 Spielen, Michael Wolf und Nick Hoffmann baut Trainer Raeck derzeit den Männerkader der kommenden Saison auf. Ehemalige SV-Spieler sind von Stahl Finow zurückgekehrt und der eigene Nachwuchs bekommt eine Chance. Wer dann in welcher Mannschaft, Brandenburg- oder Landesliga, auflaufen wird, dass will er nach der Vorbereitungsphase festlegen. Wobei er betont, dass es für jeden Spieler im Saisonverlauf in beide Richtungen gehen kann - Motivation als auch Ansporn zugleich.

 

Derzeit nimmt Raeck seine Schützlinge hart ran. Das Aufbauprogramm mit Kondition und Athletik haben alle überstanden, nun wird der Ball wieder langsam Mittelpunkt des Trainings. "Die Trainingsbeteiligung ist gut mit etwa 12 bis 14 Spielern derzeit. Alle hängen sich wirklich voll rein", kommentierte Raeck den derzeitigen Stand der Vorbereitung. Vom 11. bis 13. August geht es in das Trainingslager nach Neuruppin. Dort sind die ersten drei Trainingsspiele geplant. Am 19. August findet in der Flöterhalle ein Vorbereitungsturnier statt, an dem der SV Berolina Lychen (Aufsteiger in die Brandenburgliga) und die TSG Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf (Aufsteiger in die Verbandsliga) den Eberswaldern Aufschluss über den aktuellen Stand der Vorbereitung liefern werden.

 

Los geht die neue Saison wie die alte geendet hat: Gegner ist die TSG Lübbenau, jedoch am 16. September in Eberswalde. Doch bereits eine Woche vorher muss der SV im HVB-Pokal gegen den SSV Falkensee, 1. VfL Postdam und Hansa Wittstock Farbe bekennen.

Den Klassenerhalt hat der Verein für die erste Männermannschaft als Saisonziel ausgerufen. "Und sollte dies nicht klappen, geht für uns keine Welt unter. Wir lassen der Mannschaft Zeit", erklärte Jordan. Wenn dann noch die Mannschaft Leidenschaft auf dem Spielfeld zeigt, auch wenn nicht alles so glückt wie eigentlich gewollt, dann sollten auch die Eberswalder Fans zufrieden sein.

Umbruch und Neuausrichtung

Mit Beendigung der Spielzeit 2016/2017 haben unseren Verein diverse Spieler der Männermannschaften verlassen, sei es, um sich neuen Vereinen anzuschließen oder aber eine Auszeit zu nehmen.

Diesen Umbruch nutzend haben wir uns entschlossen, nunmehr unsere selbst gesetzten Vorgaben sukzessive umzusetzen. Getreu dem Motto „Aus der Region für die Region“ werden in der neuen Saison einige Spieler aus dem Nachwuchs unseres Vereines die Reihen unserer Männermannschaften verstärken. Gleichzeitig werden Spieler zu uns zurückkehren, die das „Handball 1x1“ in unserem Verein erlernten. Moritz Assmann bleibt unserer 1. Männermannschaft erhalten und auch Michael Wolff wird als „Altgedienter“ mit seinen Erfahrungen im Männerbereich den jungen Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Die ersten Trainingseinheiten der Männermannschaften sind absolviert; wer von den Spielern in der 1. oder 2. Männermannschaft antritt, wird nach der Vorbereitungszeit von den Trainern gemeinsam entschieden. Allerdings soll eine Durchlässigkeit gewährleistet werden: Spieler der 2. Mannschaft können bei der Ersten auflaufen, genauso auch umgekehrt. Hierdurch sollen die jungen Spieler Erfahrungen im Männerbereich auf unterschiedlichem spielerischem Niveau sammeln und sich Step by Step weiterentwickeln. Mit der Integration unserer Nachwuchsspieler wird gleichzeitig ein Signal an unseren jetzigen Nachwuchs gesetzt, wonach sich Leistung lohnt und mit Fleiß und Ehrgeiz ihnen der Weg in den Seniorenbereich immer offen steht.

Schlussendlich soll unser Verein die Verbundenheit mit unserer Heimatstadt Eberswalde ausdrücken und wie kann das besser gelingen, als mit eigens ausgebildeten Handballern aus Eberswalde bzw. Barnim?

 

Wie geht es nun weiter? Vom 11.08. – 13.08. werden unsere Männermannschaften ein Trainingslager in Neuruppin durchführen und gleichzeitig drei Testspiele absolvieren.
Am 19.08. findet in der Flöterhalle ein Vorbereitungsturnier statt, an dem der SV Berolina Lychen (Aufsteiger in die Brandenburgliga) und der TSG Fredersdorf (Aufsteiger in die Verbandsliga) teilnehmen werden. Im Anschluss daran werden unsere Mannschaften vorgestellt. Hierzu laden wir alle Fans, Sponsoren und Neugierige ganz herzlich ein. Beginn ist um 16:00 Uhr mit dem Spiel gegen die TSG Fredersdorf (17:00 Uhr TSG Fredersdorf – SV Berolina Lychen; 18:00 Uhr 1. SV Eberswalde – SV Berolina Lychen).

 

Zum Schluss noch ein Wort: Unser Weg im Seniorenbereich soll nachhaltig sein. Allen Spielern soll die Möglichkeit gegeben werden, ohne Druck zu spielen. Sie werden die Zeit bekommen, sich zu finden und sich mit dem spielerischen Niveau in der Branden- wie auch Landesliga auseinandersetzen zu können. Niederlagen sind demzufolge nie auszuschließen. Diese sind für die Entwicklung unserer Spieler und den Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft wichtig. Der Weg der Neuausrichtung unserer Männermannschaften wird steinig, aber mit dem Rückhalt unserer Fans und Unterstützern wird es gelingen; hier sind wir uns alle einig. 

Ron Jordan im Gespräch mit dem Blitz Eberswalde

"Der Abstieg ist kein Thema mehr"

1. SV Eberswalde derzeit auf Platz 8

Quelle: Udo Kalms in Blitz Eberswalde vom 29.04./30.04.2017

 

Eberswalde (uk). Der 1. SV Eberswalde ist nach dem 28:27-Auswärtssieg beim abstiegsgefährdeten HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst und dem vorherigen 28:25-Heimsieg gegen Wildau nun Tabellenachter in der Handball-Brandenburgliga. Zwei Begegnungen stehen bis Saisonende noch aus. Über die Situation sprach Udo Kalms mit Ron Jordan, dem sportlichen Leiter des 1. SV Eberswalde.

 

Herr Jordan, ist der Abstieg aus der Brandenburgliga für diese Saison kein Thema mehr?

Ron Jordan: Nein, wir haben es geschafft. Nicht nur das am Ende bei Punktgleichheit die Spiele gegeneinander entscheiden und nicht die Tordifferenz, sondern die Mannschaften in der Tabelle hinter uns spielen auch noch gegeneinander und nehmen sich so gegenseitig die Punkte ab.

 

Wie konnte der 1. SV nach sehr gutem Start so abrutschen?

Bei unserem schon kleinen Kader mussten wir im Saisonverlauf viele Ausfälle aus den unterschiedlichsten Gründen verkraften. Das lässt sich irgendwann einfach nicht mehr auffangen. Oft standen dem Trainer nur vier Spieler der eigentlichen 1. Mannschaft zum Wochenbeginn zur Verfügung und er musste gemeinsam mit dem Trainer der 2. Mannschaft bis zum Wochenende sehr viel Kraft und Energie aufwenden, um bis zum jeweiligen Wettkampf überhaupt eine spielfähige Mannschaft aufstellen zu können. Von einem eingespielten Team kann dann keine Rede mehr sein. Wenn man kein Glück hat, dann kommt auch garantiert noch Pech dazu. Eine Herausforderung, um die beide Trainergespanne nicht zu beneiden sind.

 

Wurde es verpasst, die Nachwuchstalente zügig in den Männerbereich zu integrieren?

Nein, ich denke unser Nachwuchs hat in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, dass er im Männerbereich angekommen ist. In dem Team der 2. Mannschaft sind sie längst nicht nur integriert, sondern teilweise auch schon zum Leistungsträger gereift. Der Weg in das Brandenburgliga-Team wird gerade umgesetzt, aber das braucht natürlich Zeit. Ein wichtiger Aspekt dabei ist allerdings die Trainingsteilnahme. Bedingt durch Ausbildung und Studium ist den jungen Spielern ein regelmäßiges Training kaum möglich. Das erschwert die Integration natürlich zusätzlich.

 

Am Samstag, 29. April, Anpfiff um 16 Uhr, empfangen die Eberswalder das Nachbarteam vom SV Jahn Bad Freienwalde zum letzten Heimspiel der Brandenburg-Ligasaison. Was erwarten Sie von dieser Partie?

Für mich sind die Freienwalder in dieser Partie klarer Favorit. Nicht nur das sie eine viel beständigere Saison gespielt haben, sondern ich denke sie haben auch eine wirklich starke Mannschaft. Für uns ist das nach dem letzten Sieg sozusagen die Kür. Wir haben nichts mehr zu verlieren, können also frei und ohne Druck aufspielen. Ich rechne mit einer spannenden Partie vor großer Kulisse.

Mit vereinten Kräften zum Erfolg

Interview mit Ron Jordan über den Einsatz von älteren Spielern beim 1. SV

Quelle: Udo Kalms in Blitz, 9. KW (04.03.2017/05.03.2017), Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (uk). Die Zuschauer in der Westend-Sporthalle rieben sich verwundert die Augen, als das Brandenburgliga-Team des 1. SV Eberswalde zum wichtigen Punktspiel gegen den PHC Wittenberge antrat, denn mit Michael Wolff, Ben Hanisch und Florian Smuch kam die ältere Generation zum Einsatz. Auch der sportliche Leiter des Vereins, Ron Jordan, saß mit auf der Bank. Es fehlte nur noch der Präsident.

Zu dieser ungewöhnlichen Situation hat Udo Kalms bei Ron Jordan nachgefragt.

Herr Jordan, was hatte diese Präsenz bei diesem Punktspiel zu bedeuten?

Jordan: Das Spiel gegen Wittenberge konnte als Schlüsselspiel bezeichnet werden. Wir haben uns im Vorfeld zusammengesetzt, mit dem Ziel, die bestmöglichen Voraussetzungen für diese Partie zu schaffen. Dazu gehörte es, die Mannschaft zu ergänzen und zu stärken, um unberechenbarer für den Gegner zu werden. Dass es die „alten“ Hasen immer noch drauf haben, haben sie bewiesen. Darüber hinaus haben wir in Vorbereitung des Spiels die aufgekommenen Probleme mit unseren jungen Leistungsträ-gern in persönlichen Gesprächen ausgeräumt und auch mit dem gesamten Team gesprochen.

Werden wir die erfahrenen Spieler jetzt öfter in der Ersten sehen?

Jordan: Ich gehe davon aus. Es ist natürlich nicht ganz so einfach. Wir müssen hier auf persönliche Planungen Rücksicht nehmen. Grundsätzlich haben mir die alten, wie auch die jungen Spieler signalisiert, dass sie bereit sind. Das finde ich super. Wir werden von Spiel zu Spiel schauen und immer versuchen, die besten 14 Spieler aufzustellen, die jeweils verfügbar sind.

Müssen nicht kontinuierlich jüngere Spieler aus der Zweiten im Brandenburgliga-Team integriert werden?

Jordan: Das soll das Ziel sein, aber das muss eben mit sehr viel Fingerspitzengefühl passieren. Entscheidend ist doch, dass die jungen Spieler Einsatzzeiten bekommen. Wir sind derzeit in der glücklichen Lage, auch eine starke zweite Mannschaft zu haben. Wichtig ist, dass beide Teams gut zusammenarbeiten und wir die Klasse halten können. Wenn es nicht so gut läuft, wird schnell alles auf den Trainer geschoben.

Steht die Trainerfrage beim 1. SV auf der Tagesordnung?

Jordan: Nein. Ich wünsche mir, dass uns Torsten Raeck über die Spielzeit hinaus erhalten bleibt. Er hat das Team in einer schwierigen Phase übernommen. Ich kann nur an alle im Umfeld appellieren, Geduld aufzubringen und ihm die nötige Zeit einzuräumen.

"Die Reaktion der Fans hat uns getroffen"

Quelle: Bettina Gallrein in MOZ-Online vom 12.02.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Eine durchwachsene Hinrunde haben die Handballer vom 1. SV Eberswalde in der Brandenburgliga hinter sich, eine Umstrukturierung noch vor sich. Eine Erneuerung, für die Trainer Torsten Raeck sich auch die Unterstützung der Fans wünschen würde. Doch die gab es in letzter Zeit nicht immer.

 

Vor allem das Spiel gegen Lübbenau wird der 44-Jährige nicht so schnell vergessen. Da seien die Reaktionen der Fans schon "ganz schön heftig" gewesen, sagt er. "Klar habe ich dafür auch Verständnis, es war die vierte Niederlage in Folge und wir haben da auch wirklich schlecht gespielt", sagt Raeck. "Aber die Kritik sollte doch auch im Rahmen bleiben", findet er.

Der Coach, der früher selbst für den 1. SV auflief und der das Team vor der Saison übernahm, bittet die Fans um Geduld. "Der Kader hat momentan nicht mehr die Qualität, die er mal hatte", gibt er zu. "Es sind halt viele gute Leute weggegangen." Das man da nicht auf dem selben Niveau spielen könnte wie vor einiger Zeit, müsse man akzeptieren.

Gerade erst bekam er die nächste Hiobsbotschaft. Lee-Roy Nietzel, der sich im August die Achillessehne riss, teilte dem Trainer mit, dass er mit dem Handballspielen aufhören wird und nicht zurückkommt. Auch der Weggang von Johann Schewtschuk zum Liga-Konkurrenten Jahn SV Bad Freienwalde war ein herber Schlag für die Eberswalder.

 

Aber der Verein will sich von seinem Weg nicht abbringen lassen. "Wir wollen Spieler, die nicht wegen des Geldes kommen, sondern die hier bei uns spielen, weil sie bei uns in der Jugend gespielt haben und sich mit dem Verein identifizieren", erklärt Torsten Raeck, wo der Weg des 1. SV in Zukunft hin führen wird. Ein hehres Ziel, das nicht einfach umzusetzen sein wird, zumal sich die anderen Vereine in der Brandenburgliga die guten Spieler auch etwas kosten lassen. Bei den Eberswaldern müssen die Handballer bereits jetzt damit leben, dass sie nicht mehr das bekommen, was es in Zeiten der Spree-Liga als Aufwandsentschädigung gab.

Auch Raecks eigener Sohn Theo spielt im Team der Eberswalder. Den eigenen Filius zu trainieren, ist nicht immer ganz einfach. Diese Erfahrung hat auch Raeck gemacht. "Für Theo selbst ist es am schwierigsten. Er steht natürlich schon irgendwie unter besonderer Beobachtung." Dazu sei seine sportliche Entwicklung noch nicht ganz so perfekt gelaufen, wie er sich das vorgestellt habe. Aber vielleicht, gibt er zu, sei er mit dem eigenen Sprössling auch ein wenig strenger. "Aber da muss er durch", sagt er lachend.

 

Trotzdem sieht Torsten Raeck positiv in die Zukunft. "Die Hinrunde würde ich mal als durchwachsen bezeichnen", sagt er. "Wir hatten von Anfang an mit Personalsorgen zu kämpfen, dafür lief es dann sogar vergleichsweise gut." Die Spiele gegen Wildau, Ahrensdorf und Bad Freienwalde gingen denkbar knapp verloren. "Die hätten auch anders ausgehen können. Da kam dann einfach auch noch unsere Unentschlossenheit, vor allem in der Verteidigung, dazu", ärgert sich der Trainer über die verpassten Chancen.

Doch Hoffnung gebe das erste Spiel der Rückrunde gegen einen der Favoriten, Cottbus II. "Da hat sich die Mannschaft endlich mal wieder entschlossen gezeigt, da haben sie sich zusammengerauft und wieder füreinander gekämpft." Der Lohn: Man trotzt dem Favoriten ein Remis ab. "Denen einen Punkt abzunehmen, das ist schon toll", findet Raeck. Mit diesem positiven Schwung soll es im nächsten Spiel am heutigen Sonnabend gegen Lok Rangsdorf weiter gehen.

Raeck hofft, dass dann auch die Fans wieder positiver mitgehen. "Es wird auch in der Rückrunde mal ein Spiel dabei sein, in dem wir schlechte Leistungen zeigen. Aber gerade in solchen Situationen braucht man ja die Fans, die einem Rückhalt geben." Die Spieler habe die negative Reaktion der Zuschauer im Spiel gegen Lübbenau schon mitgenommen. "Es kommt natürlich auf die Persönlichkeit an. Der eine kommt damit besser klar, der andere nicht so. Aber weiter bringt sie das natürlich nicht." Ihn selbst habe die Wut der Fans jedenfalls sehr getroffen. "Man stellt sich ja schließlich nicht dahin, um zu verlieren."

 

Favoriten sind in dieser Saison für ihn die vier Teams, die derzeit auf den ersten vier Plätzen der Tabelle stehen, Teltow, Cottbus II, Spreewald und Lübbenau. "Die werden um den Aufstieg spielen", ist er überzeugt. Für den 1. SV Eberswalde gelte es jetzt, so schnell wie möglich Punkte zu sammeln, um gar nicht erst in die abstiegsgefährdeten Regionen zu rutschen. "Ein Platz im Mittelfeld ist für uns in dieser Saison machbar, alles andere ist nicht realistisch", ist Torsten Raeck überzeugt, der sich einen erneuten Aufstieg in die Spree-Liga aber in Zukunft durchaus vorstellen kann.

Unser sportlicher Leiter, Ron Jordan, im Gespräch mit dem Blitz Eberswalde

Quelle: Udo Kalms in: Blitz Eberswalde v. 09.12.2016

 

"Ein Umbruch braucht seine Zeit"

Sportlicher Leiter des 1. SV Eberswalde begründet momentanen Leistungsabfall in Brandenburgliga

 

Eberswalde (uk). Der 1. SV Eberswalde hat am vergangenen Samstag in der Brandenburgliga das Nachbarschaftsduell auswärts gegen Aufsteiger SV Jahn Bad Freienwalde mit 29:31 verloren. Es ist die dritte Saisonniederlage der Waldstädter in Folge. Vom Spitzenreiter des Saisonstarts mit 8:0 Punkten ist die Mannschaft mit einem ausgeglichenem Punktestand (10:10) ins Mittelfeld abgerutscht.

Über die gegenwärtige Situation sprach Udo Kalms mit dem sportlichen Leiter des 1. SV Eberswalde, Ron Jordan.

 

Herr Jordan, wie erklären Sie sich den spielerischen Einbruch besonders in den vergangenen Begegnungen?
Im Laufe einer langen Saison zeigt sich, wie stark eine Mannschaft wirklich ist. Wir hatten sicher in den ersten Partien auch Glück. Glück das uns derzeit vielleicht etwas fehlt. Alles in Allem kein Grund zur Panik.

 

Als Zuschauer hatte man oft das Gefühl, der 1. SV spielt nicht mehr als Mannschaft, sondern es standen nur Individualisten auf dem Parkett. Trügt dieses Bild?
Nein, ich denke das Bild trügt nicht. Ich sehe das genauso. Das ist auch das, was mir viel mehr Sorgen bereitet. Jeder kämpft für sich und Schuld sind immer alle anderen. Derzeit ist das keine geschlossene Mannschaft mehr. Hier sind Mannschaft und Trainer gefordert, sich in der Winterpause zusammen zu raufen.

 

Warum hat Johann Schewtschuk, der den 1. SV in einigen Begegnungen gerettet hat, so plötzlich den Verein verlassen?
Johann war mit der Gesamtsituation unzufrieden. Nach einem persönlichen Gespräch haben wir uns im beiderseitigen Einvernehmen getrennt. Johann soll seine Erfahrungen sammeln. Der Weg zurück steht ihm natürlich offen.

 

Befindet sich die Brandenburgliga-Mannschaft zurzeit in einer Krise?
Wenn überhaupt, dann ist es eine kleine Krise. Unser Trainer Torsten Raeck hat sich auf die Fahnen geschrieben, Schritt für Schritt die Mannschaft zu verjüngen. Damit stieß er bei uns auf offene Ohren. Solch ein Umbruch braucht aber Zeit und ist natürlich auch verbunden mit einem vorübergehenden Leistungsabfall. Bemerkenswert ist, dass in dieser Saison immer mehr eigene junge Leute in den beiden Männermannschaften auftauchen. Wenn das so weiter geht, wird es auch bald wieder Spaß machen, den Jungs beim Handballspielen zuzusehen. Ich bin da zuversichtlich. 

Nick Hoffmann verstärkt den 1. SVE

Quelle: Christian Heinig in: MOZ-Online v. 07.12.2016, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Ausruhen - nichts da. Trotz fast sechswöchiger Spielpause trainieren die Brandenburgliga-Handballer des 1. SV Eberswalde voll weiter. Und sie tun das seit dieser Woche mit einem neuen Spieler. Der 24-jährige Nick Hoffmann verstärkt ab sofort den 1. SVE.

 

Trainer Torsten Raeck kennt den jungen Mann gut. Er kommt nämlich von Aufsteiger SV Jahn Bad Freienwalde, dem Ex-Verein von Raeck, gegen den der 1. SV erst am vergangenen Wochenende das Derby knapp 29:31 verlor.

Mit dem plötzlichen Abgang von Johann Schewtschuk (MOZ berichtete) soll die Verpflichtung von Hoffmann aber nicht zusammenhängen, heißt es bei den Eberswalder Handballern. "Wir hätten ihn so oder so verpflichtet", sagt Ron Jordan, Sportlicher Leiter des 1. SV.

Hoffmann gilt als Perspektivspieler. "Wir wollen für die Zukunft eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen, mit der wir bald wieder weiter oben angreifen - und Nick soll ein Teil davon sein", sagt Trainer Torsten Raeck. Am Dienstag trainierte der junge Spieler, der im Rückraum-Mitte und als Linksaußen eingesetzt werden soll, zum ersten mal mit der Mannschaft. "Ich denke, er passt sehr gut zu uns", so Torsten Raeck. Nick Hoffmann lebt zwar in Altranft, aber das Fahrproblem ist gelöst: Torsten Raeck kann den 24-Jährigen, der eine Ausbildung bei der Agentur für Arbeit absolviert, mitnehmen.

In dieser Saison stecken die Eberswalder bislang im Mittelmaß fest. Zuletzt gab es gleich mehrere Niederlagen am Stück, aktuell ist der 1. SV Fünfter der Brandenburgliga (10:10 Punkte). Das nächste Spiel steigt erst nach dem Jahreswechsel, am 14. Januar, dann ist der Tabellensiebte TSG Lübbenau zu Gast im SZ Westend.

Schewtschuk verlässt den 1. SV Eberswalde

Quelle: Christian Heinig in: MOZ-Online v. 03.12.2016, Regionalausgabe Bernau

 

Eberswalde (MOZ) Dieser Schritt kommt überraschend: Mitten in der Saison gehen Handball-Brandenburgligist 1. SV Eberswalde und Rückraumspieler Johann Schewtschuk getrennte Wege. Das bestätigte der Sportliche Leiter Ron Jordan im Vorfeld des Derbys am Sonnabend bei Jahn Bad Freienwalde (18 Uhr, Kurstadthalle).

Schewtschuk selbst soll während der Woche einen Antrag auf Kündigung der Mitgliedschaft gestellt haben, heißt es. "Das müssen wir akzeptieren", sagt Jordan. Schewtschuk war seit Jugendzeiten beim 1. SV, ein echtes Eigengewächs.

Die Gründe für den überraschenden Abgang des 25-jährigen sind wohl vielschichtig. Schewtschuk soll, so ist aus dem Vereinsumfeld zu hören, eine höhere Aufwandsentschädigung gefordert haben, die der 1. SV aber nicht bereit war, mitzugehen.

Zudem gab es auch sportliche Differenzen. "Johann ist ein guter Spieler, er spielt aber auch sehr egoistisch, deshalb gab es Probleme", sagt Trainer Torsten Raeck.

Am vergangenen Wochenende stand Schewtschuk im Heimspiel gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst noch für den 1. SV auf dem Parkett - zum vorerst letzten Mal.

Gerüchten zufolge soll Schewtschuk ausgerechnet ein Auge auf Bad Freienwalde geworfen haben, dem Gegner des 1.SV am Sonnabend. Dort hält man sich bedeckt, Mannschaftsleiter Thomas Matthias gibt aber zu, dass es mit Schewtschuk schon länger "Kontakte gibt". Noch sei aber nichts spruchreif.

Die Personalie Schewtschuk überschattet ein wenig die Rückkehr von Torsten Raeck an seine alte Wirkungsstätte. 15 Jahre lang hat er in Bad Freienwalde am sportlichen Aufschwung des SV Jahn mitgearbeitet, bevor es ihn im Sommer nach Eberswalde verschlug. Aufsteiger Jahn steht mit 8:10 Punkten auf einem guten sechsten Platz. Eberswalde ist Vierter (10:8).

Jeffrey Osterloh im Porträt

Quelle: Christian Heinig in: MOZ-Online v. 13.11.2016, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Im Sommer hatte er Wechselgedanken, nun will Jeffrey Osterloh neu angreifen. In seiner 3. Saison bei Handball-Brandenburgligist 1. SV Eberswalde gehört er zum Kreis der Führungsspieler. Kann er das? Ja. Aber er hat noch Reserven.

Um vor einem Handballspiel richtig auf Touren zu kommen, gibt es sicher verschiedene Möglichkeiten. Kaffee, Heavy-Metal-Musik, Vitamin-Drinks - alles erlaubte und erprobte Methoden. Die Handballer des 1. SV Eberswalde schwören allerdings auf ihren ganz eigenen Treibstoff. Geliefert wird er vor jedem Spiel, er kommt direkt aus dem Kofferraum von Jeffrey Osterloh. Der Rückraumspieler arbeitet nämlich als Verkaufs-Berater für den Energy-Drink-Riesen Red Bull. "Ich bringe zu jedem Spiel eine Stiege mit", erzählt Osterloh mit breitem Grinsen.

Das wird auch an diesem Sonnabend so sein, wenn der SVE als Tabellenvierter um 16 Uhr im Sportzentrum Westend zum siebten Saisonspiel das derzeitige Liga-Schlusslicht MTV Altlandsberg II erwartet.

 

Osterloh ist beim 1. SV aber nicht nur als Lieferant für legale Wachmacher gefragt, sondern er ist in seiner dritten Saison bei den Eberswaldern auch gefragt als Führungsspieler. Und das mehr denn je. Zusammen mit Kapitän Moritz Assmann und Johann Schewtschuk gehört der 26-Jährige zu den Säulen im Team, auf die Neu-Trainer Torsten Raeck baut.

"Jeff spielt eine wichtige Rolle, als Aufbau-Mitte soll er die Offensive lenken", so Raeck. Was die bisherige Saison angeht, ist der SVE-Coach mit Osterlohs Leistung zufrieden. "Er hat aber noch Reserven, er kann noch mehr Antreiber sein", sagt Raeck.

So wie im letzten Spiel. Da lief es gut. Bei der am Ende doch recht deutlichen 25:32-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den Tabellenersten und Liga-Favoriten HSG Teltow/Ruhlsdorf hat Osterloh Verantwortung übernommen und abgeliefert. Fünf Tore hat er erzielt, damit war er offensiv neben Assmann (7) der zweitbeste Mann im SVE-Dress. Und auch in der Abwehr hat er seinen Mann gestanden. "In dem Spiel habe ich gezeigt, was in mir steckt", sagt Osterloh.

Und zeigen, was er kann, das will Osterloh in Zukunft häufiger tun. Konstanter. In jedem Spiel. "Ich bin sehr ehrgeizig und will immer jedes Spiel gewinnen", sagt der gebürtige Hennigsdorfer, der in Berlin aufgewachsen ist und zehn Jahre in der Jugend von Bundesligist Füchse Berlin spielte.

 

Von den Füchsen aus ging es für Osterloh erst zwei Jahre zum TSV Rudow, dann folgten drei beim HSV Oberhavel, bevor er im Sommer 2014 zu den Eberswaldern wechselte.

 

Beim 1. SV fühlt er sich aktuell pudelwohl. Das hat vor allem einen Grund: die Teamchemie. "Wir sind eine echt geile Truppe, der Zusammenhalt war noch nie so groß seit ich hier bin", betont Osterloh. Das liegt sicher auch ein klein bisschen daran, dass er inzwischen drei ehemalige Kumpels zum 1. SV gelockt hat. Mit Kreisläufer Max Stooß hat er einst in der Füchse-Jugend gespielt, Torwart Steffen Piontek und Osterloh kennen sich aus gemeinsamen Tagen beim HSV Oberhavel. Vor dieser Saison dann traf er zufällig Misa Skenderi beim Feiern in einem Nachtclub wieder. Beide kennen sich aus gemeinsamen Tagen in der Berliner Handball-Auswahl. Osterloh fragte Skenderi, ob er nicht Bock habe, mal beim 1. SV vorbeizuschauen. Das tat der Linksaußen dann - und blieb.

Osterloh war aber nicht immer so glücklich beim SVE. Seine erste Saison war "die schlechteste meiner Laufbahn", gibt er im Rückblick selbst zu. Der SVE war 2014 gerade in der Oberliga aufgestiegen, Osterloh sollte dem Team mit seiner Wurfgewalt und seiner Athletik helfen. Doch der neue Mann spielte oft fahrig und lustlos. Der Grund für sein Leistungsloch: Stress im Job.

 

Vor der zweiten Saison, in der es für den SVE nach dem Abstieg in der Brandenburgliga weiterging, wechselte Osterloh deshalb seine Trikotnummer. Die 27, eine seiner beiden Lieblingsnummern, musste weichen. Ab der zweiten Saison trug er wieder seine andere Lieblingsnummer, die 90, sein Geburtsjahrgang.

Und mit der 90 auf dem Trikot lief es sofort besser. Osterloh spielte energischer, deutete öfter seine Klasse an. Doch kurz nach Saisonende kamen im Sommer Gerüchte auf, er könnte vom Verein aussortiert werden. Osterloh war irritiert, ihn plagten Wechselgedanken. Auf der Saisonabschlussfahrt in Prag konnten ihn die Teamkollegen dann aber zum Bleiben überreden.

 

Und Osterloh hat nach eigener Aussage noch lange nicht fertig beim 1. SV. "Ich will gern länger bleiben", sagt er. Sein Ziel: "Noch einmal Oberliga spielen, bevor ich 30 bin." Drei Anläufe bleiben ihm damit noch.

Interview mit unserem Trainer

Nach dem Abgang von Matelicz übernahm zum 01.07.2016 Torsten Raeck die 1. Männermannschaft. 

Für viele Handballfans unseres Vereins kein Unbekannter, denn von 1989 bis 2000 stand er selbst als aktiver Spieler für uns auf der Platte. So spielte er u. a. drei Jahre in der zweithöchsten Spielklasse, der 2. Handball-Bundesliga.

 

Der 43-jährige kam vom Nachbarverein, dem SV Jahn Bad Freienwalde, wo er in der vergangenen Zeit zuletzt als Trainer der A-Jugend fungierte, nachdem er seine aktive Karriere ausklingen ließ.

Um für die neuen, hochwertigen Aufgaben gerüstet zu sein, setzte er sich neben seinem Beruf nochmals auf die Schulbank und machte seinen Trainerschein.

 

Ich hatte die Chance, mit Torsten vor Saisonbeginn zu sprechen.

 

Wie lange bist du schon als Trainer aktiv?

Schon bevor ich Trainer der A-Jugend in Bad Freienwalde wurde, war ich Spielertrainer der Männermannschaft von 2001 bis 2008. Danach konzentrierte ich mich auf den männlichen Nachwuchs in der Nachbarstadt und sammelte, vor allem bei dem Übergang vom Jugend- zum Männerhandball wertvolle Erkenntnisse als Trainer. Diese Erfahrungen möchte ich aktiv nun beim 1. SV Eberswalde einbringen, denn auch hier liegt mir die Jugend am Herzen. Mit meiner Trainerarbeit möchte ich so viele Jugendliche an den Männerhandball heranführen. Demzufolge liegt mein Fokus auch auf den Ausbau des Nachwuchsbereiches.

 

Was ist deine Philosophie von Handball?

Ich mag das schnelle und offensive Spiel. Gleichzeitig hat die Abwehr sicher zu stehen und der Ball ist aktiv zu erkämpfen. Dabei steht die Fairness selbstverständlich im Vordergrund. Wenn ich dies mit meiner Mannschaft beachte, bin ich mir sicher, dass wir die Saison erfolgreich bestreiten werden und auch viele Menschen aus Eberswalde und Umgebung unseren Spielen zuschauen werden.

 

Warum gerade der 1. SV Eberswalde?

Aufgrund meiner langen Aktivenzeit als Spieler war mir der Verein bestens bekannt. Ich habe den Verein nie vergessen und auch von Bad Freienwalde habe ich den Werdegang des Vereins verfolgt. Es war mir damit ein inneres Bedürfnis etwas zurückzugeben und nach dem Weggang meines Vorgängers die vakante Trainerstelle anzunehmen.

Wurden deine Erwartungen beim ersten Treffen mit der Mannschaft erfüllt?

Absolut! Ich war positiv überrascht. Die Jungs ziehen in der Vorbereitung gut mit, auch wenn es nicht immer einfach ist für sie. Aber wir machen das Beste draus.

 

Wie verläuft deiner Meinung nach die Vorbereitung? Kann das Team deine Ideen umsetzen?

Ja. Wie ich schon sagte, die Vorbereitungszeit ist nicht immer einfach. Wie sagt man so schön: Vor dem Erfolg kommt der Schweiß. Aber meine Vorstellungen zum Spiel werden gut angenommen und umgesetzt.

 

Wie wird der Saisonstart?

Wir wollen gut in die Saison starten. Allerdings erwartet uns der Aufsteiger aus Cottbus. Dieser hat in der vorangegangenen Saison die Verbandsliga Süd dominiert und kommt ohne Niederlage in 2016 zu uns. Diese Mannschaft ist, obwohl Aufsteiger, nicht zu unterschätzen.

In unserem ersten Heimspiel am 24.09. 2016 erwarten wir die Rangsdorfer, die in der Saison 2015/2016 5. der Brandenburgliga wurden. Hier werden wir alles dafür geben, dass die Punkte zu Hause bleiben.

 

Wie schätzt du das diesjährige Niveau der Brandenburgliga ein? Wer sind die Favoriten?

Schwierig zu sagen. Das Leistungsniveau in der Liga ist ähnlich und die Mannschaften sind stärker als im letzten Jahr.

Die Brandenburgliga ist sehr ausgeglichen.

Nicht zu unterschätzen sind meiner Meinung nach die beiden Aufsteiger. Der LHC II hat sich gut verstärkt und der SV Jahn Bad Freienwalde hat in der vergangenen Saison nur eine Niederlage kassiert. Beide Mannschaften sind zu Recht aufgestiegen.

 

Wie sieht der Weg in der Saison aus und wo ist das Ziel?

Klares Ziel ist eine bessere Platzierung als im letzten Jahr. Dies wird schwer, denn – wie bekannt – wurden wir hier 4.

 


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