Spielberichte der Saison 2017/2018

Im Nachbarschaftsduell unterlegen

Brandenburgliga: SV Bad Jahn Freienwalde - 1. SV Eberswalde 34:24 (15:10)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt 

 

(Eberswalde) Im letzten Auswärtsspiel der Handball-Brandenburgligasaison 2017/18 gab es für den 1. SV Eberswalde die erwartete Niederlage in der Kurstadthalle beim SV Jahn Bad Freienwalde. Mit 24:34 fiel sie allerdings höher aus als sich das die Spieler aus Eberswalde erhofft hatten. Mit dieser Niederlage blieben die Barnimer auch in ihrem 21. und vorletzten Spiel weiter ohne Punktgewinn. Jetzt haben die Eberswalder nur noch zu Hause im letzten Saisonspiel gegen Wildau die Möglichkeit vielleicht doch noch zu punkten.

Im Spiel gegen Jahn Bad Freienwalde konnten die Eberswalder wieder auf ihren stärksten Angreifer Moritz Assmann sowie auf Torhüter Carsten Meyer zurückgreifen. Dafür fehlte Maximilian Stooß im Aufgebot der Barnimer. Die Gastgeber gingen hochmotiviert in dieses Derby und führten schnell mit 2:0. Die Gäste ließen sich aber davon nicht beeindrucken und konnten durch Robin Ludwig sowie Nick Hoffmann zum 2:2 ausgleichen. Besonders der Einsatz von Moritz Assmann machte sich positiv bemerkbar, der Kapitän war allein schon durch seine Präsenz auf dem Spielfeld, besonders für die jungen Eberswalder Spieler wichtig. 

 

Die Spieler des Gastgeberteams waren denen der Eberswalder körperlich überlegen und sie packten auch kräftig zu. Ein vergebener Siebenmeter der Freienwalder und eine Strafzeit gegen die Hausherren nutzten die Barnimer in der 10. Minute zu ihrer ersten Führung (3:4). Misa Skenderi verwandelte seinen ersten von insgesamt vier Siebenmetern für den 1. SV. Nach dem anschließenden Ausgleich der Kurstädter konnte Nick Hoffmann, der ein gutes Spiel gegen seinen ehemaligen Verein machte, die Eberswalde noch ein Mal mit 4:5 (12. min.) in Führung bringen. Das war auch, wie sich im Nachhinein herausstellte, die letzte Führung de Gäste an diesem Tag.

Mit drei Toren in Folge holten sich die Hausherren die Führung (7:5) zurück. Mit einer schönen Einzelleistung konnte Robin Ludwig den Anschlusstreffer zum 7:6 erzielen, doch danach wurde der Gastgeber immer stärker. Während die Jahn-Mannschaft ihre Chancen resolut zu Toren nutzt, steigt die Fehlerquote bei den Gästen. Drei Tore hintereinander bringen den Gastgebern erstmals eine 4-Tore-Führung (10:6, 18. min.). Moritz Assmann und Daniel Rethfeldt können noch ein Mal auf 10:8 verkürzen, aber dichter lassen die Kurstädter den Gegner nicht heran kommen.

Beim 1. SV kommt jetzt für den glücklos agierenden Carsten Meyer Sebastian Hinz ins Tor. Aber auch er kann es nicht verhindern, dass sich das Jahn-Team immer weiter absetzt. Die Gästemannschaft produziert zu viele Fehler im Angriffsspiel die von den Gastgebern dann konsequent bestraft werden. 12:8 und 14:9 sind die nächsten Zwischenstände zum Ende der ersten Halbzeit. Julian Kuhlmann gelingt dann sogar in Unterzahl ein Treffer zum 14:10. Mit 15:10 für den Gastgeber geht es dann in die Halbzeitpause. Die Freienwalder hatten diese Führung in erster Linie ihren körperlichen Vorteilen zu verdanken und mit einem härteren Einsatz, ohne dabei aber unfair zu agieren, beeindruckten sie den 1. SV.

 

Nick Hoffmann eröffnete mit seinem Tor für den 1. SV den Torreigen der zweiten Halbzeit. Doch Johann Bergk (Schewtschuk), der ehemalige Eberswalder brachte das Gastgeber-Team mit zwei Toren 17:11 in Front. Er machte gegen seine ehemaligen Kollegen ein gutes Spiel, doch seine Jubelszenen wirkten etwas deplatziert.

Die Tordifferenz wurde jetzt langsam größer, beim 20:12 (36. min.) waren es bereits acht Tore Abstand die zwischen beiden Teams lagen. Moritz Assmann war es jetzt besonders, der sich gegen die drohende heftige Niederlage stemmte. Mit den Toren 12, 13 und 14 verhinderte er einen noch größeren Torrückstand. Aber auch er kann es aber nicht verhindern, dass durch zu viele Fehler im Angriffsspiel, die Gastgeber zu schnellen und einfachen Toren kommen. Kaum ein Angriff der Gästemannschaft wird mit einem Torwurf abgeschlossen. Damit haben die Eberswalder auch keine Chance den Torabstand zu verkürzen.

Die sieben Tore Differenz können die Gäste aber bis zum 24:17 in der 44. Minute halten. Trainer Heiko Kallies wechselt jetzt wieder die Torhüter und bringt noch ein Mal Carsten Meyer. Auch bei den Feldspielern wird kräftig rotiert. Alle Eberswalder Spieler bekommen so noch eine Einsatzzeit. Einzig Moritz Assmann spielte die 60 Minuten durch, nach sechswöchiger Verletzungspause eine starke Leistung des Kapitäns. Mit dem 34:24 Endstand sind es zum Spielschluss dann doch noch 10 Tore Differenz geworden.

 

Für die Eberswalder steht am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel gegen den HSV Wildau 1950 das letzte Punktspiel der Saison 2017/18 auf dem Programm. Nach dieser verkorksten Spielserie sehnen sich alle Spieler und Verantwortlichen nach dem Saisonende. Vielleicht können sich aber alle noch ein Mal aufraffen und mit einem Sieg die Saison beschließen. Spielbeginn ist diesmal erst um 18.30 Uhr. Um 14 Uhr bestreitet die zweite Mannschaft des 1. SV Eberswalde ihr letztes Spiel gegen die Bernauer Bären.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Sebastian Hinz, Carsten Meyer; Krystian Jonas, Nick Hoffmann (5), Klaus-Thomas Kowalsky, Julian Kuhlmann (1), Moritz Assmann (5), Daniel Rethfeldt (2), Misa Skenderi (7/4), Robin Ludwig (2), Tim Wielsch (1),  Robin Wielsch (1), Paul Glase, Max Zantow,

7-Meter   1. SV Eberswalde : 4/4,  Jahn Bad Freienwalde: 3/2

Zeitstrafen  1. SV Eberswalde: 2,   Jahn Bad Freienwalde: 6 + 1x Rot


Nichts Neues aus dem Sportzentrum Westend

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 21:31 (09:14)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde hat es auch im 20. Saisonspiel nicht geschafft, den ersten Sieg einzufahren und verlor das Heimspiel gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst am Ende klar mit 21:31. Damit bleiben die Barnimer weiterhin ohne einen Punkt auf dem letzten Platz der Barnimliga. Jetzt haben die Eberswalder nur noch in Freienwalde und zu Hause im letzten Saisonspiel gegen Wildau die Möglichkeit vielleicht doch noch einen Punk zu erringen.

Im Spiel gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst mussten die Eberswalder weiterhin auf ihren stärksten Angreifer Moritz Assmann sowie auf Torhüter Carsten Meyer verzichten. Für Carsten Meyer stellte sich der Trainer der zweiten Mannschaft Jens Müller als zweiter Torhüter zur Verfügung. Er kam aber nicht zum Einsatz, weil Sebastian Hinz im Tor des 1. SV durchspielte und eine starke Leistung bot.

 

Die Spielgemeinschaft aus Ahrensdorf, einem Ortsteil von Ludwigsfelde aus dem Landkreis Teltow-Fläming, sowie aus Schenkenhorst, einem Ortsteil der Gemeinde Stahnsdorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark, hatte in der Eberswalder Sporthalle den besseren Start erwischt und führte in der 15. Minute mit 7:0.Die Gastgeber konnten die gut organisierte Deckung der Gäste einfach nicht überwinden. Die Aufbaureihe der Eberswalde kam gegen die großgewachsenen Spieler der HSG lange nicht zum Zuge. Die Südbrandenburger brachten dagegen immer wieder ihre Kreisläufer in gute Positionen und die nutzten dann ihre Chancen zum Torerfolg. Paul Glase gelang nach knapp 15 Minuten das erste Tor für die Heimmannschaft. Das Team des 1. SV kam danach auch zu guten Chancen, aber die Hausherren nutzten sie nicht. Misa Skenderi vergibt einen Siebenmeter, Julian Kuhlmann bringt einen Abpraller vom Gästetorwart im Kasten der HSG nicht unter und auch Paul Glase scheitert bei einem schnellen Konter.

 

Ahrensdorf/Schenkenhorst hat weiter ein leichtes Spiel und keine Mühe den klaren Vorsprung zu verteidigen bzw. sogar noch auszubauen. Das gute Zusammenspiel der Gästeaufbauspieler mit ihren Kreisspielern funktioniert weiterhin bestens und die Eberswalder Deckung bekommt keinen richtigen Zugriff. So geht es bis zu 25. Minute und einem 5:14 Rückstand für die Gastgeber. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause dann die beste Phase der Eberswalder. Mit vier Toren in Folge, je zwei von Julian Kuhlmann und Maximilian Stooß, können sie den Rückstand auf 9:14 verkürzen.

 

Den Schwung aus der Endphase der ersten Halbzeit nehmen die Gastgeber mit in die zweite Hälfte. Erneut ist es Paul Glase der das erste Tor der Heimmannschaft erzielt. Danach trifft Nick Hoffmann dreimal und das Gastgeberteam ist wieder in Schlagdistanz. Beim 12:15 und beim 13:16 sind die Eberswalder bis auf drei Tore heran gekommen. In der 38. Minute dann ein Schock für die Gastgeber und ihrem treuen Anhang. Lukas Boldt, der bis dahin auf der linken Aufbauposition ordentlich gespielt hatte, verletzt sich am Knöchel und muss ins Krankenhaus gebracht werden. 

Dadurch wird die Aufholjagd der Barnim gestoppt. Aus dem 13:16 wird ein 14:19 und die Mannschaft von der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst hat wieder Oberwasser bekommen. Nach 43. Minuten stand es trotzdem aber nur 16:20 und es war noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Gäste machen aber weiter Druck und immer wieder spielen sie sich durch die löchrige Deckung der Gastgeber. Sie vergrößern den Abstand zum 1. SV weiter.

Nach 50 Minuten ein weiterer Schock für die Heimmannschaft, Nick Hoffmann, der in der zweiten Halbzeit stark spielte, verletzt sich ebenfalls und kann nicht mehr eingesetzt werden. Nun fehlen den Barnimern beide Aufbauspieler und die cleveren Gäste nutzen jetzt die entstandenen Unsicherheiten in den Reihen der Gastgeber aus. Über die Stationen 17:25 und 19:29 erzielen sie einen klaren 31:21 Erfolg, der am Ende etwas zu hoch ausfiel.

 

Die Mannschaft und die Eberswalder Fans haderten mit den beiden Schiedsrichtern und ihren Entscheidungen, mit denen sie sich benachteiligt fühlten. Aber in erster Linie müssen die Eberswalder die Schuld an der Niederlage bei sich selber suchen, zu viele Fehler im Spielverlauf verhinderten einen mögliches Erfolgserlebnis. Jetzt wird bei den beiden restlichen Partien die Personaldecke der Eberswalder immer dünner und somit die Chance auf einen Punktgewinn wird immer unwahrscheinlicher. Gegen die starken Freienwalder am nächsten Sonnabend in der Kurstadt wird es somit fast unmöglich für die Barnimer etwas Zählbars mitzunehmen.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Sebastian Hinz, Jens Müller; Lukas Boldt (2), Krystian Jonas, Nick Hoffmann (3), Julian Kuhlmann (2), Daniel Rethfeldt (1), Misa Skenderi (1), Robin Ludwig (1), Tim Wielsch,  Robin Wielsch, Paul Glase (4), Maximilian Stooß (5), Max Zantow (2),

7-Meter   1. SV Eberswalde : 1/0,  Ahrensdorf/Schenkenhorst: 2/1

Zeitstrafen  1. SV Eberswalde: 4,   Ahrensdorf/Schenkenhorst: 2


Auch beim Tabellenvorletzten kann der 1. SVE nicht gewinnen

Brandenburgliga: SV Berolina Lychen - 1. SV Eberswalde 29:21 (12:10)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde hat sich am Sonnabend die 19. Saisonniederlage in Folge bei der Berolina Lychen abgeholt. Mit einem am Ende klaren 29:21 Sieg können die Uckermärker weiter auf den Klassenerhalt hoffen, während der 1. SV Eberswalde weiter auf seinen ersten Sieg warten muss.

Das Spiel in Lychen sollte für den 1. SV endlich den ersten Sieg in der diesjährigen Saison bringen. Die Gastgeber wollten sich aber die Chance zu einem Sieg nicht entgehen lassen und sich damit noch eine kleine Möglichkeit zum Klassenerhalt erhalten. Mit einem Start-Ziel-Sieg gelang ihnen das auch.

Für die Gäste aus dem Barnim begann das Spiel dabei noch recht ordentlich. Die Lychener konnten zwar sofort in Führung gehen, aber die Barnimer kamen immer wieder zum Anschlusstreffer. Nach 12 Minuten stand es 4:3 und es war ein recht ausgeglichenes Spiel zwischen den beiden Tabellennachbarn.

So ging es weiter bis zum 7:6 in der 15. Minute. Danach gelang den Uckermärkern beim 9:6 erstmals eine Drei-Tore-Führung. Nach 22 Minuten hatten sich die Eberswalder aber wieder auf 10:9 herangekämpft. Paul Glase, Lukas Boldt und Misa Skenderi per Siebenmeter hatten mit ihren Toren für den Anschluss gesorgt. Zur Pause stand es 12:10 in der Lychener Sporthalle für die Gastgeber.

 

„Trotz der vernünftigen ersten Halbzeit haben wir wieder einmal zu viele Chancen liegengelassen. Wir hätten locker beim Halbzeitpfiff auch mit 14:10 führen können. Unsere Fehlwürfe nutzten die Hausherren sehr oft zu schnellen Kontertoren, so dass wir ins Hintertreffen gerieten.“  beurteilte Trainer Heiko Kallies die erste Halbzeit im Nachhinein.

 

In der zweiten Halbzeit wollten es die Kallies-Schützlinge dann besser machen. Aber es gab in diesem Spiel zu viele Schwachpunkte in der Eberswalder Mannschaft. So waren z.B. Tore von der Linksaußenposition Fehlanzeige bei den Gästen und auch von der rechten Seite gab es wenig Unterstützung. Einzig der auf der halbrechten Aufbauposition agierende Lukas Boldt konnte mit vier Toren noch überzeugen. Mit dem ersten Tor in der zweiten Halbzeit durch Maximilian Stooß, schaffte der 1. SV noch einmal den Anschlusstreffer zum 12:11. Danach vergrößerte die Berolina-Mannschaft konstant die Tordifferenz. Von 12:11 auf 14:11 und nach 38 Minuten führten die Hausherren mit 18:14. Nach dem 19:15 kamen die Barnimer noch einmal auf 19:17 heran und damit keimte noch einmal Hoffnung. Doch mit sieben Toren in Folge, innerhalb von nur acht Minuten, schafften die Gastgeber mit dem 26:17 mehr als eine Vorentscheidung in diesem Match. Der Torhüter der Gastgeber, der ehemalige Eberswalder, Nicos Kulitzscher steigerte sich zu einer tollen Leistung und entnervte die Eberswalder Angreifer. Mit seinen Paraden und der schnellen Einleitung von Konterangriffen, hatte er einen Hauptanteil an dem Zwischenspurt der Lychener.

 

Der 1. SV produzierte in der zweiten Halbzeit einfach zu viele technische Fehler. Einzig Maximilian Stooß, Daniel Rethfeldt und Nick Hoffmann konnten auf Seiten der Eberswalder noch Akzente setzen. Auch die beiden Torhüter Carsten Meyer und Sebastian Hinz boten eine solide Partie. Überraschend für die Gäste aus dem Barnim war der Einsatz des großgewachsenen Jan Wendland am Kreis der Gastgeber. Immer wieder geschickt angespielt, verwandelte er seine Chancen eiskalt. Die Eberswalder versuchten mit verschiedenen Deckungsvarianten das Spiel der Gastgeber zu stören, aber es gelang ihnen an diesem Tag einfach nicht. So war die im Spiel gegen Bad Liebenwerda gut funktionierende 3:3 Deckung diesmal völlig wirkungslos. Die Beine der Gäste wurden jetzt auch schwerer und es fehlte in den letzten 10 Minuten der unbedingte Wille dem Spiel noch eine Wende zu geben. So brachte das Team von Berolina Lychen den Sieg sicher nach Hause. Mit dem 29:21 fiel er am Ende vielleicht etwas zu hoch aus, aber mit den „berühmten schwachen 10 Minuten“, des 1. SV war er am Ende aber für die Gastgeber verdient.

 

„Uns fehlen einfach ein, zwei starke und torgefährliche Aufbauspieler für den Rückraum,“ so Trainer Heiko Kallies zum Spielverlauf in diesem Abstiegsduell der Brandenburgliga. Diesen Mangel muss die Mannschaft in der neuen Saison in der Verbandsliga unbedingt abstellen, damit sie wieder erfolgreich auftrumpfen kann. Auch muss die Chancenverwertung wesentlich verbessert werden, denn auch in der zurückliegenden Saison wurden viele Spiele dadurch verloren. Die Fans halten aber weiterhin zu ihrer Mannschaft und auch beim bedeutungslosen Spiel in Lychen begleiteten wieder etwa 30 Fans ihr Team und unterstützten es. Für die letzten drei Spiele geht es nun bei den Eberswaldern nur noch darum, zu versuchen mit einem Sieg vielleicht noch einmal ein Erfolgserlebnis einzufahren. Am 21.4. zu Hause gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst, am 28.4. im Derby beim SV Jahn Bad Freienwalde und zum Abschluss der Spielserie 2017/18 am 5.5. zu Hause gegen den HSV Wildau haben die Spieler des 1. SV Eberswalde dazu noch die Gelegenheit.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Sebastian Hinz, Carsten Meyer; L ukas Boldt (4), Krystian Jonas, Nick Hoffmann (1), Julian Kuhlmann, Daniel Rethfeldt (1), Misa Skenderi (7/7), Robin Ludwig (1), Tim Wielsch (1),  Robin Wielsch, Paul Glase (3), Maximilian Stooß (3), Max Zantow,

7-Meter   1. SV Eberswalde : 7/7,  Lychen: 4/3

Zeitstrafen  1. SV Eberswalde: 4,   Lychen: 6


Tolle Leistungssteigerung in Bad Liebenwerda

Brandenburgliga: HC Bad Liebenwerda - 1. SV Eberswalde 28:24 (16:10)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde hat sich am Sonntag, nur gut 16 Stunden nach dem Sonnabendspiel, für die schwache  Leistung gegen den HC Rangsdorf rehabilitiert. Leider wurden sie wiederum nicht dafür belohnt und mussten mit leeren Händen die Rückreise antreten. Trotz insgesamt 17 Zeitstrafen war es eine harte, aber nicht unfaire Partie.

Das Spiel am Samstag gegen die Rangsdorfer hatte die spielerischen Defizite des 1. SV sichtbar gemacht und am Ende waren auch nachlassende Kräfte dafür verantwortlich, dass die Eberswalder das Spiel klar verloren. Man musste daher befürchten, dass die Barnimer am Sonntag in Bad Liebenwerda keine Kraftreserven mehr haben. Doch weit gefehlt, denn das Team des 1. SV trat wie verwandelt auf. „Das war eine Steigerung um 100 % gegenüber dem Vortag,“ analysierte Trainer Heiko Kallies die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spiel. „Aber wir haben das Spiel selbst verloren, weil unsere Chancenverwertung wieder ein mal sehr schlecht war,“ so der Trainer weiter. Die Eberswalder bewiesen eine tolle Moral, lösten die Blockade in ihren Köpfen und lieferten eine starke kämpferische Partie ab.

Nick Hoffmann (0:1) und Maximilian Stooß (1:2) brachten ihr Team zwei mal in Front. Nach der ersten Führung der Gastgeber (3:2) konterte der 1. SV noch ein mal durch Hoffmann und Stooß zur erneuten Eberswalder Führung (3:4). Auch in der Folgezeit legte das Barnimer Team jeweils ein Tor zur Führung vor (4:5. 5:6, 6:7 und 7:8) und die Gastgeber konnten anschließend nur ausgleichen. Die Chance zur Zwei-Tore- Führung vergaben die Eberswalder beim Strafwurf (15.min.).

Danach  konnten die Hausherren die Führung wieder übernehmen. Mit sechs Toren in Folge zogen die Gastgeber auf 13:8 davon. „Die letzten 10 Minuten der 1. Halbzeit haben wir sehr undiszipliniert gespielt,“ beurteilt Heiko Kallies diese Phase. Während die Spieler des  HC Bad Liebenwerda ihre Chancen nutzten, vergaben die Gäste ihre leichtfertig. Mit einem unnötigen 16:10 Rückstand, aus Sicht der Gäste, wurden die Seiten gewechselt.

 

Bei den Eberswaldern war kein Kräfteverschleiß bemerkbar und auch die Leistung der beiden Torhüter Sebastian Hinz und Jonas Nagy war in Ordnung, einzig die Ausnutzung der Chancen bemängelten die Eberswalder Trainer in der Pause.

 

Mit Wiederbeginn vergrößerte das Gastgeberteam erst ein mal ihren Vorsprung. Bis maximal acht Tore konnten sie die Differenz ausweiten, 22:14 nach 40 Minuten, und die Partie schien zeitig entschieden. Doch der 1. SV gab sich noch nicht geschlagen. Die Eberswalder stellten ihre Deckung auf ein 3:3-System um. In der Folge gelangen ihnen dadurch viele Ballgewinne und sie kamen dem Kontrahenten immer näher. Aber auch in dieser Phase waren die Barnimer bei der Chancenverwertung nicht konsequent genug. Allein drei Siebenmeter und mehrere sogenannte 100%-ige wurden nicht genutzt. So lagen die Eberswalder sechs Minuten vor dem Ende noch mit fünf Treffern (26:21) im Rückstand. Mit einer tollen Energieleistung, die man den Barnimern nach dem Kräfte zehrenden Wochenende nicht zu getraut hatte, kamen sie auf 26:24 heran. In den letzten beiden Minuten machten die Gastgeber mit Glück und Routine den Sieg (28:24) perfekt und verhinderten eine negative Überraschung. Hätten die Eberswalder ihre hochkarätigen Chancen besser genutzt, wer weiß wie dieses Spiel ausgegangen wäre. Diese Leistung macht den Trainern Hoffnung für die nächste Saison. Die Mannschaft bleibt zusammen und zwei bis drei Spieler aus der zweiten Mannschaft werden das Team noch  verstärken.

 

Die Stimmung in der Mannschaft des 1. SV ist trotz der schlechten Saison immer noch gut. Am kommenden Wochenende müssen die Eberswalder in die Uckermark reisen. Der Vorletzte SV Berolina Lychen erwartet die Barnimer zum Abstiegsderby. Die junge Eberswalder Mannschaft will mit einem Auswärtssieg ihre Niederlagenserie endlich beenden. „Mit 0 Pluspunkten wollen wir auf keinen Fall die Brandenburgliga verlassen,“ so noch ein mal Trainer Heiko Kallies. Auch in Bad Liebenwerda waren wieder 15 der treuesten Eberswalder Fans mitgereist um ihre Mannschaft zu unterstützen. Trainer Steffen Schnelle dazu: „ Respekt und Danke an die Fans.“

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Sebastian Hinz, Jonas Nagy; Lukas Boldt (1), Krystian Jonas, Nick Hoffmann (5), Julian Kuhlmann, Daniel Rethfeldt (1), Misa Skenderi (9/3), Robin Ludwig (2), Tim Wielsch (1),  Glase (1), Maximilian Stooß (4), Max Zantow,

7-Meter   1. SV Eberswalde : 6/3,  Bad Liebenwerda: 5/5

 

Zeitstrafen  1. SV Eberswalde: 9,   Bad Liebenwerda: 8 + 1x Rot


Der 1. SV Eberswalde muss absteigen

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - SV Lok Rangsdorf 23:29 (10:15)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde hat auch die letzte theoretische Chance zum Klassenerhalt nicht nutzen können und verlor in eigener Halle gegen Lok Rangsdorf klar mit 23:29. Während die Gäste aus Rangsdorf sich mit diesem Sieg den Klassenerhalt gesichert haben, müssen die Eberswalder den Gang in die Verbandsliga antreten. Damit gingen im 17. Spiel die Eberswalder zum 17. Mal als Verlierer vom Parkett.

Der 1. SV Eberswalde musste im  Spiel gegen die Rangsdorfer, ohne Moritz Assmann, Klaus-Thomas Kowalsky und Stammtorhüter Carsten Meyer antreten. Um es vorweg zu nehmen, das war eines der schlechtesten Spiele in dieser Saison, welches der 1. SV Eberswalde ablieferte. Es begann schon in der Anfangsphase des Spieles. Nach gut sechs Minuten lag der Gastgeber mit 0:3 im Rückstand und die Eberswalder zogen früh die grüne Karte. Doch die Ansprache von Trainer Heiko Kallies bewirkte wenig, denn die Gäste trafen weiter.

Nach acht Minuten stand es 0:5 und Misa Skenderi erzielte nach 8:14 Minuten den ersten Treffer für den 1. SV.  Robin Ludwig traf zum 2:5 und die Eberswalder Zuschauer hofften auf eine weitere Verkürzung des Rückstandes. Doch wenig später hatten die Gäste den alten Torabstand beim 2:7 wieder hergestellt hatten. Die Rangsdorfer machten es den Barnimern mit ihrer sehr aggressiven 6:0 Deckung sehr schwer zum Torerfolg zu kommen. Die Eberswalder kamen gegen quirligen Gäste-Angreifer nicht so gut zum Zuge. So konnte das Lok-Team die solide Führung leicht verteidigen. 4:9, 7:12 und 9:14 waren die nächsten Stationen in diesem für die Barnimer so wichtigen Spiel. Hätten die Rangsdorfer eine bessere Chancenverwertung gehabt, dann wären die Gastgeber schon zur Halbzeit vorentscheidend mit 10 Toren im Rückstand geraten. So konnten die Eberswalder beim 10:15 Halbzeitstand immer noch auf positives Ende hoffen.

 

Dafür wäre aber eine deutliche Steigerung des Gastgebers in der weiten Halbzeit nötig gewesen. Das Niveau des Spieles war in der ersten Hälfte nicht besonders hoch und es wurde auch in der zweiten Hälfte nicht besser. Die Eberswalder waren an diesem Tag einfach nicht in der Lage, das Spiel herum zu reißen. Zu den spielerischen Defiziten gesellten sich auch konditionelle Schwächen, wahrscheinlich eine Folge der schlechten Trainingsbeteiligung einiger Spieler. Dadurch verteidigten die Gäste ihre Führung ohne großen Probleme.  Auch den Fünf-Tore-Abstand hielten die Rangsdorfer ohne großen Probleme und über die Zwischenstände 12:17 sowie 13:18 führten sie nach 41 Minuten mit 15:20.

Mit einem kleinen Zwischenspurt schafften die Gäste mit drei Toren zum 15:23, die Vorentscheidung in diesem Spiel. Es waren nur noch 15 Minuten zu spielen. Die Hausherren konterten noch einmal, mit ebenfalls drei Toren in Folge, und stellten den alten Abstand (18:23) wieder her. Doch das Wechselspiel ging weiter. Beim 18:25 waren es wieder sieben Tore Differenz und die letzten Hoffnungen der Gastgeber waren im Keim erstickt.

In den letzten 10 Spielminuten wollten die Gastgeber mit Gewalt noch eine Resultats Verbesserung erreichen. Doch spielerische Defizite und nachlassende Kräfte verhinderten das. Die zahlreichen Fehlwürfe der Eberswalder nutzten die Rangsdorfer zu mehreren erfolgreichen Konterangriffen. Am Ende stand ein ernüchterndes 23:29 Endresultat an der Anzeigentafel des Eberswalder Sportzentrums.

Damit ist die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Brandenburgliga für die Eberswalder vertan. Jetzt können die Barnimer ohne großen Druck die restlichen fünf Spiele absolvieren. Das nächste wartet schon 16 Stunden nach dem Abpfiff des Sonnabendspieles gegen Rangsdorf, am Sonntag Vormittag in Bad Liebenwerda auf den 1. SV Eberswalde.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Sebastian Hinz, Igor Yezhov; Krystian Jonas (2), Nick Hoffmann, Daniel Rethfeldt (2), Misa Skenderi (5/1), Robin Ludwig (3), Robin Wielsch, Tim Wielsch (3). Max Zantow, Julian Kuhlmann (2), Lukas Boldt (4), Paul Glase (2), Maximilian Stooß,

7-Meter 1. SV Eberswalde : 1/1,  Rangsdorf: 1/1

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 3,   Rangsdorf: 2


Eberswalde wurde erst nach 45 Minuten wach

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - HSG RSV Teltow/Ruhldorf 27:33 (10:16)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Die Handballer des 1. SV Eberswalde haben erneut nicht gewinnen können und kassierten gegen den Tabellenzweiten HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf eine 27:33 Niederlage. Schon zur Halbzeit lagen die Gastgeber im Eberswalder Sportzentrum mit 10:16 zurück. Die Barnimer hatten sich gegen das Team von Teltow/Ruhlsdorf wenig Chancen ausgerechnet, denn zu übermächtig schien der Gegner aus dem Landkreis Potsdam Mittelmark. Mit den beiden TopTorschützen Enrico Bolduan und Sascha Klimczak, die auch schon Zweitligaerfahrung nachweisen können, waren die Gäste nach Eberswalde angereist. Das die Eberswalder Respekt hatten war verständlich, denn die Gäste hatten bisher nur zweimal verloren (beide Spiele gegen Bad Freienwalde), dem Spitzenreiter HC Spreewald drei Punkte abgeknöpft und auch das Hinspiel in Stahnsdorf klar und deutlich mit 34:22 gegen den 1. SV  Eberswalde gewonnen. 

 

Das Spiel in der nur halbvollen Eberswalder Sporthalle begann verhalten und beide Mannschaften brauchten eine Weile um sich zu finden. Nach knapp vier Minuten fiel dann endlich der erste Treffer des Spieles und die Gäste führten mit 0:1.

Das Spiel der Gastgeber war von viel Nervosität geprägt und das zeigte sich besonders im Angriff, wo sie viele Fehlwürfe und auch technische Fehler produzierten. Während die Deckung noch recht gut stand, wurden aber im Angriff zu viele Fehler von den Barnimern gemacht. Während Carsten Meyer, der Eberswalder Torhüter und in diesem Spiel der stärkste Akteur seiner Mannschaft, einige tolle Paraden zeigte, nutzten seine Mitspieler ihre Möglichkeiten zu wenig. Trotzdem konnte der 1. SV vorerst verhindern, dass die Gäste vorentscheidend enteilen konnten. Auch nach dem 4:8 Rückstand (15. min.) kamen die Hausherren wieder auf 6:8 heran. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Teltower den Vorsprung dann doch auf 10:16 ausbauen.

 

Zu viele Schwachstellen gab es im Spiel der Gastgeber. Von den Außenpositionen kam fast keine Torgefahr denn nur drei Tore erzielten im gesamten Spiel die Außenspieler. Im Vergleich dazu die Gäste, hier erzielte der Rechtsaußen Baptiste Combaluzier allein 13 Tore. Auch von der halbrechten Aufbauposition entstand keine Torgefahr für das Tor der Gäste. Paul Glase der auf dieser Position für den verletzten Moritz Assmann spielte, konnte den Kapitän nicht ersetzen. Er bemühte sich, strahlte aber zu wenig Torgefahr aus und am Ende stand eine Null auf seinem Torkonto. Pech hatte Lukas Boldt, der fast mit dem Halbzeitpfiff noch ein schönes Tor erzielt hätte, wäre der Ball nicht an den Pfosten geprallt.

 

Den Wiederbeginn verschliefen die Gastgeber regelrecht. Mit drei Toren in Folge schafften die Gäste eine Vorentscheidung (10:19). Erst nach fast sieben Minuten schafften die Eberswalder durch Nick Hoffmann ihren ersten Treffer. Nach 38 Minuten stand es 11:21 und die Eberswalder nahmen eine Auszeit um Schlimmeres zu verhindern. Anschließend konnten sie wenigstens erreichen, dass die Tordifferenz nicht weiter anstieg. Doch besonders der Rechtsaußen der Teltow-Ruhlsdorfer sorgte dafür, dass nach 45 Minuten, beim 15:27, die maximale Tordifferenz von 12 Treffern erreicht wurde. Mit dazu beitrug auch ein Wechselfehler der Eberswalder, so dass sie zwei Minuten in doppelter Unterzahl spielen mussten.

Dann der von Robin Ludwig langersehnte erste Einsatz nach einer etwa halbjährigen verletzungsbedingten Auszeit. Und er führte sich gleich toll ein. Trotz der doppelten Unterzahl trifft er. Sein forsches Auftreten sowie das Tor wirken wie ein Weckruf für seine Mannschaft. Nach einem herausgeholten Siebenmeter, den aber Misa Skenderi nicht verwandeln konnte, trifft er aber danach wieder zum 16:27.

Das Eberswalder Team ist auf einmal hellwach und auch in der Deckung wird jetzt wieder aggressiv agiert. Beim 16:28 sind es zum letzten mal 12 Tore Differenz. Jetzt spielt der Gastgeber wie seine Fans es sich von Anbeginn an gewünscht hatten. Mit einem tollen Zwischenspurt und einem 7:0-Lauf schaffen es die Barnimer auf 23:28 heran zu kommen.

Der Gästetrainer Gregor Höfert nahm eine Auszeit, seine Unzufriedenheit war deutlich zu erkennen. Die Eberswalder versuchen jetzt ihre Chancen besonders über Maximilian Stooß am Kreis und über den Rechtsaußen Robin Ludwig zu nutzen. Die Eberswalder halten jetzt richtig dagegen und der Funke springt auch auf die Zuschauer über, die sich über die Leistungssteigerung ihres Teams freuen. Robin Ludwig trifft, ebenso wie Maximilian 

Stooß in der Endphase noch zwei mal und mit 27:33 geht das Spiel zu Ende.

 

Ein Spiel in dem der 1. SV Eberswalde zwei Gesichter zeigte. „In den ersten 40 Minuten spielten wir ideenlos und emotionslos. Wir hatten zu viel Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Gegner. Aber in den letzten 20 Minuten haben wir gut gespielt uns gewehrt und nicht abschießen lassen“, lautete der Kommentar von Trainer Steffen Schnelle nach dem Spiel.

Der Gäste-Trainer Gregor Höfert hatte seine Mannschaft schon vor dem Spiel gewarnt bis zum Schluss konzentriert zu bleiben. Er war ärgerlich über die zweite Halbzeit und sagte: “Wir schaffen es einfach nicht die Spiele konzentriert zu Ende zu bringen. Trotz der Leistungssteigerung der Eberswalder war unser Sieg nicht in Gefahr.“ Jetzt haben die Eberswalder ein Wochenende frei und können sich auf das nächste Heim-Spiel am 7. April gegen Lok Rangsdorf gut vorbereiten und sie sollten die letzten 20 Minuten aus dem Spiel gegen Teltow-Ruhlsdorf mit in die Vorbereitung übernehmen.

 

1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Sebastian Hinz;  Lukas Boldt (3), Krystian Jonas (1), Nick Hoffmann (4), Julian Kuhlmann (2), Daniel Rethfeldt (2), Misa Skenderi (2/2), Robin Ludwig (4/1), Robin Wielsch (2), Paul Glase, Maximilian Stooß (7), Max Zantow,  

 

7-Meter 1. SV Eberswalde: 4/3, Teltow/Ruhlsdorf: 3/2   

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 4, Teltow/Ruhlsdorf: 3


30 Tore für den 1. SV reichten nicht für den Sieg

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - SV Jahn Bad Freienwalde 30:34 (11:15)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Die Zahl des Tages war beim 1. SV Eberswalde die 30. Die Eberswalder warfen zum ersten Mal in dieser Saison 30 Tore, aber trotzdem gingen die Gastgeber wieder als Verlierer vom Feld. 30 Minuspunkte haben die Barnimer jetzt auch auf ihrem Konto und bleiben damit weiterhin die einzige Mannschaft ohne Punktgewinn.

Das Eberswalder Sportzentrum war bei diesem Derby sehr gut gefüllt und das lag in erster Linie auch an den zahlreichen Freienwalder Fans die mit angereist waren um ihr Team zu unterstützen. Der Gastgeber, der 1. SV Eberswalde, wollte wie in der vergangenen Saison, das Derby gegen das Team aus Märkisch Oderland gewinnen um noch die Restchance für den Klassenerhalt zu nutzen. Das Eberswalder Trainerteam konnte diesmal aus dem Vollen schöpfen, denn alle Spieler standen zur Verfügung. Die Gäste reisten als Tabellenvierter, punktgleich mit dem Dritten LHC II, an und wollten ihre Chance auf den dritten Platz bewahren. So waren alle Zuschauer in der Halle auf ein spannendes Spiel eingestellt. 

 

Die Freienwalder eröffneten durch Raik Höhne den Torreigen. Moritz Assmann konnte wenig später den Ausgleich für die Hausherren markieren. Nach gut fünf Minuten hatten die Gäste die Führung auf 1:4 ausgebaut. Moritz Assmann konnte zwar auf 2:4 verkürzen, doch Eric Sindermann und Johann Schewtschuk, die beiden torgefährlichsten Freienwalder Spieler, schraubten die Führung auf 2:6.

Die Gastgeber nahmen eine Auszeit, bekamen das Spiel anschließend besser in den Griff und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten. Ein Torwartwechsel beim 1. SV, Carsten Meyer kam für Sebastian Hinz, machte sich da auch positiv bemerkbar. Nach einer Viertelstunde führten die Kurstädter mit 6:9 und nahmen jetzt ihre Auszeit.

Die Eberswalder hatten jetzt langsam ihren Respekt vor dem scheinbar stärkeren Gegner verloren und hielten dagegen. Knapp zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff dann ein Schock für die Barnimer. Der Kapitän und bis dahin erfolgreichste Eberswalder Torschütze (5) Moritz Assmann, verletzte sich. Er musste ausscheiden und konnte nicht mehr im Laufe des Spieles eingesetzt werden, ein herber Verlust für den Gastgeber.  Maximal vier Tore ließen die Barnimer anschließend den Kontrahenten enteilen und mit einem 11:15 ging es in die Halbzeitpause.

 

Die Eberswalder kamen besser aus der Pause und verkürzten den Rückstand. Innerhalb von fünf Minuten waren die Gastgeber wieder voll im Rennen. Nick Hoffmann schaffte mit seinem Tor den Anschlusstreffer zum 15:16. Hätte er noch seinen Konter verwandelt, wäre für die Hausherren sogar der Ausgleich möglich . Doch die von den Eberswalder Fans erwartete Wende im Spiel blieb aus. Mit zwei Toren von Oliver Viert war die Führung der Oderländer wieder auf drei Tore ausgebaut (15:18).

In der folgenden Spielzeit konnte man dann auch den „kleinen Unterschied“ zwischen beiden Teams erkennen. Während die Eberswalder zu viele Chancen ungenutzt ließen, waren die Freienwalder bei der Ausnutzung ihrer Möglichkeiten weit effektiver. Allein Eric Sindermann und Johann Schewtschuk warfen insgesamt 15 Tore und damit fast die Hälfte der Treffer ihres Teams. Bei den Eberswaldern fehlte, nach dem Ausscheiden von Moritz Assmann, dagegen der Druck aus dem Rückraum. Lukas Boldt, der jetzt auf der rechten Aufbauposition agierte, konnte dagegen seinen Kapitän nicht ganz ersetzen. Trotzdem war er mit vier Toren in der zweiten Halbzeit recht erfolgreich. Auch stand die Deckung der Eberswalder in diesem Match nicht so sicher wie in einigen anderen Spielen davor. Zu leicht wurde es vielfach den Freienwalder Schützen gemacht und diese nutzten die Chancen eiskalt aus. Nach 40 Minuten hatten sich die Gäste eine 16:21 Führung herausgeworfen.

Wer jetzt in der Halle gedacht hatte, dass der Gastgeber in der Schlussphase mit fliegenden Fahnen untergehen würde, der irrte sich. Mit einem lobenswerten kämpferischen Einsatz hielten die Barnimer dagegen und verhinderten einen größeren Rückstand. Das ist deshalb schon bemerkenswert, da die Eberswalder Mannschaft ohne größeren Wechsel agierte, fast mit sieben Feldspielern auskam und einige Reservespieler gar nicht einsetzte. Die Kurstädter dagegen konnten es sich leisten, allen Feldspielern eine Einsatzchance zu geben und die kamen alle ausnahmslos  auch zu Torerfolgen. Immer wieder kamen die Gastgeber auf drei Tore heran (18:21 und 20:23), doch mehr ließen die Freienwalder nicht zu.

Bei einer Zeitstrafe der Eberswalder konnten die Gäste die Führung auf 20:25 ausbauen, aber der 1. SV kämpfte weiter und beim 24:27 (50. min.) waren es wieder nur drei Tore Differenz. Diese drei Treffer Vorsprung blieben dann bis zur Schlusssekunde bestehen. Erst fast mit dem Schlusspfiff erzielte Markus Block den letzten Treffer zum Endstand von 30:34.  So konnten die Gastgeber aber mit 19:19 die zweite Halbzeit noch ausgeglichen gestalten.

 

Der Sieg des SV Jahn Bad Freienwalde war, auch in dieser Höhe, verdient und sie können sich noch berechtigte Hoffnungen auf einen Podestplatz zum Abschluss der Saison machen. Für die Eberswalder Mannschaft sieht es dagegen, mit ihrem Punktekonto von 0:30, nicht so rosig aus und es sind nur noch sieben Spiele zu absolvieren. Das Unternehmen Klassenerhalt wird immer schwieriger. Jetzt folgen für den 1. SV Eberswalde zwei weitere Heimspiele in Folge. Am kommenden Samstag gegen das Team von Teltow/Ruhlsdorf und am 7. April gegen  Lok Rangsdorf.

 

1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Sebastian Hinz;  Lukas Boldt (4), Krystian Jonas (1), Nick Hoffmann (4), Julian Kuhlmann, Moritz Assmann (5), Daniel Rethfeldt (1), Misa Skenderi (9/4), Tim Wielsch, Robin Wielsch (2), Paul Glase (4), Maximilian Stooß, Max Zantow, 

Jahn Bad Freienwalde mit: Marcus Schultz; Johann Schewtschuk (8), Chris Mattias (1), Max Mattias (2), Grzegorz Kowalkowski (1), Oliver Viert (5), Raik Höhne (1), Marc Hieronimus (1), Leon Jagow (3), Eric Sindermann (7), Christian Krause (1), Markus Block (4)

7-Meter 1. SV Eberswalde: 4/4, Freienwalde: 1/1     

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 2, Freienwalde: 4


Starke Anfangsphase reichte nicht zum ersten Sieg

Brandenburgliga: Oranienburger HC II - 1. SV Eberswalde 30:24 (12:14)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde trat als Tabellenletzter beim Tabellenvorletzten dem Oranienburger HC II an und kassierte erneut eine Niederlage. Trotz einer starken Anfangsphase reichte es am Ende wieder nicht zu einem Sieg. Damit bleibt der 1. SV Eberswalde weiterhin punktlos auf dem letzten Tabellenplatz der Brandenburgliga. Für das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn Oranienburg hatten sich die Barnimer vorgenommen, den Bock umzustoßen und die ersten Pluspunkte einzufahren. Das Spiel vom vergangenen Wochenende in Lübbenau beim Tabellenführer HC Spreewald, war aus den Köpfen der Eberswalder Spieler verbannt und sie fuhren hoch motiviert nach Oranienburg.

 

Die Anfangsphase verlief sehr vielversprechend für die Gäste aus dem Barnim.  Misa Skenderi konnte den ersten Angriff der Eberswalder gleich erfolgreich abschließen und sein Team in Führung bringen. Auch als der Torschütze eine frühe Strafzeit absitzen musste, ließen die Eberswalder keinen Treffer zu und verteidigten die 2:1 Führung. Als die Barnimer wieder vollständig waren, erhöhte Paul Glase auf 1:3.

Es war ein hart umkämpftes Spiel und nach 12 Minuten hatten die Schiedsrichter schon drei gelbe Karten und drei Zeitstrafen, davon zwei gegen das Gästeteam, verhängt. Der 1. SV hatte inzwischen eine Vier-Tore-Führung  (3:7) herausgeworfen und das Spiel lief so wie es sich die beiden Trainer Heiko Kallies und Steffen Schnelle vorgestellt hatten. Es war Bewegung im Angriff und die 6:0-Deckung der Gastgeber wurde mehrmals vor erhebliche Probleme gestellt.

Nach dem 3:7 konnten die Oranienburger auf 5:7 verkürzen. Durch einen verwandelten 7-Meter von Skenderi, waren es wieder drei Tore Differenz für die Gäste. Eine Unterzahl des OHC nutzten die Eberswalder aus und zogen mit vier Toren in Front (6:10, 18. min.). In der 24. Minute erzielte der in diesem Spiel erfolgreichste Eberswalder Torschütze Maximilian Stooß das 9:12, erhielt aber anschließend eine Strafzeit und musste danach, ebenso wie auch wenig später Skenderi, eine zweite Zwei-Minuten-Strafe absitzen. Aus Sicherheitsgründen mussten die Eberswalder Trainer danach die Deckung umbauen.

Die beiden rot gefährdeten Skenderi und Stooß mussten aus dem mittleren Deckungsverband, in dem die beiden vorher hervorragend gearbeitet hatten, auf die Außenpositionen wechseln um eine mögliche Disqualifikation zu vermeiden. Dadurch gab es aber Probleme in der neu formierten Eberswalder Deckung. Skenderi und Stooß  fehlten jetzt in der Deckungsmitte merklich. Es gelang dadurch nicht die Führung weiter auszubauen und eventuell den Sack schon zeitig zuzubinden.

Leider hatten auch beide Eberswalder Torhüter nicht ihren besten Tag erwischt und waren nicht die gewohnte Stütze. Trotzdem verteidigten die Eberswalder ihre Führung und gingen mit einer Zwei-Tore-Führung (12:14) in die Halbzeitpause.

 

Die Eberswalder Trainer ließen mit Beginn der zweiten Halbzeit erst einmal alles beim alten. Doch vorne lief es nicht mehr wie in der ersten Halbzeit. Es wurde viel zu viel quer gespielt und es fehlte der Zug in die Tiefe.

Die Gastgeber, die sich Verstärkung aus der ersten Mannschaft geholt hatten, wurden stärker. Als es vorne nicht mehr so klappte, merkte man den Eberswalder Spielern an, dass ihre Köpfe nicht frei sind. Die vielen Misserfolge haben doch ihre Spuren hinterlassen. Die Mannschaft aus dem Barnim kämpfte bis zum Umfallen und verbrauchte dadurch viel Kraft, die später fehlte. In der 33. Minute, also nur drei Minuten nach Wiederbeginn, schafften die Gastgeber den 15:15 Ausgleich. Beim 16:16 durch Lukas Boldt waren die Gäste zum letzten Mal mit den Hausherren gleichauf (16:16). Mit fünf Toren in Folge zog der OHC anschließend mit 21:16 (42.) in Führung. Dieser Zwischenspurt hinterließ Wirkung bei den Gästen und die Partie war zeitig schon vorentschieden.

Im Eberswalder Deckungsverband war viel zu wenig Bewegung und es wurde der Nebenmann auch zu wenig unterstützt. Auch vorne mangelte es an Ideen und an dem Willen etwas zu wagen. Es wurde meist nur quer gespielt und so den Oranienburgern die Möglich gegeben, leicht Ballgewinne zu ermöglichen, die dann zu Kontern genutzt wurden. Die endgültige Vorentscheidung gab es nach 47 Minuten mit der  25:18 Führung der Hausherren. Es zeigten sich jetzt auch die ersten Resignationserscheinungen bei den Barnimern. In der letzten Viertelstunde verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung ohne in Gefahr zu geraten.

Mit neun erzielten Toren in der zweiten Halbzeit, erreichte der 1. SV eine sehr schwache Quote.  Mit 30:23 endete das Spiel zwischen dem Tabellenvorletzten und dem Tabellenletzten.

 

Jetzt wird es immer schwerer das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Für die Oranienburger, die mit ihrer Mannschaft in den nächsten Jahren noch große Pläne haben, war es ein wichtiger Sieg, für die Eberswalder eine Niederlage, die am Ende vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Am Ende war die Niederlage aber wegen der schlechten zweiten Halbzeit verdient.

 

Jetzt gilt es aber die richtigen Hausaufgaben zu machen um die nächsten Spiele couragiert anzugehen. Da kommt die Herausforderung am nächsten Spieltag zur rechten Zeit. Am Sonnabend um 16.30 Uhr kommt es im Eberswalder Sportzentrum zum Derby gegen den SV Jahn Bad Freienwalde. Sicher wird die Halle wieder gut gefüllt sein und vielleicht gibt es endlich einmal wieder für die Eberswalder Fans etwas zum Feiern.  Auch beim Spiel in Oranienburg waren wieder ca. 30 treue Eberswalder Fans dabei. Ein Sieg der Eberswalder würde sicher einiges in den Köpfen bewirken können und beim Restprogramm ist vielleicht noch die eine oder andere Überraschung möglich.

 

1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Sebastian Hinz;  Lukas Boldt (1), Krystian Jonas, Nick Hoffmann (2), Klaus Thomas Kowalsky, Julian Kuhlmann, Moritz Assmann (3), Misa Skenderi (5/2), Robin Wielsch (1), Paul Glase (4), Maximilian Stooß (7), Max Zantow

7-Meter 1. SV Eberswalde : 2/2, Oranienburg. 11/8

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 8, Oranienburg: 8


Angsthasenhandball führt zum Debakel

Brandenburgliga: HC Spreewalde - 1. SV Eberswalde 37:14 (16:08)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Der 1. SV Eberswalde fuhr als Tabellenletzter ohne großen Illusionen zum Tabellenführer HC Spreewald. Mit einer desolaten Leistung gab es eine nicht erwartete 14:37 Niederlage.  Mit der schlechtesten Saisonleistung mussten die Barnimer die Heimreise antreten. Der 1. SV Eberswalde musste im Auswärtsspiel beim Ligaprimus HC Spreewald ohne Moritz Assmann, Maximilian Stooß und Paul Klaus Kowalsky in Lübben antreten. Trotzdem hatte Trainer Heiko Kallies, der ohne die erkrankten Trainerkollegen Michael Wolff und Steffen Schnelle das Team coachte, eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung.

 

Von Beginn aber bewiesen die Spreewälder, warum sie an der Spitze der Brandenburgliga stehen. Mit einem wahren Sturmlauf zeigten sie den Eberswaldern ihre Grenzen auf. Nach sieben Minuten führten sie eigener Halle mit 5:0 und früh deutete sich schon die klare Niederlage der Barnimer an. Trainer Kallies nahm eine Auszeit um seine Spieler wach zu rütteln. Anschließend gelang zwar Lukas Boldt das erste Tor für die Gäste, aber zu bremsen waren die Hausherren nicht. Die machten einfach weiter mit ihrem Spiel und vergrößerten den Vorsprung immer weiter. 9:3 und 12:4 (20. min.) lauteten die nächsten Zwischenstationen. Die Gastgeber waren ihrem Konkurrenten in allen Bereichen haushoch überlegen. Es war eine Vorführung von Seiten des Spitzenreiters und eine bittere Lehrstunde für den Tabellenletzten. Tempo, Einsatz und Chancenverwertung die Spreewälder zeigten was eine Spitzenmannschaft ausmacht.

Die Spieler des 1. SV waren in keiner Phase des Spieles ein ebenbürtiger Gegner. Keiner nahm sein Herz in beide Hände und zeigte eine entsprechende Gegenwehr. Mit Angsthasenhandball bezeichnete Trainer Kallies das Spiel seines Teams. Von keiner Position seiner Mannschaft kamen die Impulse um den Gegner zu fordern. Ob im Aufbau, am Kreis oder von den Außenpositionen wurde der Gegner unter Druck gesetzt. Mit einem deprimierenden 6:18 für die Barnimer ging es in die Halbzeitpause.

 

Der Trainer hatte es in der Kabine schwer seine Mannschaft zu erreichen und ihnen für die zweite Halbzeit das fehlende aber nötige Selbstbewusstsein einzuimpfen.

 

Die Eberswalder konnten auch in der zweiten Halbzeit nicht über ihren Schatten springen, während der Gastgeber weiter sein Torkonto aufstocken konnte. Die wenigen Torchancen die sich die Kallies-Schützlinge erarbeiteten, wurden auch nicht konsequent genutzt. Sogar beide Siebenmeter und einige Konter konnten nicht im Tor des Spitzenreiters untergebracht werden. So ging es munter weiter in Halbzeit zwei. Während sich kein Eberswalder etwas zutraute, trafen die Gastgeber aus allen Positionen. Es konnte einem der Eberswalder Torhüter Carsten Meyer leidtun, der immer wieder keine Chance bei den Würfen der Spreewälder hatte. Dabei war Meyer noch der beste Spieler des 1. SV an diesem Tag. Der Tabellenführer strotzte vor Selbstbewusstsein und zeigte den jungen Eberswalder Spielern wie erfolgreicher Handball gespielt wird. Der Vorsprung wurde immer größer und in der 40. Minute waren es beim 25:8 bereits 17 Tore Differenz die der Gastgeber herausgeworfen hatte.  Der HC ließ auch in der Folgezeit nicht nach und vergrößerte den Vorsprung weiter. Nach knapp 50 Spielminuten war beim 33:10 bereits die Tordifferenz des Endergebnisses (23 Tore) erreicht. Die Eberswalder ergaben sich ihrem Schicksal, konnten aber in den letzten 10 Spielminuten wenigstens verhindern, dass der Vorsprung nicht noch höher wurde. Das lag auch mit daran, dass die Gäste einen Gang zurückgeschaltet hatten und auch allen Spielern noch eine Einsatzchance gaben. Mit der schlechtesten Saisonleistung holten sich die Eberswalder eine klare 14:37 Niederlage in Lübben beim Tabellenführer ab.

 

Heiko Kallies Trainer des 1. SV: „ Dieses Spiel heute war ein Rückschritt in unserer Entwicklung. Ich möchte mich hier auch bei den treuen Fans, die uns auch heute bei diesem aussichtslosen Kampf unterstützt haben, für die Leistung die wir heute abgeliefert haben, entschuldigen.“ Jetzt wird es die Hauptaufgabe der Eberswalder Trainer sein, die Köpfe der Spieler wieder frei zu bekommen, damit sie für die nächsten wichtigen Spiele wieder zur gewohnten Leistung zurück findet.

Schon am nächsten Sonnabend (3.3.) kann die Mannschaft zeigen, das dieses Spiel beim Spitzenreiter nur ein Ausrutscher war. Eine junge Mannschaft ist naturgemäß auch Schwankungen unterworfen und kann nicht immer Höchstleistungen vollbringen. Aber beim Tabellennachbarn, dem Vorletzten Oranienburger HC II, sollte sich das Team wieder zu einer guten Leistung aufraffen und vielleicht gelingt es der Mannschaft aus dem Barnim etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

 

1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Sebastian Hinz; Krystian Jonas, Nick Hoffmann (5), Daniel Rethfeldt (1), Misa Skenderi (1), Robin Wielsch (2), Tim Wielsch, Max Zantow, Julian Kuhlmann (1), Lukas Boldt (2), Paul Glase (2)

Strafwürfe:  1. SV Eberswalde : 2/0, HC Spreewald: 5/3

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 2, HC Spreewald: 0


Spannung bis zur letzten Sekunde

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - Lausitzer HC II 26:28 (14:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Am Anfang legte der 1. SV Eberswalde eine tolle Startphase hin und bei den Zuschauern im Eberswalder Sportzentrum keimten schon leise Hoffnungen auf die Beendigung der Niederlagenserie auf. Doch am Ende waren es die Gäste, die sich über einen Auswärtssieg freuten.

Die Mannschaft des 1. SV Eberswalde musste im Heimspiel gegen den LHC Cottbus auf einige Leistungsträger verzichten und ohne Moritz Assmann, Nick Hoffmann, Tim Wielsch sowie Paul Glase zum Spiel gegen die Lausitzer antreten. Aber von Resignation war bei den Barnimern nichts zu spüren. Die Spieler die das Vertrauen der Trainer bekamen, wollten die Chance nutzen und mit einem guten Spiel Selbstvertrauen für die nächsten wichtigen Spiele tanken.

 

Maximilian Stooß erzielte das erste Tor des Spieles und sorgte gleich für die richtige Stimmung in der Halle. Krystian Jonas konnte sogar auf 2:0 erhöhen. Die Cottbuser, die nur mit neun Spielern angereist waren, zogen beim 3:3 aber wieder gleich. Misa Skenderi erwies sich als sicherer Siebenmeterschütze und brachte das Heimteam wieder mit zwei Toren in Front (5:3). Die Lausitzer verkürzten auf 5:4, doch dann sind die Eberswalder wieder am Drücker. Daniel Rethfeldt bringt zwar einen Konter nicht im Tor der Gäste unter, macht aber anschließend trotzdem das 6:4 und läutet einen furiosen Zwischenspurt des 1. SV ein. Bis auf 9:4 ziehen die Barnimer davon und die Cottbuser zeigen Nerven. Sie bringen sogar einen Siebenmeter im Tor vom gut haltenden Carsten Meyer nicht unter und Robin Wielsch erhöht den Spielstand anschließend sogar auf 10:4.

Leider verletzt sich Carsten Meyer anschließend und kann in den letzten 10 Spielminuten der ersten Halbzeit nicht mehr eingesetzt werden. Für ihn kommt jetzt Sebastian Hinz ins Tor des 1. SV.

Die Cottbuser Bank reagiert und nimmt eine Auszeit. Die kurze Pause hat den Gästen gut getan, sie kommen auf 10:7 heran. Jetzt nehmen die Eberswalder eine Auszeit um den Lauf der Lausitzer zu unterbrechen. Doch die Eberswalder zeigen auch Nerven und leisten sich einige Fehler im Angriff. Die cleveren Cottbuser nutzen dies eiskalt aus und nach 23 Minuten haben sie beim 10:10 wieder den Ausgleich erzielt. Besonders die beiden Cottbuser Max Kröning (8 Tore) und Sven Haase (7 Tore) bekommen die Gastgeber oft nicht in den Griff.

Nach sieben torlosen Minuten der Barnimer und dem 6:0-Lauf der Gäste treffen die Gastgeber wieder. Nachdem Lukas Boldt nur den Pfosten getroffen hatte, können Misa Skenderi und Robin Wielsch ihre Konter erfolgreich abschließen und den 1. SV mit 11:10 in Führung werfen. Doch ein weiteres Mal lassen die Südbrandenburger ihren Gegner nicht so weit enteilen, und kommen schnell zum erneuten Ausgleich (26. min., 12:12). Maximilian Stooß erzielt das letzte Tor der ersten Halbzeit und beschert seinem Team eine knappe aber verdiente 14:13 Führung.

 

Die Gäste haben in der zweiten Hälfte den besseren Start und holen sich mit zwei Toren in Folge die erste Führung (14:15) in diesem Spiel. Doch die Gastgeber haben gemerkt, dass sie in diesem Spiel gegen den hohen Favoriten nicht chancenlos sind. Lukas Boldt wirft den 15:15 Ausgleich, doch eine Zeitstrafe gegen die Barnimer nutzen die Gäste zum 15:17. Carsten Meyer der ins Tor des 1. SV zurück gekehrt ist, gibt seiner Mannschaft wieder mehr Rückenhalt. Doch auch er kann es nicht verhindern, dass sein Team nach 45 Minuten mit 17:21 in Rückstand gerät. Die Partie scheint schon vorentschieden zu sein, doch die Gastgeber geben sich noch nicht geschlagen. Trotz einiger Fehlwürfe kommen sie wieder näher heran. Misa Skenderi und Ben Hanisch verkürzen auf 19:21. Zehn Minuten vor dem Ende steht es 20:23, doch Robin Wielsch mit zwei Treffern in Folge bringt den 1. SV wieder auf ein Tor heran. Eine spannende Schlussphase wird jetzt eingeläutet. Durch zwei Herausstellungen gegen die Cottbuser schaffen die Eberswalder es in Überzahl sich die Führung zurück zu erkämpfen. Misa Skenderi verwandelte auch seinen dritten Strafwurf und Daniel Rethfeldt trifft vom Kreis, es steht sieben Minuten vor dem Ende 24:23. In der Eberswalder Sporthalle ist es jetzt laut geworden, die Fans wittern eine positive Überraschung. Aber die beiden wurfgewaltigen Cottbuser Spieler Haase und Kröning holen die Führung (24:25) für ihre Mannschaft zurück. Noch ein Mal können die Eberswalder zum 25:25 ausgleichen. Carsten Meyer hält einen Konter der Lausitzer, trotzdem führen die Gäste zwei Minuten vor dem Ende mit 25:27.

Misa Skenderi, der erfolgreichste Eberswalder Spieler im Spiel, schafft den Anschlusstreffer zum 26:27 und es ist nur noch eine gute Minute zu spielen. Das Spiel scheint entschieden zu sein, da die Cottbuser im Ballbesitz sind. Doch sie vertändeln den Ball und die Heimmannschaft bekommt sogar noch die Chance zum Ausgleich. 30 Sekunden vor dem Abpfiff nehmen die Eberswalder Trainer eine Auszeit und besprechen die letzte Aktion.

Torhüter Carsten Meyer muss auf die Bank und für ihn kommt ein zusätzlicher Feldspieler. Mit sieben Spielern versuchen die Eberswalder noch zum Erfolg zu kommen. Daniel Rethfelt wird am Kreis freigespielt und hat die Chance zum Torwurf. Doch er wird gefoult, aber statt des von allen erwarteten Strafstoß-Pfiffs der Schiedsrichter lassen diese das Spiel weiterlaufen und die Gäste treffen in der letzten Sekunde ins leere Tor der Gastgeber. 26:28 statt eines möglichen 27:27.

 

Während die Lausitzer sich über ihren Erfolg freuen, ist den Spielern des 1.SV Eberswalde die Enttäuschung anzusehen. Wieder ein Mal standen sie so knapp vor einem Erfolgserlebnis und wieder wurde es nichts mit einem Punktgewinn. Die Mannschaft hat vorbildlich gekämpft, ist aber wieder dafür nicht belohnt worden.

Gäste-Trainer Eric Kozlowski: „Die Freude nach dem Schlusspfiff auf unserer Seite ist groß. Es war uns vorher schon klar, dass wir mit dem kleinen Kader es heute hier schwer haben werden. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit in der Abwehr gesteigert und sind dadurch gut ins Umkehrspiel gekommen. Am Ende waren wir einfach cleverer.“

Steffen Schnelle Trainer des 1. SV: „Dank an Steffen Pinkau und Ben Hanisch die sich bereit erklärt haben unsere schwach besetzte Bank zu unterstützen. In den entscheidenden Phasen haben die Spieler zu wenig Verantwortung übernommen. Die Fehler die die jungen Spieler gemacht haben, muss man ihnen zugestehen. Vorbildlicher der Kampfgeist auch beim drei-Tore-Rückstand. Schade das wir am Ende wieder nicht für eine gute Leistung belohnt wurden.“

 

1.SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Sebastian Hinz; Krystian Jonas (2), Daniel Rethfeldt (2), Misa Skenderi (8/3), Robin Wielsch (6), Maximilian Stooß (2), Max Zantow, Julian Kuhlmann, Lukas Boldt (5), Michael Wolff, Ben Hanisch (1), Stefan Pinkau

7-Meter 1. SV Eberswalde : 3/3, Cottbus: 4/3

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 2, Cottbus: 5


Der 1. SV Eberswalde muss weiter auf den ersten Sieg warten

Brandenburgliga: TSG Lübbenau 63 - 1. SV Eberswalde 32:24 (17:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Ohne Julian Kuhlmann, Lukas Boldt, Sebastian Hinz und Michael Wolff fuhr die Mannschaft des 1. SV Eberswalde zum fälligen Punktspiel in den Spreewald zum Ligakonkurrenten TSG Lübbenau. Mit einer 24:32 Niederlage kehrten sie nach Eberswalde zurück und müssen weiter auf den ersten Punktgewinn warten. Die Mannschaft des 1. SV Eberswalde wusste, dass es in Lübbenau sehr schwer werden würde beim Tabellenvierten zu bestehen. Trotzdem hatte sich das Team von Trainer Heiko Kallies vorgenommen, im Auswärtsspiel eine ordentliche Leistung zu abzuliefern. Mit nur einem Torhüter und elf Feldspielern traten die Barnimer in Lübbenau an. Nach seiner längeren Verletzungspause stand erstmals auch wieder Nick Hoffmann mit im Aufgebot. Er zeigte teilweise schon wieder eine recht ordentliche Leistung bei seinem ersten Einsatz nach der längeren Pause.

 

„Die ersten 25 Spielminuten haben wir ordentlich Handball gespielt“, resümierte Heiko Kallies nach dem Spiel. Die schnelle 2:0 Führung der Gastgeber egalisierten Paul Glase und Moritz Assmann zum 2:2 nach knapp vier Minuten. Nach dem 5:3 und 7:4 sah es so aus, als ob sich die Spreewälder absetzen könnten. Nach etwa 10 Minuten dann eine erhebliche Schwächung der Eberswalder Mannschaft. Kreisspieler Daniel Rethfeldt verletzt sich und kann im weiteren Verlauf des Spieles nicht mehr eingesetzt werden. Trotzdem, nur innerhalb von zwei Minuten, schafften die Barnimer den Ausgleich zum 7:7 (14. min.). Auch nach gut 20 Minuten sieht es für die Kallies Schützlinge beim 10:11 noch recht gut aus. Die Heimmannschaft ist beeindruckt von der Eberswalder Leistung und nimmt eine Auszeit.

Danach können sich die Lübbenauer auf drei Tore absetzen (14:11, 25. min.). Mit den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ist der Eberswalder Trainer überhaupt nicht zufrieden. „Wir haben in der Endphase vor der Halbzeitpause sehr undiszipliniert gespielt und damit ein besseres Halbzeitergebnis verspielt“, analysiert Heiko Kallies in der Pausenansprache. Mit einem 13:17 Rückstand gehen die Spieler des 1. SV in die Pause.

 

Das erste Tor der zweiten Halbzeit erzielten die Eberswalder, Robin Wielsch trifft zum 17:14. Diese drei Tore Differenz können die Gäste aus dem Barnim bis zum 20:17 (37. min.) halten. Dann vergrößern die Spreewälder ihre Führung auf fünf Tore Differenz (22:17) und beim 24:18 waren es erstmals sechs Tore Abstand. Carsten Meyer, der einzige Eberswalder Torhüter bekommt eine Zeitstrafe und Feldspieler Moritz Assmann muss für zwei Minuten ins Tor des 1. SV.  Die restlichen 10 Spielminuten sind dann bei den Eberswaldern von Undiszipliniertheiten geprägt. Keine Ordnung ist im Spiel der Eberswalder mehr zu erkennen. Sichere Torchancen werden nicht genutzt u.a. werden auch zwei Siebenmeter vergeben. Auch bekommen die Eberswalder die zweiten Bälle nicht unter Kontrolle und die Gastgeber nutzen dies im Gegenzug zu leichten Kontertoren. So wird aus dem 27:23 (52. min.) noch ein klarer 32:24 Endstand.

 

„Ein Sieg hier heute in Lübbenau war für uns nicht drin, aber wir haben die große Chance gehabt ein wesentlich besseres Ergebnis zu erzielen“, stellt Heiko Kallies nach dem Spiel fest. Trotz der klaren Niederlage war eine Steigerung gegenüber dem Spiel in Wildau zu erkennen. Nun muss die Mannschaft hoffen, dass beim nächsten Heimspiel gegen den LHC Cottbus endlich der erste zählbare Erfolg verzeichnet werden kann. „Wir werden in dieser Woche ordentlich trainieren und besonders unsere 2:4 Angriffsformation verbessern. Bisher hat das schon recht ordentlich geklappt, aber wir wollen da noch besser werden“, so noch einmal der Trainer der Eberswalder. Die Eberswalder bleiben weiter mit 0 Pluspunkten auf dem letzten Tabellenplatz. Aber der Oranienburger HC II (5 Punkte) und Lok Rangsdorf (6 Punkte) sind noch nicht uneinholbar enteilt. So bleibt weiterhin die Hoffnung auf den Klassenerhalt bei der Mannschaft des 1. SV Eberswalde bestehen.

 

1.SV Eberswalde mit: Carsten Meyer; Krystian Jonas, Nick Hoffmann (3), Klaus-Thomas Kowalsky, Moritz Assmann (6/2), Daniel Rethfeldt, Misa Skenderi (8/2), Tim Wielsch, Robin Wielsch (3), Paul Glase (3), Maximilian Stooß (1), Max Zantow

7-Meter 1. SV Eberswalde : 4/2, Lübbenau: 3/1

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 2, Lübbenau: 5


1. SV Eberswalde wieder ohne Punktgewinn

Brandenburgliga: HSV Wildau - 1. SV Eberswalde 31:29 (11:10)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

(Eberswalde) Wie bereits in einigen Spielen des vergangenen Jahres hatte der 1. SV Eberswalde wieder ein Mal den ersten Punktgewinn dicht vor den Augen. Doch auch in diesem Auswärtsspiel beim HSV Wildau stand das Eberswalder Team am Ende wieder mit leeren Händen da. Die Barnimer hoffen aber weiter auf den Klassenerhalt in der Brandenburgliga. Der 1. SV wollte im letzten Punktspiel der ersten Halbserie der Saison 2017/18 und gleichzeitig dem ersten Spiel im neuen Jahr endlich die ersten Punkte erobern sowie den Abstand zu den vor ihnen stehenden und ebenfalls vom Abstieg bedrohten Mannschaften verkürzen. Ohne Michael Wolff und Nick Hoffmann, dafür aber mit den beiden Rückkehrern Misa Skenderi und Maximilian Stooß, fuhr das Team des 1. SV Eberswalde zum Tabellenachten nach Wildau. Die Gastgeber hatten bisher auch nur zwei von neun Partien siegreich gestalten können und sind der Abstiegszone auch noch gefährlich nahe. Nach den beiden Siegen in den ersten beiden Punktspielen (in Rangsdorf 25:22 und zu Hause gegen Lychen 31:30) blieben die Wildauer sieben Mal sieglos, spielten aber in Lübbenau (27:27) und in Oranienburg (20:20) zwei Mal Unentschieden. 

 

Die Eberswalder erwischten einen denkbar ungünstigen Start in diesem Spiel. Nach knapp fünf Minuten führte der Gastgeber mit 4:0. Da spielten die Barnimer vorne viel zu statisch und dadurch recht wirkungslos. Es wurde meist nur quer gespielt als gefährlich in die Spitze. Am Ende folgten dann noch unmotivierte Würfe und die Fehlerquote war deutlich zu hoch. Erst nach sieben Minuten traf Paul Glase zum ersten Mal für die Gäste zum 1:4. Bis zum 2:6 (8. min.) schauten sich die Eberswalder Trainer das Spiel an, dann war es aber Zeit für ein Timeout.
In der kurzen Pause wurden einige Änderungen für den weiteren Spielverlauf festgelegt. So wurde das Deckungssystem von 6:0 auf 5:1 umgestellt und auch im Angriff wurde das System auf 4:2 umgestellt. In den folgenden Spielminuten wurde das Spiel der Barnimer zwar etwas besser, aber die Gastgeber konnten trotzdem ihre Führung weiter ausbauen. In der 18. Minute stand ein aus Eberswalder Sicht ernüchterndes 10:4 an der Anzeigentafel.
10 Minuten später hatten die Eberswalder aber den Anschluss wieder hergestellt. Nur noch 10:9 führten die Randberliner und die Partie war wieder völlig offen. Bis zum Halbzeitpfiff blieb der knappe Rückstand für die Eberswalder erhalten und mit einem 11:10 für die Wildauer ging es in die Kabinen.

 

In der Pause analysierten die Eberswalder Trainer Heiko Kallies und Steffen Schnelle den Spielverlauf der ersten Halbzeit. Die Fehlerquote war eindeutig zu hoch und von den Halbpositionen kam viel zu wenig Druck. Einzig Paul Glase auf der rechten Außenposition konnte von den Feldspielern überzeugen.

 

Der Beginn der zweiten Halbzeit lief für die Gäste besser als zu Beginn des Matches. Die Trainer ließen das Spielsystem unverändert weiter spielen. Moritz Assmann und Maximilian Stooß schafften mit ihren Toren den Ausgleich bzw. die erste Führung. Jetzt ging es knapp und spannend weiter, 12:12, 13:13 und 14:14 waren die nächsten Zwischenergebnisse. Besonders im Mittelpunkt stand jetzt der Eberswalder Torhüter Carsten Meyer. „Er hielt überragend“, kommentierte Trainer Steffen Schnelle die Leistung seines Keepers. Aber während der sechs Mal toll reagierte und seinen Kasten fast zunagelte, konnten seine Mitspieler nicht davon profitieren. Von den sechs Gegenstößen nach den Abwehraktionen von Meyer, kamen die Eberswalder Angreifer lediglich zu zwei Abschlüssen ohne Torerfolg. In dieser Phase hätten sie das Spiel kippen können. So nutzten die Gastgeber ihre Chance und gingen mit 16:14 und 18:15 (50. min.) in Führung.

An der kämpferischen Leistung gab es bei den Spielern des 1. SV keine Kritik. Aber spielerisch ließen sie diesmal einiges vermissen. Es fehlt einigen der jungen Spielern auch an Mumm und sie scheuten sich Verantwortung zu übernehmen. Das ist natürlich in erster Linie auch eine Kopfsache. Außerdem zeigten sich bei einigen Spielern in der Endphase auch konditionelle Probleme, die auf eine unzureichende Trainingsleistung hindeuten. Einige Spieler können aus den unterschiedlichsten Gründen leider nicht alle Trainingseinheiten mit absolvieren. Das muss in der nahen Zukunft wieder besser werden, damit die Erfolge sich einstellen.

Nach dem 18:15 können die Eberswalder auf 18:17 verkürzen und in den verbleibenden sechs Spielminuten ist noch alles möglich. Zwei Mal kamen die Gäste noch zum Anschlusstreffer (19:18, 20:19) doch am Ende jubelten die Spiele des HSV Wildau über einen knappen 21:19 Heimerfolg gegen die weiter auf dem letzten Platz rangierenden bisher sieglosen Eberswaldern.

 

„Heute sind wir selber Schuld, dass wir verloren haben, die Anzahl der technischen Fehler war einfach zu hoch. Auch haben heute zu viele Spieler ihr Niveau nicht abrufen könne. Jetzt müssen wir die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt eben gegen Rangsdorf, Oranienburg, Ahrensdorf/Schenkenhorst und im Rückspiel gegen Wildau holen. Am nächsten Samstag fahren wir aber erst ein Mal nach Lübbenau und wollen dort ein achtbares Ergebnis erzielen“, so die Meinung von Steffen Schnelle.

 

1.SV Eberswalde mit: Carsten Meyer,  Sebastian Hinz; Lukas Boldt (1), Klaus-Thomas Kowalsky, Julian Kuhlmann, Moritz Assmann (4), Daniel Rethfeldt (4), Misa Skenderi (3), Tim Wielsch, Robin Wielsch (1), Paul Glase (5), Maximilian Stooß (1), Max Zantow

7-Meter 1. SV Eberswalde : 2/1, Wildau: 3/1

Zeitstrafen 1. SV Eberswalde: 3, Wildau: 7 + 1x Rot (3x2 Min.)


Spielbericht des Gegners HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst

Brandenburgliga: HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst - 1. SV Eberswalde 24:21 (12:11)

Quelle: mj - Homepage der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst v. 29.11.2017 https://handball-hsg.de/brl-m-hsg-maenner-siegen-im-kellerduell/

 

"HSG siegt im Kellerduell

„Pflichtaufgabe gegen den Letzten erfüllt“ könnte die knappe Bilanz des Auftritts der HSG lauten am Samstagabend lauten, wenn man als klarer Favorit ins Spiel mit der SV Eberswalde gegangen wäre. Da die HSG aber selbst am Rande des Abstiegszone steht und in dieser Spielzeit trotz Potential bisher auch vermehrt mit schwankenden Leistungen aufwartete, war durchaus etwas Frohmut und Erleichterung erlaubt, nachdem man das Kellerduell mit der SV Eberswalde für sich entschieden hatte. Nicht unbedingt schön anzusehen, aber dafür umso wichtiger war der 24:21 Sieg unserer I. Männer gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Barnim, der die HSG vorerst wieder wieder auf Platz acht klettern lässt. Auch HSG-Trainer Schieke schaut kritisch auf das Spiel zurück. “ Es war ein kein gutes Spiel von uns, wir waren fokussiert, aber irgendwie auch blockiert“ sagte er am Tag danach.

 

Schon zu Beginn der Partie ereilte die Heim-Sieben eine kalte Dusche, denn die Gäste markierten die ersten beiden Tore der Partie schnell für sich. Die Hausherren schüttelten sich zwar zügig, konnten jedoch selbst noch keine Durchschlagskraft entwickeln, um den Spielstand schnell zu eigenen Gunsten zu drehen. So hatten die Eberswalder lange Zeit im ersten Durchgang die Nase vorn und führten das Spiel über 4:5 (10′) und 6:8 (15′) an. Dennoch kämpften sich die „Erste“ mühsam wieder zum Ausgleich heran und erreichten zur Pause die knappe, aber zumindest moralisch wertvolle 12:11 Führung.

Auch in Halbzeit zwei boten sich beide Teams ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen, das trotz der brisanten Tabellensituation dennoch sehr fair ausgetragen wurde. Die HSG- Sieben vermochte sich zwar stets in Front zu bringen, die „Spielvereinigung“ aus Eberswalde glich aber postwendend ein ums andere Mal wieder aus. Die Gelb-Blauen ließen nach bester Gewohnheit mehrere Gelegenheiten ungenutzt und erlaubten den Gästen, obwohl sich die Anzahl der Gegentreffer in Grenzen hielt, zu einfache Torerfolge. Erst in der 54. Minute löste sich mit der 2- Tore- Führung zum 21:19 der Knoten, die HSG zog auf 24:20 davon und festigte so den Erfolg [...]"

 

Anmerkung: Unsere Erste hat nun eine Pause bis in das neue Jahr. Erst am 13.01.2018 werden sie wieder aktiv, wenn der nächste Gegner, der HSV Wildau, auf sie wartet. Bis dahin werden die Jungs trainieren, damit der Klassenerhalt geschafft werden kann. Noch ist nichts verloren. Es sind in 13 Spielen noch Punkte möglich. Ihre Klasse haben sie schon aufblitzen lassen, nur der letzte Fortune hat gefehlt. Also, Kopf hoch, wir glauben an Euch!

 

Eberswalde mit: Hinz, Meyer - Boldt (1), Hoffmann, Kowalsky, Wolf (5), Kuhlmann, Assmann (5), Rethfeldt (2), Wielsch T. (3), Wielsch, R. (5), Glase, Zantow

Strafwürfe: HSG 6/3 - SVE 3/1

Zeitstrafen: HSG 1 - SVE 0


Sekunden fehlen zum ersten Punkt

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - SV Berolina Lychen 24:25 (11:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 15.11.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Die Handballer des 1. SV Eberswalde standen so kurz vor dem ersten Punktgewinn in der Brandenburgliga. Doch am Ende jubelte Berolina Lychen. Sieben Sekunden vor dem Ende verwandelte der Lychener Jan Wendland den letzten Angriff der Gäste zum 25:24- Endstand.

Vor dem Spielbeginn gab es eine Schweigeminute für das in der vergangenen Woche verstorbene Vereinsmitglied Ralf Barleben.

 

Danach sorgte im Sportzentrum Westend der Eberswalder Torhüter Carsten Meyer sofort für die richtige Stimmung. Er hält den ersten Siebenmeter und motiviert so die Mannschaft und die Fans. Nach gut zwei Minuten fällt dann auch das erste Tor. Robin Wielsch trifft zur 1:0 Führung. Die Gäste kontern durch ihren wurfgewaltigen Michael Zander und es steht 1:1. Aber auch die Heimmannschaft hat einen starken Rückraumschützen, Moritz Assmann trifft zum ersten Mal und bringt sein Team wieder in Führung. Die Hausherren machen einige Fehler zu viel, das ist bei den jungen Spielern verständlich, denn es fehlt noch die Erfahrung, die bei solchen Spielen besonders wichtig ist. Die Einstellung stimmt aber beim 1. SV und über den Kampf schaffen sie nach 14 Minuten wieder den Gleichstand (6:6). Obwohl Moritz Assmann eine Manndeckung erhält, schafft er es immer wieder, sich in eine gute Wurfposition zu bringen. Vier Mal hintereinander trifft er für sein Team und die Eberswalder führen beim 8:7 wieder. Einige Male haben die Angreifer des 1. SV dann auch noch Pech. Zwei Mal verhindert die Latte, bei Würfen von Moritz Assmann und Krystian Jonas, einen Torerfolg der Barnimer. So auch Sekunden vor der Halbzeitpause, wo statt des möglichen Ausgleichs die Gäste einen Konter zum 11:13 Halbzeitstand nutzen können.

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit vergrößern die Gäste die Führung auf drei Tore (14:11). Beim 16:12 sind es bereits vier Tore Vorsprung und die ersten Zweifel auf einen Sieg kommen bei einigen Zuschauern auf. Als aber Moritz Assmann mit zwei Toren zum 14:16 trifft und der Lychener Stefan Jähnke einen Siebenmeter neben das Tor wirft, sind die Zweifel weggeblasen und die Stimmung in der Halle steigt. Die Gäste verteidigen aber ihre Führung (15:17, 16:19, 18:19 und 18:20) und die Eberswalder schaffen beim 20:20 wieder den Gleichstand. Noch sind knapp zehn Minuten zu spielen.

Die Mannschaft der Eberswalder kann zwar mit 21:20 die Führung erobern, aber danach ziehen die Uckermärker mit drei Toren in Folge auf 21:23 davon. Sollte dies nach 55 Spielminuten schon die Vorentscheidung sein? Lukas Boldt und Moritz Assmann per Siebenmeter, bringen ihre Mannschaft wieder zurück ins Spiel. Es steht 23:23 und es waren nur noch 2:30 Minuten zu spielen. Wenn bei den Lychenern nichts mehr läuft, haben sie ja ihren Torschützen vom Dienst Michael Zander. Der ballert den Ball zum 24:23 in die Maschen des Eberswalder Tores, keine Chance für den gut haltenden Carsten Meyer. Erneut ist es Lukas Boldt, der sich durch die Abwehr der Berolina-Mannschaft tankt und den Ausgleich (24:24) erzielt. Eine dramatische Schlussphase, die 90 Sekunden Spannung bietet, bricht an. Die Lychener bekommen eine Minute vor dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zugesprochen. Christoph Jähnke zeigt aber Nerven und wirft daneben. Eberswalde nimmt 30 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Die Zuschauer erheben sich von den Plätzen und wollen ihre Mannschaft förmlich zum Sieg tragen. Die Gäste versuchen mit einer offensiven Deckung den Eberswaldern den Ball noch abzujagen. Dann ergibt sich für Moritz Assmann die große Chance zum Torwurf. Doch der Kapitän wird behindert und kann den Ball nicht kontrollieren. Er scheitert am Torhüter, der bringt den Ball schnell zurück ins Spiel und tatsächlich schaffen die Gäste noch das Siegtor zum 24:25.

 

Große Enttäuschung, der erste Punktgewinn war so greifbar nahe, aber am Ende stand die Mannschaft wieder mit leeren Händen da. Die Eberswalder Mannschaft hat wieder ein Mal gezeigt, dass sie mit einigen Teams der Brandenburgliga mithalten kann. Obwohl diesmal mit Michael Wolff, Nick Hoffmann und Julian Kuhlmann drei wichtige Spieler fehlten.

 

Eberswalde: Hinz, Meyer - Boldt (4), Jonas, Kowalsky, Assmann (13), Rethfeldt (2), Wielsch, T. (2), Wielsch, R. (3), Glase, Zantow

Strafwürfe: SVE 6/5 - Lychen 8/5

Zeitstrafen: SVE 4 - Lychen 5 

Rote Karte: Lychen


Erneute Niederlage im Kellerduell

Brandenburgliga: SV Lok Rangsdorf - 1. SV Eberswalde 27:25 (14:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 08.11.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Rangsdorf (MOZ) Der 1. SV Eberswalde hat gegen Lok Rangsdorf es wiederum nicht geschafft, die ersten Pluspunkte in der Handball-Brandenburgliga einzufahren. Beim ebenfalls bisher punktlosen Vorletzten der Tabelle verloren die Eberswalder knapp mit 25:27.

Die Mannschaft des neuen Trainerkollektivs hatte sich für dieses Spiel viel vorgenommen. Bei der punktgleichen Mannschaft von Lok Rangsdorf sollten die ersten Punkte geholt werden. Doch am Ende standen die Barnimer wieder mit leeren Händen da.

 

Dabei war die Startphase noch hoffnungsvoll. Julian Kuhlmann brachte seine Mannschaft nach knapp drei Spielminuten erstmals in Führung (2:1). Auch beim 3:2, Torschütze Moritz Assmann, lagen die Eberswalder in Führung. Danach verließen die Spieler des 1. SV ihre Linie und produzierten zu viele Fehler. Die Gastgeber nahmen diese Geschenke dankend an und erzielten vier Treffer in Folge, Spielstand 6:3. Einfache Pässe zwischen den linken und rechten Aufbauspielern sowie dem Mittelmann kamen nicht an und die Spieler der Heimmannschaft konnten viele Bälle abfangen und zu schnellen Kontertoren nutzen.

Auch das Rückzugsverhalten war an diesem Tag sehr kritikwürdig und es fehlte oft an der richtigen Einsatzbereitschaft. Der 1. SV Eberswalde nahm seine erste Auszeit, um die Mannschaft wieder ins richtige Fahrwasser zu bringen. Nach dem 4:6 und 5:7 sah es so aus, als ob die Gäste wieder Anschluss finden könnten. Aber auch in der Deckung wurden an diesem Tag zu viele Fehler gemacht. Die Eberswalder Abwehrspieler stürzten oft unmotiviert aus dem Deckungsverband heraus und dadurch entstanden zu viele Lücken. Die Barnimer boten dadurch den Randberlinern zu viele Möglichkeiten zum Torwurf. Vier Tore in Folge brachten die Gastgeber mit 11:5 in Führung, aus Sicht der Eberswalder ein deprimierender Zwischenstand nach 17 Spielminuten. Doch die Barnimer gaben sich nicht auf. Nach dem 12:6 zeigten die Eberswalder, dass sie Tore werfen können. Robin Wielsch, Paul Glase, Krystian Jonas und Moritz Assmann brachten ihr Team wieder auf 10:12 heran. Das Spiel war wieder offen. Nach dem 11:14 schafften die Barnimer mit dem Halbzeitpfiff den 13:14-Anschlusstreffer. Torschütze war per Strafwurf Michael Wolff.

 

Ebenfalls per Siebenmeter schaffte Michael Wolff, der an diesem Tag alle acht Siebenmeter verwandeln konnte, mit dem ersten Tor der zweiten Halbzeit den 14:14 Ausgleich. Es entwickelte sich jetzt ein ausgeglichenes Spiel bis zum 16:16 nach etwa 38 Spielminuten. Beim 17:16 durch Paul Glase, war sogar noch eine Wende im Spiel möglich. Doch die Rangsdorfer nahmen eine Auszeit und kamen danach wieder besser ins Spiel. Wieder einmal vier Tore in Folge und das Lok-Team führte mit 20:17. Nach 45 Minuten lag der Gastgeber mit 21:18 vorn und hätte in den folgenden drei Minuten den Sack zubinden können. Es mussten nämlich drei Eberswalder Spieler innerhalb von knapp drei Minuten auf die Strafbank. Doch die Barnimer überstanden diese Phase unbeschadet. Als Moritz Assmann als Letzter die Strafbank verließ und sein Team wieder vervollständigte, schaffte er sofort das 19:21. Es war also noch keine Vorentscheidung gefallen und es waren noch zehn Minuten zu spielen. Nach dem 23:21 (52.) konnten die Hausherren mit zwei Toren zum 25:21 (56.) die Vorentscheidung erzwingen. Nach dem 27:23, drei Minuten vor dem Schlusspfiff war das Spiel endgültig entschieden. Die zwei Siebenmetertore von Michael Wolff zum Endstand von 25:27 waren dann nur noch Ergebniskosmetik.

 

Trainer Steffen Schnelle war nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. "Die Mannschaft hat heute kollektiv versagt. Bei vielen Spielern erkennt man die Unerfahrenheit, die häufig viel zu schnell zu Hektik und Nervosität führt. Dadurch entstehen zu viele Fehler. Daran müssen wir weiter verstärkt im Training arbeiten. Die linke Seite konnte heute überhaupt keine Akzente setzen." So behalten die Eberswalder weiterhin die Rote Laterne in der Brandenburgliga. Es sieht schlecht aus um das Team, aber noch ist nichts verloren und der Klassenerhalt ist weiterhin möglich. Irgendwann wird auch die Mannschaft des 1. SV Eberswalde wieder über einen Sieg jubeln und danach werden auch weitere Siege folgen.

Die nächste Chance bietet sich am nächsten Wochenende in eigener Halle gegen Berolina Lychen. Da gibt es dann ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Spielern des 1. SV Eberswalde. Das wird dann sicher ein sehr emotionales Spiel mit einem hoffentlich positiven Ausgang für die Barnimer.

 

Eberswalde: Yezhov, Meyer - Boldt (1), Jonas (1), Kowalsky, Wolff (1/8), Dochow, Kuhlmann (1), Assmann (6), Rethfeldt (1), Wielsch T., Wielsch, R. (3), Glase (3)

Strafwürfe; SVE 8/8 - Rangsdorf 5/4

Zeitstrafen: SVE 5 - Rangsdorf 5

Rote Karten SVE 1 - Rangsdorf 1


Dämpfer für das neue Trainerteam

Brandenburgliga: HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf - 1. SV Eberswalde 34:22

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 23.10.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Handball-Brandenburgligist 1. SV Eberswalde hat am Sonnabend das erste Spiel mit dem neuen Trainerteam bei der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf klar mit 22:34 verloren.

Torsten Raeck hatte in der Woche seinen Trainerposten aufgegeben und das Team des 1. SV Eberswalde wird jetzt vom Trainerteam Steffen Schnelle, Heiko Kallies und Michael Wolff trainiert und betreut. In Teltow war Heiko Kallies nicht dabei und so coachten Steffen Schnelle und Michael Wolff die Mannschaft der Eberswalder.

 

Die Aufgabe in Teltow, das war allen Spielern und Betreuern vor dem Spiel klar, war nicht leicht zu lösen. Die junge, unerfahrene Truppe der Barnimer musste gegen eine eingespielte erfahrene Mannschaft mit etlichen Routiniers antreten. Die Gastgeber legten einen Blitzstart hin und führten nach drei Minuten mit 3:0. Die 3:3-Deckung der Eberswalder hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Vorne wurden nervös die ersten Möglichkeiten liegen gelassen. Langsam fanden die Barnimer aber ins Spiel und Moritz Assmann, der überragende Eberswalder an diesem Tag, schaffte mit zwei Toren den Anschluss (3:2). Hätte Robin Wielsch seinen Siebenmeterwurf verwandelt, hätte es sogar Unentschieden gestanden. So zogen die Gastgeber auf 9:5 davon.

Die Fehler der Eberswalder in der Deckung und im Angriff wurde von den erfahrenen Teltower Spielern gnadenlos ausgenutzt. "Wir standen in der Deckung viel zu passiv und hatten keinen richtigen Körperkontakt", bemängelte Trainer Steffen Schnelle den Spielverlauf.

Der Vorjahresmeister machte weiter Tempo und schraubte die Tordifferenz weiter in die Höhe und so stand es nach 20 Minuten 12:6. Am Einsatz und der kämpferischen Einstellung der Eberswalder Spieler gab es keine Kritik, aber das alleine ist zu wenig, um so ein Team, wie es die Gastgeber an diesem Tag waren, zu beeindrucken. Beim Halbzeitpfiff stand ein aus Eberswalder Sicht ernüchterndes 17:10 an der Anzeigentafel.

 

In der Halbzeitpause versuchten Steffen Schnelle und Michael Wolff ihre Mannschaft wieder aufzurichten und die Fehler kurz zu analysieren. Kampflos wollten sich die Barnimer ihrem Schicksal nicht ergeben. Doch mit einem ähnlichen Blitzstart wie in der ersten Halbzeit überraschten die Hausherren den 1. SV. Nach drei Minuten hatten sie vier Tore erzielt und es stand 21:10. Das war schon mehr als nur eine Vorentscheidung. Schonungslos deckten die Gastgeber die Schwächen in der Deckung der Eberswalder auf. Da das Gastgeberteam in der letzten Viertelstunde des Spieles ihren Leistungsträgern längere Pausen gab, konnten die Barnimer das Spiel ausgeglichen gestalten und den Abstand sogar noch etwas verkürzen.

 

Die Eberswalder stellten in der zweiten Halbzeit ihre offensive und kraftraubende 3:3-Deckung auf ein 6:0 System um. Dort bekamen sie den Gegner auch nicht in den Griff. Durch einfache Kreuzungen fanden die Teltower immer wieder große Lücken in der Abwehr der Eberswalder. "Wir agierten da einfach zu blauäugig", war der Kommentar von Steffen Schnelle. Am Ende stand ein 34:22 an der Anzeigentafel.

 

Mit 0:12 Punkten steht die Mannschaft des 1. SV Eberswalde weiter auf dem letzten Platz in der Brandenburgliga und muss langsam beginnen Punkte zu sammeln, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Die Mannschaft hat jetzt zwei Wochen Zeit, um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Besonders an der Deckungsarbeit werden die Trainer mit ihren Spielern arbeiten, um Erfolge zu haben. Am 4. November müssen die Eberswalder dann beim Vorletzten dem SV Lok Rangsdorf antreten. Rangsdorf und Eberswalde sind bisher die beiden einzigen Mannschaften in der Brandenburgliga, die noch keinen Pluspunkt auf ihrem Konto haben. Über die Bedeutung dieses Spieles brauchen die Trainern ihren Spielern nichts zu erzählen, die Motivation wird sicher sehr groß sein, um die ersten Punkte zu holen.

 

Eberswalde: Meyer, Hinz; Boldt (2), Jonas (3), Kowalsk, Wolff (2/2), Kuhlmann, Assmann (11/2), Rethfeldt (1), Wielsch, Wielsch, Glase (3)


Durststrecke kostet den ersten Punkt

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - Oranienburger HC II 24:25 (13:13)

Quelle: Dirk Schaal in MOZ-Online vom 17.10.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Lange Zeit war das Spiel der Handball-Brandenburgliga zwischen dem 1. SV Eberswalde und dem Oranienburger HC II ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch durch eine Schwächephase in der zweiten Hälfte verlieren die Eberswalder das Spiel noch mit 25:26.

Auf die Frage, ob er denn graue Haare nach dem Spiel gegen Oranienburg bekommen hätte, antwortete der Eberswalder Trainer Torsten Raeck lachend so: "Da sind schon genug." Und trotz dieser knappen Niederlage gab es für ihn und die Zuschauer des Spiels in der Westendhalle eigentlich auch jede Menge Positives zu sehen.

Nicht mit dabei sein konnte bei den Eberswaldern Nick Hoffmann. Nach einem rüden Foul im Spiel gegen Bad Liebenwerder ist die Schulter so lädiert, dass er mit dem Handball vorerst aussetzen muss. Gerade in so einer Begegnung wie gegen Oranienburg, in der sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen, kann sich so ein Fehlen dann schon bemerkbar machen. So wie gerade am Spielende gegen den OHC II, wo doch einigen jungen Spielern beim Gastgeber die Nerven flatterten.

Neben einigen routinierten Spielern hatten die Gäste auch ihren hoffnungsvollen Nachwuchs mitgebracht, der einmal die Drittliga-Mannschaft verstärken könnte.

 

Die erste Führung im Spiel erzielte Ioannis Frangis für die Gäste. Nach dem Ausgleich durch Robin Wielsch, brachte Mike Schröder per Siebenmeter den OHC mit 2:1 in Front, aber dies sollte ihre letzte Führung für eine ganze Weile bleiben. "Der Ball lief bei uns gut, in der Abwehr standen wir einige Male nicht sicher, aber vorn haben wir die Tore gemacht", so ließ Raeck die Anfangsphase der Partie Revue passieren. Moritz Assmann legte in der 10. Minute zum 4:2 für die Gastgeber vor, doch schon bald darauf glich der OHC II zum 4:4 aus. Im Gleichschritt bewegten sich beide Mannschaften auf die Halbzeitpause zu, die dann beim Stand von 13:13 erreicht war. Auffällig war dabei der Eberswalder Robin Wielsch in der ersten Halbzeit, der bis dahin mit sechs Toren fast die Hälfte aller Eberswalder Treffer erzielt hatte. "Endlich hat er mal gezeigt, was in ihm steckt und welche Torgefahr er ausstrahlen kann. Das sollte ihm eigentlich weiteres Selbstvertrauen geben", schätzte Raeck nach dem Spiel ein.

 

Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauern fast das gleiche Bild. Eine Mannschaft legte vor die andere zog zumeist schon im Gegenzug nach. Den Zuschauern bot sich eine spannende Partie in der Westendhalle. Es war die Zeit der Eberswalder Routeniers. Zweimal erzielte Michael Wolff die Führung der Gastgeber in der 36. Spielminute (16:15, 17:16) und dann traf Assmann zum 19:18. Als sich alles schon auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Ende der Begegnung eingestellt hatte, da brachen die Gastgeber ein: "Wir haben auf einmal den Faden verloren. Im Angriff wurden Assmann und Wolff nun besser gedeckt und die jungen Spieler zeigten auf einmal zu viel Respekt. Es wurde nicht mehr konsequent die Lücke gesucht", beschrieb Raeck die Situation. Den schwachen Abschlüssen der Eberswalder und teilweise leichtfertigen Ballverlusten folgten zumeist schnelle Gegenstöße der Oranienburger, die immer wieder zu Toren führten. Fast zehn Minuten erzielten die Gastgeber selbst kein Tor und ließen dabei den OHC II auf 23:19 davonziehen.

In der Situation zog SVE-Coach Raeck die Notbremse. Neben einigen klaren Worten und Spielerwechseln stellte er auch die Defensive auf eine 5:1-Deckung um. Stück für Stück kämpften sich die Eberswalder wieder heran (21:23, 23:25). Nach dem 25:26-Anschluss von Wielsch (58. Minute) hatten die Gastgeber mehrfach sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Eine halbe Minute vor Ende sogar noch in Überzahl. "Ich denke, da waren einige der jungen Spieler einfach überfordert", sagte später Raeck zu dieser Spielphase. Es kam zu keinem ernstzunehmenden Abschluss mehr des SVE und so jubelten die Oranienburger nach dem Abpfiff über einen 26:25-Sieg.

 

"Positiv mitnehmen können wir, dass die Mannschaft bis zum Ende gekämpft hat", sagte Raeck. Darüber hinaus hat er einige Abstimmungsprobleme speziell in der Abwehr gesehen, denen er nun im Training den Kampf ansagen will.

Eberswalde: Hinz, Boldt, Jonas, Kowalsky, Wolff (5), Kuhlmann, Assmann (6), Rethfeldt (1), Teo Raeck, T. Wielsch, R. Wielsch (8), Meyer, Glase (5), Zantow


Gekämpft bis zum Abpfiff

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - HC Spreewald 24:33 (10:16)

Quelle: Dirk Schaal in MOZ-Online vom 09.10.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) An mangelnder Einstellung hat es nicht gelegen: Die Brandenburgliga-Handballer des 1. SV Eberswalde unterliegen vor heimischer Kulisse dem HC Spreewald mit 24:33. Phasenweise hielten die Eberswalder sogar gut mit den hohen Favoriten mit.

"Wir müssen der Mannschaft Zeit geben. Nach so einem Umbruch kann man da keine Wunderdinge erwarten", sagte der sportliche Leiter der Eberswalder, Ron Jordan, vor der Saison zum jungen Brandenburgliga-Team. Drei Niederlagen standen vor dem vierten Spieltag gegen den HC Spreewald zu Buche. Wird man nervös, Trainer? "Ein Punktgewinn wäre utopisch. Beim HC Spreewald spielen einige Akteure, die bereits in Cottbus bei den A-Junioren Bundesliga-Luft geschnuppert haben", sagte Torsten Raeck zum Gegner. Also konnte die Devise nur lauten: das Ergebnis in Grenzen halten.

 

Genau an diese Vorgabe hielten sich auch die Schützlinge von Coach Raeck gleich nach dem Anwurf. Den ersten Angriff der Gastgeber schloss Moritz Assmann zur 1:0-Führung ab. Es folgte eine Phase auf Augenhöhe mit dem hohen Favoriten. Eine Mannschaft legte vor, die andere zog im Gegenzug nach. Mit seiner Taktik defensiver zu agieren als in den Spielen zuvor, überraschte Raeck scheinbar die Spreewälder. Auf der anderen Seite trafen die Eberswalder sicher, so dass es nach zehn Minuten ausgeglichen 5:5 stand. Danach versagten den Gastgebern einige Male die Nerven und der HC zog auf und davon. "Es war auch deutlich zu erkennen, dass sich die Gäste besser auf unser Spiel eingestellt hatten", erläuterte Raeck. Beim Stand von 5:9nahm der SV nach einer Viertelstunde die erste Auszeit. Wieder konzentrierter zu agieren, sichere Zuspiele und nicht überhastet abzuschließen mahnte der SV-Trainer an. Das konnten die Eberswalder in der Folge recht gut umsetzen. Zwar waren die Gäste in der 20. Minute auf 6:13 enteilt, aber der siebente Eberswalder Treffer von Assmann läutete eine kleine Aufholjagd ein. Über die Station 8:13, 9:14 gingen beide Teams mit einem 10:16 in die Pause.

 

In Unterzahl kamen die Eberswalder wieder auf die Platte und mussten kurz darauf auch den nächsten Spreewälder Treffer hinnehmen. Zwar stellte Robin Wielsch mit dem zwölften Treffer des SV wieder den Sechs-Tore-Rückstand her, doch auf weiteren Torjubel mussten die heimischen Fans eine Weile warten. Erst in der 42. Minute gelang Daniel Rethfeldt das 13:21. Bis auf elf Tore Vorsprung preschten die Spreewälder voraus (17:28, 50. Minute). Doch danach hielten die Hausherren den Abstand recht konstant. "Ich denke, aufgrund der doch recht eindeutigen Führung spielte der HC unkonzentrierter. Das kam uns zugute, da wir so den Rückstand nicht größer werden ließen", sagte Raeck zur Endphase des Spiels. Den Endstand besorgte dann Teo Raeck mit seinem Treffer des Tages.

 

"Ich hatte gehofft, dass wir den Abstand etwas geringer halten können. Aber der HC Spreewald war der erwartet starke Gegner", sagte nach Spielende Trainer Raeck. Doch gänzlich unzufrieden war er mit dem Spiel nicht. "Wie man gesehen hat, hat die Mannschaft bis zum Ende nicht aufgegeben. Da haben die Fans sicher ihren Anteil daran, die uns auch in schweren Momenten stets angefeuert haben. Danke dafür."

Am Wochenende kommt es in Eberswalde zum Kellerduell gegen den bislang ebenfalls punktlosen Oranienburger HC II.

 

Eberswalde: Hinz, Boldt (2), Jonas, Wolff (3), Assmann (3), Rethfeldt (4), Teo Raeck (1), T. Wielsch (2), R. Wilesch (6), Meyer, Glasde (1), Zantow


Spielbericht des Gegners: HC Spreewald

3 Spiele, 3 Siege – HC Spreewald wahrt die weiße Weste

abgerufen am 09.10.2017: http://www.hc-spreewald.de/default.aspx?ID=&DetailID=3867# 

 

Dritter Spieltag und 6:0 Punkte auf dem Konto…. der beste Saisonstart seit Jahren für den HC Spreewald. Das war das Resümee nach der Partie am vergangenen Samstag beim langjährigen Rivalen 1. SV Eberswalde.

Die Barnimer, um Ihren Topspieler Moritz Assmann, haben nach einer ernüchternden Vorsaison die Reißleine gezogen und Ihr System auf regionale Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der 2. Vertretung umgestellt. Auch wenn dabei ein gewisser Qualitätsverlust zu verbuchen ist, kann mit Recht gesagt werden, dass die neu formierte Mannschaft wieder für den Verein und die Stadt Eberswalde steht.

 

Zur besten Kaffeezeit war Anwurf im Sportzentrum Westend in Eberswalde. Personell verzichten musste das Trainergespann Wolschke/Zwieb dabei auf Pascal Würfel (Arbeit) und Chris Guhrenz (Urlaub).

Von Beginn hatten die Spreewälder vor, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, doch der gastgebende SVE wollte mit aller Kraft dagegen halten. Dies gelang den Barnimern anfangs sehr gut. Bis zum Stand von 5:5 in der neunten Minute war es ein ausgeglichenes Spiel. Immer wieder angetrieben von Moritz Assmann, stellten die Eberswalder die HC-Sieben vor immer neue Situationen in Abwehr und Angriff.

In dieser Phase des Spiels konnten die Spreewälder sich bei Ihrem Torwart Daniel Wegner bedanken, dass man nicht in den Rückstand geraten ist. Dieser erwischte einen hervorragenden Tag und konnte mit mehreren Paraden (inkl. einer Doppelparade beim Siebenmeter und Nachwurf) den Gästen Sicherheit und Stabilität verleihen.

Mit schwindenden Kräften der Gastgeber im Verlauf der ersten Halbzeit setzte sich die individuell höhere Klasse der Spreewälder durch. Bis zur 20. Minute war der HC Spreewald bereits auf 6:12 enteilt. Zu vermerken ist dabei vor allem die Torgefahr der Spreewälder über alle Positionen, sodass alle Feldspieler sich in die Torschützenliste eintragen konnten.

Darüber hinaus konnte Neuzugang Jonathan Weske nach überstandener Verletzung das erste Mal im Spielbetrieb zeigen, wie wichtig er mit seinen wuchtigen Würfen (gesamt 4 Treffer) für den HC Spreewald in dieser Saison noch werden kann.

Bis zur Halbzeitpause hätte die HC-Sieben das Ergebnis noch höher Schrauben können, wenn sich im Tempogegenstoß nach Ballgewinn nicht mehrere kleine Fehler eingeschlichen hätten. Somit verteidigte man bis zur Halbzeitsirene den sechs Torevorsprung und ging mit 10:16 in die Pause.

 

Nach dem Pausentee ein unverändertes Bild. Der HC Spreewald konnte seine Feldüberlegenheit mit druckvollem Offensivspiel über alle Positionen bis zur 46 Minute auf einen Stand von 16:26 ausbauen. Zu diesem Zeitpunkt war der sogenannte „Drops“ bereits gelutscht.

Anschließend hatte es den Eindruck, da das Ergebnis fest stand, dass sich stillschweigend auf dem Feld auf eine beidseitige „Abwehrreduzierung“ geeinigt wurde.

Munteres wer will nochmal, wer hat noch nicht, führte zum Verzweifeln der Torhüter auf beiden Seiten (auch wenn diese in dieser Phase des Spiels auch nicht immer glücklich aussahen) und zum heiteren Tontaubenschießen, bei dem sich jeder der wollte, nochmal in die Torschützenliste eintragen durfte.

Über die Spielstände von 18:28 (50. Minute) und 21:30 (55. Minute) spielte die HC-Sieben das Spiel sicher zum verdienten 24:33 Auswärtssieg.

 

Anzumerken bleibt, dass die junge Mannschaft des HC Spreewald es geschafft hat, den besten Saisonstart seit Jahren in der Brandenburgliga hinzulegen. Grade gegen die vermeidlich „Kleinen“ der Liga hatte es in den Vorjahren immer Punktverluste zu Saisonbeginn gegeben. Dies konnte erstmals verhindert werden und so darf man sich über den verdienten Tabellenplatz drei freuen.


Enttäuschung nach dem Abpfiff

Brandenburgliga: 1. SV Eberswalde - HC Bad Liebenwerda 21:26 (10:14)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 02.10.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (hjh) Handball-Brandenburgligist 1. SV Eberswalde muss weiter auf den ersten Sieg warten. Gegen den HC Bad Liebenwerda verloren die Schützlinge von Trainer Torsten Raeck vor eigenem Publikum mit 21:26. Die Enttäuschung war den Spielern nach dem Schlusspfiff deutlich anzusehen. Die Mannschaft des HC Bad Liebenwerda dagegen feierte ihren ersten Sieg in Eberswalde ausgelassen.

 

Der Gastgeber lag schnell mit 0:2 im Rückstand. Neben vergebenen Siebenmetern, sündigten die Gastgeber auch bei weiteren Großchancen. Die Gäste bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Sie waren beim Abschluss etwas cleverer als die Heimmannschaft. Der gefährlichste Angreifer des 1. SV Eberswalde, Moritz Assmann, bekam eine Sonderbewachung und konnte sich nicht richtig ins Angriffsspiel einbinden. Der Rückstand der Barnimer blieb bis zum Halbzeitpfiff bei vier Toren. Beim 10:14 ging es in die Kabine zur Halbzeitpause. Die Gäste aus dem Süden Brandenburgs waren nicht besser, sie waren einfach nur cooler beim Nutzen ihrer Torchancen und erarbeiteten sich damit die klare Halbzeitführung.

 

Die Gastgeber begannen die zweite Halbzeit stark und kamen auf 14:16 heran. Doch durch zwei Zeitstrafen gegen die Gastgeber wurde die Aufholjagd gebremst. Daniel Rethfeldt musste dann nach der dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Roten Karte die Spielerbank verlassen. Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit etwas kämpferischer. Zahlreiche Unsauberkeiten und Fouls machten es den Schiedsrichtern nicht einfach. Negativer Höhepunkt war die Blaue Karte für Franz Henkelmann aus der Gästemannschaft. Er muss mit einer Sperre von mindestens zwei Spielen rechnen. "Die Disqualifikation ist berechtigt", war sein Kommentar nach dem Spiel.

 

Trainer Torsten Raeck versuchte mit allen Möglichkeiten, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch es half nichts. Das Team von Torsten Raeck erkannte etwa fünf Minuten vor dem Ende, dass die Entscheidung gefallen war. Mit 21:26 verloren sie ihr zweites Heimspiel. "Wir müssen einfach nur das Tor treffen", so der Trainer nach dem Spiel. Das nächste Spiel findet am Sonnabend in der heimischen Westendsporthalle in Eberswalde statt. Gegner ist dabei die Mannschaft des HC Spreewald.

 

Eberswalde mit: Meyer, Boldt (1), Hoffmann (2), Wolff (1), Dochow (1), Kuhlmann (1), Assmann (2), Rethfeldt (2), Raeck (2), Wielsch T. (4), Wielsch, R. (5), Glase, Zantow

Strafwürfe: SVE 4/1 - HC 7/6 

Zeitstrafen: SVE 7 - HC 2

besondere Vorkommnisse: SVE Rot für Rethfeldt in der 40. Minute für 3x 2 Minuten - HC Rot für Henkelmann in der 42. Minute


Partiebeginn total verschlafen

Brandenburgliga: Lausitzer HC II - 1. SV Eberswalde 35:23

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 26.09.2017, Regionalausgabe Eberswalde

 

Cottbus (MOZ) Der SV Eberswalde hat das erste Auswärtsspiel der Handball-Brandenburgliga in der Saison bei der zweiten Mannschaft des LHC Cottbus mit 23:35 verloren. Nach zwölf Minuten führten die Gastgeber bereits mit 11:1 und damit war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

Die Eberswalder Mannschaft war nach der guten Leistung im ersten Spiel optimistisch nach Cottbus gefahren. Sie wollte sich ordentlich präsentieren und ein akzeptables Ergebnis erreichen. Von der Mannschaft aus dem Heimspiel gegen Lübbenau fehlten diesmal Max Zantow, Paul Glase und Carl Klemer, dafür rutschte Teo Raeck ins Team des SV Eberswalde. Die Cottbuser hatten eine starke Mannschaft aufgeboten, die sich aus einer guten Mischung von Routiniers und jungen Nachwuchsspielern zusammensetzte.

 

Die Cottbuser zeigten den Gästen auch sofort ihre Grenzen auf. Die Abwehr der Barnimer konnte sich überhaupt nicht auf die schnellen Angreifer des Gastgebers einstellen. Trainer Torsten Raeck bemängelte in dieser Phase besonders die schlechte Beinarbeit seiner Schützlinge. Alle guten Vorsätze der Eberswalder waren schon nach zehn Minuten Makulatur. Der Gastgeber führte mit 8:1 und es drohte den Gästen ein Debakel. Trainer Raeck nahm eine Auszeit und versuchte sein Team neu zu ordnen.

Mit Wiederbeginn wurde es etwas besser, obwohl es sich nicht gleich im Ergebnis widerspiegelte. Erst nach 13 Minuten gelang den Barnimern durch Moritz Assmann der zweite Treffer zum 11:2. Beim 13:6 nach etwa 20 Spielminuten hatten die Eberswalder den Rückstand etwas verkürzt. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es dem SV annähernd den Rückstand konstant zu halten. Zwischen sieben und zehn Toren Rückstand bewegte sich das Ergebnis dabei.

 

Für die zweite Halbzeit hatte sich die Mannschaft der Eberswalder vorgenommen, einen Fehlstart wie zu Beginn der ersten Halbzeit zu vermeiden und das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Trainer Raeck versuchte mit verschiedenen Abwehrstrategien den Spielfluss der Gastgeber zu stören. Er versuchte unter anderem mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen und dabei konnten seine jungen Spieler wertvolle Erfahrungen bei einem starken Gegner sammeln. Alle Eberswalder Spieler bekamen jetzt auch längere Einsatzzeiten und konnten sich unter echten Wettkampfbedingungen beweisen. Das Ergebnis änderte sich trotz der Wechsel nicht entscheidend. Bis auf zwölf Tore konnten die Gastgeber ihre Führung ausbauen, mehr ließen die Barnimer nicht zu. Acht Minuten vor dem Ende waren es beim 30:20 nur zehn Tore Differenz, wie in der Anfangsphase beim 11:1 in der 12. Minute. Am Ende gab es einen klaren 35:23 Erfolg der Cottbuser, den die Gastgeber durch ihre starke Startphase herausgespielt hatten. Den letzten Treffer des Spieles erzielte Michael Wolff vom Siebenmeterpunkt, womit er alle sechs Strafwürfe der Gäste sicher verwandelte.

 

Die Eberswalder haben nach zwei Spielen und zwei Niederlagen jetzt die Rote Laterne übernommen. Bei den nächsten drei Spielen, alle vor eigenem Publikum in der Eberswalder Westend Sporthalle, haben die Raeck-Schützlinge aber die große Chance mit Punktgewinnen den letzten Tabellenplatz wieder los zu werden. Der HC Bad Liebenwerda (Sonnabend), HC Spreewald (7. Oktober) und der Oranienburger HC (14. Oktober) sind die nächsten Gegner des SV Eberswalde, ehe es dann am 21. Oktober zum nächsten Auswärtsspiel in Teltow/Ruhlsdorf geht.

 

Eberswalde: Meyer, Boldt, Jonas, Hoffmann (5), Kowalsky, Wolff (8), Kuhlmann (1), Assmann (6), Rethfeldt (1), Tim Wielsch (2), Robin Wielsch, Teo Raeck

Siebenmeter: Eberswalde 6/6, Cottbus II 5/3

Zeitstrafen: Eberswalde 5, Cottbus II 8


Beifall für den Unterlegenen

1. SV Eberswalde - TSG Lübbenau 23:27 (8:17)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt in MOZ-Online vom 18.09.2017, Regionalausgabe Eberswalde

Eberswalde (MOZ) Der 1. SV Ebers-walde hat das erste Saisonspiel der Handball-Brandenburgliga gegen die TSG Lübbenau mit 23:27 verloren. Die neue Mannschaft von Trainer Torsten Raeck zeigte eine starke Leistung sowie eine hohe Einsatzbereitschaft und kämpfte bis zum Schlusspfiff.

Der Spielplan der Saison bescherte der Eberswalder Mannschaft gleich zum Auftakt den Gegner des letzten Spiels der vergangenen Saison. Bei der TSG Lübbenau verloren die Barnimer mit nur einem kleinen Kader 21:28. Mit der Eberswalder Mannschaft in Lübbenau hat das aktuelle Team aber nicht mehr viel gemeinsam. Junge Spieler aus der zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend stießen zum Team und wurden um die drei "Leitwölfe" zu einer Mannschaft zusammengefügt. Die neue Mannschaft hatte im Auftaktmatch, trotz der drei Routiniers (Wolff, Meyer und Assmann), die zusammen 100 Jahre beisteuerten, ein Durchschnittsalter von nur 23,8 Jahren und soll das Ziel Klassenerhalt realisieren.

 

Die Lübbenauer, eines der stärksten Teams der Liga, waren mit einem eingespielten Team in Eberswalde angereist und die Favoriten in dieser Partie der Brandenburgliga. Obwohl die Gastgeber den ersten Angriff vergaben, konnten Paul Glase und Moritz Assmann mit ihren Toren eine 2:0 Führung für den 1. SV herauswerfen. Aber jetzt hatten sich die Spreewälder gefangen und trafen ihrerseits ebenfalls zwei Mal und es stand 2:2. Nach der ersten Führung der Gäste (3:4) gelang Julian Kuhlmann noch einmal der Ausgleich zum 3:3. Danach gingen die Lübbenauer wieder in Führung und gaben diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Julian Kuhlmann hätte noch ein Mal zum 5:5 ausgleichen können, aber er konnte einen Konter leider nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Die TSG baute innerhalb von fünf Minuten die Führung auf 4:9 aus. Begünstigt wurde dieser Zwischenspurt durch eine Herausstellung gegen den 1. SV. Als der Gastgeber sich wieder auf drei Tore herangekämpft hatte, musste er wieder in Unterzahl die Gäste auf 8:14 davonziehen lassen. Leider nutzten die Barnimer mehrere Großchancen nicht und versäumten es dadurch, den Gegner unter Druck zu setzen und näher heranzukommen. Das 8:14 war dann auch gleichzeitig der Halbzeitstand.

 

Trainer Torsten Raeck stellte mit Wiederbeginn die Deckung um und versuchte mit einer sehr offensiven Deckung das Spiel der Gäste zu stören. Die TSG bekam dadurch Probleme und konnte kein geordnetes Aufbauspiel mehr zustande bringen. Der 1. SV konnte sich des Öfteren jetzt Bälle erobern und kam auf 13:16 heran. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft an und hofften bei noch verbleibenden 20 Spielminuten auf eine Überraschung. Während zuvor der 1. SV von einer Zeitstrafe der Gäste profitierte, nutzten anschließend die Lübbenauer ihre nummerische Überzahl zu einer Resultatsverbesserung. Bis auf 14:21 konnten die Spreewälder ihre Führung ausbauen. Aber die junge Gastgebermannschaft ließ nicht nach und kämpfte sich wieder näher heran (17:21, 50. min.). Aber immer wieder, wenn die Möglichkeit zum Anschluss vorhanden war, machten die Barnimer Spieler Fehler beim Abschluss vor dem Tor der TSG. Als die Lübbenauer in Unterzahl ihren Torwart durch einen Feldspieler ersetzten, traf Moritz Assmann leider nicht das leere Tor. Die letzten Spielminuten verliefen ausgeglichen und so blieb es bis zum Schlusspfiff bei den vier Toren Differenz und dem Sieg des Favoriten. Am Ende gab es einen 23:27 Erfolg der TSG Lübbenau.

 

Die Zuschauer spendeten ihren Spielern nach dem Abpfiff trotz der Niederlage begeistert Beifall. Die junge Mannschaft hatte ihre Feuertaufe bestanden und bei etwas mehr Abgeklärtheit und Glück wäre vielleicht am Ende noch mehr möglich gewesen. Mit diesem Spiel haben sich die Eberswalder die Herzen ihrer Fans wieder erobert. Wenn die Mannschaft ihren eingeschlagenen Weg beibehält, ist der Klassenerhalt möglich.

Trainer Torsten Raeck war nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft auch zufrieden: "Alle Spieler haben toll gekämpft und die Vorgaben erfüllt. Alle Spieler haben 110 Prozent gegeben und die Kampfkraft war beeindruckend." Nach dem Spiel herrschte, trotz der Niederlage, eine positive Stimmung in der Kabine der Eberswalder, denn sie wussten, wenn sie ihre Fehlerquote reduzieren können, dann sind in Zukunft auch Erfolgserlebnisse möglich.

 

Eberswalde: Meyer, Klemer, Boldt (2), Jonas, Hoffmann (3), Kowalsky, Wolff (4/4), Kuhlmann (1), Assmann (6), Rethfeldt (4), T. Wielsch, R. Wielsch (1), Glase (2), Zantow


Erfolgreiches Turnier

1. SV Eberswalde – TSG Fredersdorf 17:11

1. SV Eberswalde – SV Berolina Lychen 24:21

SV Berolina Lychen – TSG Fredersdorf 22:20

 

Zu einer weiteren Bewährungsprobe kam es am vergangenen Samstag für unsere neuformierte 1. Männermannschaft. In der Ausweichhalle in Finow mussten sie in einem Turnier gegen die Mannschaften aus Lychen und aus Fredersdorf antreten. Der SV Berolina Lychen wird in dieser Spielzeit erstmalig in der Brandenburgliga auflaufen, die TSG Fredersdorf startet als Aufsteiger in der Verbandsliga Nord.

Das erste Spiel des Turniers bestritten unsere Männer gegen die TSG Fredersdorf. Man begann in einer 3:3 Deckung. Infolgedessen konnten die Angriffsbemühungen der Gäste frühzeitig unterbunden werden und die hierdurch generierten Ballgewinne nutzte man erfolgreich. Auch im Angriff agierten die Eberswalder umsichtig und konnten folglich die Bälle im gegnerischen Gehäuse unterbringen.

In der 2. Halbzeit starte man im 6:0-Deckungsverbund und stellte danach auf eine 5:1 um. In der letzteren Abwehrformation schlichen sich ein paar Abstimmungsfehler ein, gleichwohl wurde das Spiel weiterhin souverän gestaltet. Beim Stande von 17:11 trennte man sich von den Gästen.

Im letzten Spiel des Turniers trafen die Eberswalder auf den starken Aufsteiger aus Lychen. In der Saison 2016/2017 wurden sie mit 18 gewonnenen Spielen Meister der Verbandsliga Nord. Man war demzufolge vorgewarnt und begann daher in einer defensiveren 6:0-Abwehrformation. Leider fehlte es an einer gewissen Aggressivität in der Deckung und man verlor hierdurch diverse Zweikämpfe. Im Angriff selbst probierten unsere Männer die im Training geübten Auslösehandlungen aus, die zum großen Teil erfolgreich waren. Manko der Partie war allerdings die Chancenverwertung.

Die 2. Halbzeit begann man in einer offensiveren Abwehr (3:3). Dadurch wurden diverse Stellungsfehler begangen, so dass man das ein oder andere Mal gegen die Lychener ins Hintertreffen geriet. Doch durch den starken Rückhalt im Tor, konnten diverse gut geworfene Bälle der Gäste vereitelt werden.

Am Ende ging auch in diesem Spiel unsere Mannschaft als Sieger von der Platte.

Torsten: „Ich konnte heute weitere Fortschritte bei allen Spielern erkennen. Selbstverständlich gab es auch Punkte, die wir gemeinsam besprechen und analysieren werden. Die Spiele waren eine gute Möglichkeit, verschiedene Deckungsvarianten zu probieren und zu testen, um in der neuen Saison flexibler agieren zu können. Die aufgetretenen Ungenauigkeiten werden wir in den folgenden Trainingszeiten bearbeiten. Auch die verschiedenen Auslösehandlungen im Angriff waren schon ansehnlich und man hat bemerkt, dass wir, soweit wir unser Potential abrufen und weiter konsequent arbeiten, wettkampffähig in die neue Saison gehen werden.“


Schuften für die neue Saison

Am Freitag, dem 11.08.2017 fuhren unsere Männer in ein gemeinsames Trainingslager nach Neuruppin. Neben Kraft, Kondition und Ausdauer sollten auch taktische Übungen im Mittelpunkt der Trainingseinheiten stehen.

Ohne Moritz, der aufgrund seiner Hochzeit verständlicherweise nicht dabei sein konnte, und Michael waren alle Spieler an Bord. Lukas konnte erst ab Samstag am Trainingslager teilnehmen.
Kurz vor dem ersten Trainingsspiel gegen den Gastgeber HC Neuruppin wurde eine taktische Übungseinheit absolviert. Danach schloss sich das Spiel gegen die Fontanestädter an. Leider merkte man dem Spiel frühzeitig an, dass ein Mittelmann fehlte, da Nick aufgrund seiner Schulterprobleme geschont werden sollte. Ein hektisches Spiel und viele technische Fehler unsererseits führten schnell ins Hintertreffen und Neuruppin nutzte konsequent und erfolgreich ihre Tormöglichkeiten. Bei einer Spielzeit von 3x25 Minuten stand es 27:37 für die Gastgeber (1. Drittel 7:10, 2. Drittel 11:14 und 3. Drittel 9:13). Im Rückblick muss man sagen, dass der Einsatz und Wille bei allen Spielern vorhanden war, nur leider fehlte im Spiel die notwendige ordnende Hand.

 

Am Samstag ging es nach einem gemeinsamen Frühstück zu einem 1,5 stündigen Wurf-, Athletik- und Taktiktraining in die Halle. Ergänzend schloss sich hieran noch eine halbstündige Krafteinheit im Fitnessraum an, bevor man sich gemeinsam zum Mittagessen traf. Eine kurze Verschnaufpause für unsere Männer, denn um 15:00 Uhr ging es erneut zum Krafttraining in die Halle.
Gegen 16:30 Uhr traf unsere Mannschaft auf den ehemaligen Drittligisten, Grün-Weiß Werder zu einem weiteren Trainingsspiel.
Im Gegensatz zum Spiel gegen Neuruppin präsentierten sich unsere Männer gegen die Werderaner nun sicherer. Lukas übernahm die Rolle des RM-Spielers und man merkte dem Spiel gleich an, dass nun die Ordnung im Aufbauspiel besser wurde. Die technischen Fehler wurden minimiert und auch die Abspiele fanden zielgerichteter den jeweiligen Mitspieler. Die anfängliche spürbare Nervosität legte sich allmählich und so konnten die Eberswalder gerade in der ersten Halbzeit (Halbzeitstand 9:19 aus Eberswalder Sicht) gut mithalten. In der zweiten Halbzeit bauten man ab, so dass man sich bei einem Spielstand von 37:12 für Werder trennte. Allerdings sollte diese Begegnung gegen die spielstarken Gäste als Test dienen, in dem man viel ausprobierte (Wechsel zwischen 3:3 und 6:0), so dass das Ergebnis als zweitrangig galt. Wichtig war dem Trainergespann, wie die Mannschaft auftrat. Das Auftreten machte Hoffnung, denn jeder Einzelne ging an seine Grenzen und hat versucht, das Beste für das Team herauszuholen.

 

Der letzte Trainingstag in Neuruppin begann früh: Schon um 8:00 Uhr traf man sich zu einer Videoauswertung bezüglich des Spieles gegen Werder. Nach der anschließenden Trainingseinheit, die eine Taktik- und Abwehrschulung beinhaltete, ging es nach Wittstock, um hier ein drittes Trainingsspiel gegen Hansa zu absolvieren. Leider mussten Robin Wielsch und Robin Ludwig passen. Verletzungsbedingt konnten sie am Spiel nicht teilnehmen.   

Wie schon gegen Neuruppin spielte man in 3 Dritteln (3x20 Minuten). Im ersten Drittel sollte in der Abwehrformation 3:3 gespielt werden. Diese Deckungsvariante funktionierte schon sehr gut und es stand am Ende der ersten Spielzeit 7:6 für uns. In dem 2. Drittel stellte das Trainergespann auf 6:0 um, um auch diese Abwehrformation unter realen Bedingungen testen zu können. Die Umsetzung der Trainervorgaben wirkte und man konnte erneut mit 10:8 gegen die Wittstocker gewinnen. Im 3. Drittel ließen die Kräfte unserer Spieler nach. Verständlicherweise schlichen sich nun Unkonzentriertheiten im Spiel ein und die Wittstocker nutzten mittels Konter ihre Chancen. Zwar verloren unsere Männer das 3. Drittel mit 9:11, auf das Gesamtspiel gerechnet jedoch, gewannen sie die Begegnung mit 26:25.

 

Was bleibt als Fazit des Trainingslagers? Mit einem Altersdurchschnitt von 21,6 Jahren (mit den erfahrenen Spieler 23,7 Jahre) werden wir mit einer sehr jungen Mannschaft in die neue Spielzeit gehen, denen die Erfahrungen in der Brandenburgliga noch fehlen. Es liegt noch viel Arbeit vor der Mannschaft nebst dessen Trainer, aber die Ansätze, die die Spieler zeigen stimmen positiv. Was man in der letzten Saison vermisste, den Kampf, ein Spiel zu gestalten und zu gewinnen, setzten die Spieler der erneuerten Mannschaft in den ersten Trainingsspielen gut um. Wenn die erfahrenen Spieler noch zur Mannschaft stoßen und die jungen Spieler führen, können wir uns auf eine interessante Saison freuen. 

Handball in Eberswalde

1. SV Eberswalde

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