Spielberichte 2018/2019

Die Talfahrt des 1. SV Eberswalde geht weiter

Verbandsliga Nord: 1. SV Eberswalde - PHC Wittenberge 25:29 (11:13)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Vor fast genau einem Jahr waren die Wittenberger zum letzten Mal Gast im Eberswalder Sportzentrum. Im Punktspiel der Landesliga Staffel Nord trafen sie auf die zweite Vertretung des 1. SV Eberswalde und verloren mit 26:27 ihr einziges Spiel in der Saison 2017/18. Jetzt ein Jahr später kamen sie, als Aufsteiger in die Verbandsliga, wieder nach Eberswalde und gewannen diesmal gegen die 1. Mannschaft des 1. SV  deutlich mit 29:25.

 

Das Spiel begann gleich mit einem Negativerlebnis für die Gastgeber. Moritz Assmann traf beim ersten Siebenmeter, nach knapp einer Minute nur den Pfosten, und verpasste damit die erste Führung für sein Team. Die Gäste machten es dagegen besser. Martin Hückel und Martin Giske, die beiden Wurf gewaltigen und erfolgreichsten Torschützen der Wittenberger, brachten ihr Team erstmals mit zwei Toren  (0:2) in Führung. Nach dem Anschlusstreffer durch Robin Wielsch erhöhten die Gäste schnell auf 1:4 und auch den nächsten Eberswalde Treffer durch Daniel Rethfeldt, beantworteten die Wittenberger postwendend zum 2:6. Die Abwehr des Gastgebers bekam die gefährlichen Rückraumschützen des PHC  einfach nicht in den Griff.

Die Angriffe der Eberswalder waren dagegen selten erfolgreich und die meisten Spieler des Gastgebers strahlten viel zu wenig Torgefahr aus. Einzige Ausnahme war wieder ein Mal Kapitän Moritz Assmann. Von den 11 Eberswalder Toren in der ersten Halbzeit gingen allein sieben auf sein Konto (insgesamt 11 Treffer). Seine Mitspieler konnten da nicht mithalten, entweder scheiterten sie am gegnerischen Torhüter oder sie hatten auch noch Pech weil einige Bälle von Pfosten und Latte aufgehalten wurden.

Nach gut einer Viertelstunde zog Trainer Heiko Kallies die grüne Karte und versuchte die Mannschaft neu zu stimulieren. Auf dem Spielfeld änderte sich aber wenig, im Gegenteil aus dem 5:7 wurde ein 5:10. Es drohte dem Gastgeber ein Debakel. Mit drei Toren in Folge kamen die Barnimer aber wieder auf Tuchfühlung heran (8:10). Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang dann Moritz Assmann der Ausgleich zum 11:11. Der gegnerische Trainer erkannte, dass die Partie kippen könnte, und nahm eine Auszeit. Durch eine konzentrierte Endphase der ersten Halbzeit, gelang den Gästen mit zwei Toren, eine 11:13 Halbzeitführung.

 

Die Hoffnung bei den Zuschauern in der Eberswalder Sporthalle lebte noch und der Ausgang war zu Beginn der zweiten Halbzeit noch offen. Das Team des PHC Wittenberge begann die zweite Hälfte genau so konzentriert wie sie die erste beendet hatte. Aus dem 11:13 machten sie schnell eine 11:15 Führung. Die Machart war dabei die gleiche wie in der ersten Halbzeit. Die wurfstarken Aufbauspieler wurden in Position gebracht und die ließen den gut haltenden Eberswalder Torhüter Jonas Nagy meistens keine Chance. Die Gastgeber veränderten ihre Abwehrsysteme ohne aber dabei erfolgreich zu sein.

Nach sieben Spielminuten in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste de Tordifferenz auf sechs Treffer (13:19) ausgebaut. Der Eberswalder Trainer musste wieder früh seine Auszeit nehmen, um Schlimmes zu verhindern. Doch an der Anzeigentafel änderte sich wenig. Die Tordifferenz schwankte in der Folgezeit zwischen sieben und acht Toren (13:20, 15:22) und beim Zwischenstand von 15:24 waren es sogar neun Tore die die Gastgeber im Hintertreffen lagen. Der gesundheitlich angeschlagene Paul Glase sollte eigentlich in diesem Spiel geschont werden, aber Heiko Kalles sah es als letzte Möglichkeit noch etwas in diesem Spiel zu ändern.

Und Paul Glase brachte tatsächlich noch ein Mal Schwung in die Partie. Mit seiner Leistung in der zweiten Halbzeit und vier erzielten Toren zeigte er wie man den Gästen beikommen konnte. Der Vorsprung der Wittenberger schmolz etwas und sechs Minuten vor dem Ende waren es nur noch vier Tore Differenz (22:26). Doch das Spiel war da für die Gäste schon entschieden. Sie verwalteten ihren Vorsprung clever und ließen ihren Kontrahenten nicht näher als vier  Tore heran kommen. Mit 25:29 gab es am Ende einen verdienten Start-Ziel-Sieg der Gäste aus der Prignitz.

 

Der Eberswalder Trainer Heiko Kallies hatte am Ende einiges an seinem Team zu bemängeln. Die Chancenverwertung und das mannschaftliche Zusammenspiel waren die größten Kritikpunkte einer ersten Einschätzung. „Die schlechte Leistung im heutigen Spiel hat sich schon im Training angekündigt, denn bei dieser schwachen Beteiligung bleibt natürlich einiges auf der Strecke“, so der Trainer nach dem Spiel. Durch diese Niederlage rutschten die Eberswalder auf Platz 6 der Tabelle zurück und müssen am kommenden Wochenende beim bisher Verlustpunkt freien Spitzenreiter Oranienburger HC antreten. Da sollte sich die Mannschaft des 1. SV Eberswalde sich aber steigern um nicht ernsthaft unter die Räder zu kommen.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Jonas Nagy, Oliver Schulze; Tim Wielsch (2), Krystian Jonas (1), Robin Wielsch (2), Robin Ludwig (1), Max Zantow, Paul Glase (4), Niklas Schwandt (1), Julian Kuhlmann (1), Moritz Assmann (11/3), Daniel Rethfeldt (1), Sebastian Schaer (1), Anton Czisch,

 

Siebenmeter: Eberswalde 5/3, Wittenberge 3/2

2-Minuten: Eberswalde 3, Wittenberge 4


Die erste Heimniederlage für den 1. SV Eberswalde

Verbandsliga Nord: 1. SV Eberswalde - HC Neuruppin 25:30 (12:16)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Nach der ersten Niederlage am letzten Spieltag in Lychen, hat es jetzt die Handballer der ersten Mannschaft des 1. SV Eberswalde auch in eigener Halle erwischt. Mit einer deutlichen 25:30 Niederlage gegen den HC Neuruppin kassierten die Barnimer ihre erste Saisonniederlage in eigener Halle.

Aus dem Stammaufgebot fehlten diesmal Robin Wielsch (Urlaub) und Krystian Jonas (Verletzung), so dass das Trainergespann Heiko Kallies und Michael Wolff wieder nicht ihr stärkstes Aufgebot zur Stelle hatten. Mit dem HC Neuruppin trafen die Gastgeber auf ein Team, dass in der Tabelle der Verbandsliga Staffel Nord punktgleich mit ihnen nur durch das bessere Torverhältnis zwei Plätze vor ihnen platziert war. Die Barnimer hatten sich vorgenommen, mit einem Sieg ihre Heimbilanz weiter positiv zu gestalten. Aber schon die Anfangsphase verlief so, wie es sich die Eberswalder nicht vorgestellt hatten. Tim Wielsch traf nur den Pfosten und auch die nächsten Würfe des Gastgeberteams fanden nicht ihr Ziel.

Die Gäste waren dagegen effektiver und führten schnell mit 0:2. Der Kapitän des 1. SV war es dann, der den ersten Treffer für sein Team erzielte. Während bei den Gästen fast jeder Angriff erfolgreich abgeschlossen wurde, hatten die Gastgeber kaum Grund zum Jubeln. Nach vier Minuten lag das Heimteam mit 1:4 zurück. „Wir haben die ersten 15-20 Minuten regelrecht verschlafen“, analysierte Trainer Michael Wolff nach dem Spiel. Die Mannschaft des 1. SV wurde regelrecht überrannt.

Nach 14 Minuten stand es 5:8 und die Gastgeber nahmen eine Auszeit. Robin Ludwig traf danach zum 6:8, aber mit fünf Toren in Folge schraubten die Neuruppiner das Ergebnis auf 6:13. Hätte Carsten Meyer im Tor des 1. SV in dieser Phase nicht mehrmals hervorragend gehalten, wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen. Spektakulär waren die Paraden von Carsten Meyer bei zwei Siebenmeterwürfen und den folgenden Nachwürfen die er entschärfe.. Immer wieder kamen die Gäste zu leichten Toren, während die Barnimer ihre Fehlwurfbilanz weiter nach oben schraubten. Man musste zu diesem Zeitpunkt Angst um die Mannschaft des 1. SV haben. Aber in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit gab es etliche Lichtblicke bei den Eberswaldern. „In dieser Phase der Partie haben unsere Spieler endlich richtig zugepackt, wie die Neuruppiner es von Beginn an getan hatten“, stelle Michael Wolff fest. Diese Spielweise brachte auch an der Anzeigentafel eine leichte Steigerung, denn die Hausherren kamen bis zur Halbzeitpause auf vier Tore (12:16) heran.

 

In der Halbzeitpause mahnten die Eberswalder Trainer ihre Spieler an, weiterhin in der Abwehr richtig zu zu packen und im Angriff konsequent in die sich bietenden Lücken zu stoßen.

 

Die Neuruppiner begannen nach Wiederbeginn mit einer Manndeckung gegen den aktivsten und torgefährlichsten  Eberswalder Spieler Moritz Assmann (9 Tore). Der Kapitän war es auch der meistens die Verantwortung übernahm, aber auch er konnte es nicht verhindern, dass der 1. SV weiter ins Rücktreffen geriet. Obwohl die Eberswalder das erste Tor der zweiten Halbzeit erzielten und  auf 13:16 verkürzen konnten, zogen die Gäste durch fünf Tore in Folge auf 13:21 davon. Während die Aufbaureihe der Neuruppiner zu leichten Toren kam, produzierten die Barnimer weiterhin eine große Anzahl an Fehlwürfen. Auch in der Folgezeit blieb die Tordifferenz annähernd gleich (16:23 42. min. und 18:25 45. min. ). In den letzten 15 Minuten probierten die Gastgeber mehrere Deckungsvarianten aus und versuchten offensiv das Angriffsspiel der Neuruppiner zu stören. Mit vier Toren hintereinander kamen die Eberswalder in der 53. Minute auf 22:25 heran. Die Mannschaft und die zahlreichen Zuschauer im Eberswalder Sportzentrum schöpften noch ein Mal Hoffnung. Doch die Gäste hatten immer wieder eine passende Antwort parat und ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit fünf Toren Vorsprung (25:30) für den HC Neuruppin ging das Spiel nach 60 Minuten zu Ende.

 

Viele Faktoren führten zu der Niederlage des 1. SV. Die Eberswalder Abwehr bekam die sehr schnelle und starke Mannschaft der Neuruppiner nie richtig in den Griff. Die Gäste agierten in der Abwehr sehr robust und ließen die Gastgeber nie richtig zur Entfaltung kommen. Außerdem hatten sie mehrere wurfstarke Spieler in ihrem Team die immer wieder für Torgefahr sorgten. Mit dieser Niederlage rutschten die Eberswalder mit dem ausgeglichenen Punktekonto von 6:6 ins Mittelfeld der Tabelle ab. Im nächsten Spiel am 10.11.18 erwarten die Eberswalder in eigener Halle die Mannschaft vom PHC Wittenberge. Die liegen mit 4:8 Punkten nur knapp hinter dem 1. SV.  Da sollten die zwei Punkte unbedingt in Eberswalde bleiben sonst kommt das Tabellenende gefährlich nahe.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meier, Oliver Schulze; Tim Wielsch (2), Robin Ludwig (4), Max Zantow, Paul Glase (3), Niklas Schwandt (1), Julian Kuhlmann, Moritz Assmann (9/4), Daniel Rethfeldt (2), Sebastian Schaer (2),Anton Czisch (2),

Siebenmeter: Eberswalde 5/4, Neuruppin 3/1

2-Minuten: Eberswalde 2, Neuruppin 7


Die erste Niederlage für die Eberswalder Handballer

Verbandsliga Nord: SV Berolina Lychen - 1. SV Eberswalde 27:21

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Jetzt hat es die Handballer des 1. SV Eberswalde auch erwischt. Mit dem 21:27  bei Berolina Lychen kassierten die Eberswalder im fünften Saisonspiel ihre erste Niederlage. Damit rutschten die Barnimer von Platz drei auf Platz fünf der Verbandsliga Staffel Nord ab.

Mit Berolina Lychen und dem 1. SV Eberswalde trafen die beiden Letzten der vorjährigen Saison in der Brandenburgliga und damit Absteiger, nun in der Verbandsliga aufeinander. Die Uckermärker konnten in der Brandenburgliga dabei beide Spiele gegen die Eberswalder gewinnen. In Lychen gab es einen klaren 29:21 Sieg der Gastgeber und in Eberswalde eine knappe 24:25 Niederlage der Hausherren. Während beide Teams jetzt mit 6:4 Punkten direkt nebeneinander auf Platz 4 (Lychen) und Platz 5 liegen, hat der Oranienburger HC II als dritter Absteiger Verlustpunkt frei die Tabellenführung inne.

 

Gegen über den letzten beiden Spielen konnten die Eberswalder Trainer Heiko Kallies und Michael Wolff wieder auf Tim und Robin Wielsch sowie Daniel Rethfeldt zurückgreifen. Trotzdem war der Angriff der Eberswalder wieder nicht so erfolgreich wie sich die Trainer das vorgestellt hatten. Die  Gäste hatten sich vorgenommen, mit Tempospiel die Berolina-Mannschaft unter Druck zu setzen. Aber die Gastgeber hatten etwas dagegen. Sie ließen die Arbeit der Wischer jeweils von einem Spieler ausführen und gewannen dadurch immer wieder Zeit zum Erholen und unterbrachen die schnellen Angriffe der Gäste. Die ersten 10 Minuten gehörten den Gastgebern, die mit 5:1 in Führung gingen. Die Eberswalder hatten auch ihre Möglichkeiten, aber aus 33 Angriffen in der ersten Halbzeit konnten sie nur 12 Tore erzielen. Allein 21 Fehlwürfe produzierten die Gäste und außerdem hatten sie auch noch Pech, denn acht Mal landete der Ball an Pfosten oder Latte.

Nachdem 5:1 holte die Mannschaft des 1. SV trotzdem langsam Tor um Tor auf. 5:3 und 6:4 lauteten die nächsten Zwischenstände im Spiel und nach dem 7:4 schafften die Schützlinge von Heiko Kallies und Michael Wolff mit drei Toren in Folge in der 20. Spielminute sogar den 7:7 Ausgleich. Es blieb weiterhin knapp an der Anzeigentafel. Die Barnimer hätten sogar die Wende im Spiel schaffen können, aber wie auch schon in den vergangenen Spielen, vergab das Team ein besseres Ergebnis durch unplatzierte Würfe auf das Gastgebertor. Obwohl der Lychener Torwart nicht besonders stark hielt, trafen die Eberswalder Angreifer nicht das Tor des Kontrahenten. Es wurde lediglich der Torwart des Gastgebers „Berühmt“ geschossen. Mit dem 13:12 zur Halbzeitpause hielten sich beide Mannschaften alle Optionen für die zweite Halbzeit offen.

 

Die Eberswalder Trainer versuchten in der Pause ihre Spieler neu zu motivieren. Sie hatten schon in der 1. Halbzeit erkannt, dass bei den meisten Spielern das Selbstbewusstsein fehlt. Schon mit Beginn der zweiten Hälfte  war an der Körpersprache der Spieler zu erkennen, dass vielen der Mut fehlte. Es wollte keiner die Verantwortung übernehmen und es wurde immer wieder Moritz Assmann gesucht. Der sollte mit seiner Erfahrung das Ruder herum reißen. Was die Mannschaft des 1. SV Eberswalde in der zweiten Halbzeit bot, war grottenschlecht. Trainer Michael Wolff nach dem Spiel: „Das war die bisher schlechteste Halbzeit in dieser Saison. Die Deckung war einfach katastrophal.“ Während Carsten Meyer im Tor der Eberswalder noch Normalform nachwies, konnten seine Mannschaftskameraden nicht überzeugen. Zwar konnte Robin Ludwig, nachdem die Gastgeber einen Siebenmeter vergeben hatten, noch ein Mal zum 13:13 ausgleichen, danach ging es aber stetig bergab. Die Tordifferenz wurde immer größer und es bahnte sich schon zeitig die Vorentscheidung an. Besonders die Lychener Jan Wendland und Christoph Jähnke waren immer wieder mit ihren Würfen erfolgreich, während die Eberswalder ihre Chancen oft leichtfertig vergaben. Aus dem 13:13, dem letzten Unentschieden der Partie, wurde schnell ein 17:13 und diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen. Beim 21:15, in der 48. Minute, waren es bereits sechs Tore Vorsprung für das Berolina-Team und die Entscheidung war praktisch gefallen. Mit 27:21 holten sich die Lychener den Sieg und die zwei Punkte.

 

„In den  nächsten beiden Heimspielen, am 20.10. gegen Neuruppin und am 10.11. gegen Wittenberge, haben die Spieler einiges gut zu machen,“ äußerte sich Michael Wolff. Da das nächste Spiel erst in 14 Tagen stattfindet, hat die Mannschaft Zeit sich entsprechend vorzubereiten.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Oliver Schulze; Tim Wielsch (1), Robin Wielsch (5), Niklas Schwandt (2), Robin Ludwig (2), Moritz Assmann (4), Daniel Rethfeldt (2), Sebastian Schaer (2), Anton Czisch (1), Max Zantow (1), Paul Glase (1)

 

Siebenmeter: Eberswalde 0, Lychen 4/3

2-Minuten: Eberswalde 3, Lychen 5


Ein Fehlerfestival mit glücklichem Ausgang

Verbandsliga Nord: 1. SV Eberswalde - HV Grün-Weiß Werder II 30:26 (13:14)

Quelle: Hans Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Die Handballer des 1. SV haben auch ihr zweites Heimspiel siegreich beendet. Gegen das Team von GW Werder II musste die Eberswalder Mannschaft und ihre Fans aber bis kurz vor dem Ende bangen, ehe der 30:26 Sieg feststand.

Nur acht Feldspieler und zwei Torhüter konnte der Eberswalder Mannschaftsleiter Hans-Jürgen Thiede auf dem Spielprotokoll eintragen. So mussten von den sieben eingesetzten Feldspielern fünf die 60 Minuten durchspielen. Das schlauchte bei einigen Spielern ganz schön und dadurch kam das durchgängig geplante Tempospiel des 1. SV des Öfteren ins Stocken.

Nachdem Robin Ludwig beim ersten Wurfversuch noch am Gästetorwart scheitert, macht es Niklas Schwandt besser und bringt sein Team mit 1:0  in Führung. In der Folgezeit gehen die Gastgeber aber leichtsinnig mit ihren Chancen um. Aber die Gäste machen es auch nicht besser. So dauert es fast fünf Minuten ehe der Ausgleich zum 1:1 fällt.

Weiterhin ist die Chancenverwertung bei den Gastgebern nicht optimal. So gelingt es den Barnimern einfach nicht sich vom Gegner  abzusetzen. Obwohl Carsten Meyer im Tor der Eberswalder eine starke Leistung ablieferte, kommen die Grün-Weißen immer wieder zum Ausgleich. Bis zum 6:6 (14. min.) bleibt es knapp. Dann können die Gastgeber erstmals drei Tore Differenz (9:6) herauswerfen. Aber nach dem 10:7 schmilzt der Eberswalder Vorsprung schnell wieder. Hätte der zwei Mal beim Siebenmeter eingewechselte Eberswalder Torhüter Oliver Schulz nicht die Strafwürfe der Gäste glänzend pariert, wäre der 1. SV  sogar in Rückstand geraten. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatten die Werderaner wenigsten den Ausgleich (12:12) geschafft.

Nach den vielen Fehlern beim Abschluss haben die Eberswalder in den letzten Minuten auch noch Pech.  Robin Ludwig und Sebastian Schaer treffen aus aussichtsreicher Position nur Pfosten und Latte. So kommt es dazu, dass die Gäste aus Werder mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeitpause (13.14) gehen. Für die Barnimer war das die Quittung für eine fehlerhafte Leistung in den ersten 30 Minuten. 33 Angriffe liefen die Hausherren, davon aber 20 umsonst, denn 12 Fehlwürfe und 8 technische Fehler führten zu diesem miserablen Ergebnis.

 

In der zweiten Halbzeit sollte es besser werden, hatten sich die Spieler und Trainer des 1. SV vorgenommen. Der Anfang war viel versprechend, schnell hatten die Eberswalder den Rückstand aufgeholt und in einen 17:15 Vorsprung umgewandelt. Wobei der 17. Treffer besonders für Stimmung unter den Eberswalder Fans sorgte, den besorgte Torhüter Carsten Meyer mit einem weiten Wurf aus dem eigenem Torraum ins leere Tor der Gäste. Da die Grün-Weißen im Angriff ihren Torhüter herausnahmen, bot sich Meyer im nächsten Angriff erneut die Chance. Doch diesmal verfehlte er das Tor knapp.

Im weiteren Verlauf konnten die Barnimer zwar die Führung behaupten, aber einen entscheidenden Vorsprung konnten sie sich nicht erarbeiten. Immer wieder kamen die Werderaner auf ein Tor heran, das ging so bis zum 24:23 (50. min.).

Beim 24:24 und 25:25 war das Ergebnis sogar wieder ausgeglichen und niemand in der Halle wusste wohin sich die Waage neigen würde. Jetzt aber trieb Kapitän Moritz Assmann sein Team an und war damit der Garant für den Sieg. Ihm war es auch vorbehalten auch das letzte Tor des Spieles zum 30:26 Erfolg zu erzielen.

 

Mit dem Sieg bleiben die Eberswalder weiterhin in der laufenden Saison unbesiegt. Mit 6:2 Punkten stehen die Eberswalder auf dem dritten Platz der Tabelle. Trainer Michael Wolff war zwar mit dem Ausgang des Spieles zufrieden, aber nicht mit der dargebotenen Leistung. „Wir haben uns teilweise dem Niveau des Gegners angepasst. Wir wollten das Spiel schnell machen, denn wir haben gesehen, dass sie dann Probleme hatten. Wir haben heute zu viele Fehler gemacht und durch die engen Spielstände hatten wir auch kaum die Möglichkeit zum Wechseln.“

 

Am nächsten Spieltag geht es zum vorjährigen Kontrahenten aus der Brandenburgliga dem SV Berolina Lychen. Da haben die Eberswalder noch eine Rechnung offen, denn beide Spiele gegen die Uckermärker gingen verloren.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer (3), Oliver Schulze; Niklas Schwandt (5 ), Robin Ludwig (6), Moritz Assmann (7/2), Sebastian Schaer, Anton Czisch (5), Max Zantow (3), Klaus-Thomas Kowalsky, Paul Glase (3)

Siebenmeter: Eberswalde 2/2, Werder 8/5

 

2-Minuten: Eberswalde 1, Werder 3 + 1 x Rot


Der 1. SV Eberswalde bleibt weiterhin ungeschlagen

Verbandsliga Nord: SG Westhavelland - 1. SV Eberswalde 26:26

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Die Handballer der ersten Mannschaft des 1. SV Eberswalde bleiben weiter unbesiegt, aber beim Ligakonkurrenten Westhavelland war beim 26:26 Unentschieden mehr drin. Zu viele Fehler in der Deckung brachten die Eberswalder um den möglichen Sieg.

Ohne vier Stammspieler traten die Eberswalder bei der SG Westhavelland in Premnitz an. Auf Robin und Tim Wielsch (Urlaub), Paul Glase (gesundheitliche Gründe) sowie Daniel Rethfeldt (privat verhindert) mussten die Eberswalder Trainer verzichten. Dafür kam Niklas Schwandt aus der zweiten Mannschaft zu seinem ersten Punktspieleinsatz in der ersten Mannschaft. Mit zwei Toren führte er sich sehr ordentlich ein.

 

Das Spiel im Havelland begann für die Barnimer nicht sehr erfreulich, denn nach gut vier Minuten lagen sie 0:4 zurück. Diesen Rückstand konnten die Eberswalder aber innerhalb von sieben Spielminuten in eine 5:4 Führung umwandeln. Dabei waren Sebastian Schaer und Robin Ludwig jeweils zwei Mal erfolgreich und Niklas Schwandt steuerte den fünften Treffer dazu bei. Aber die Gastgeber waren ein ebenbürtiger Gegner und konnten bis zum 6:6, Mitte der ersten Halbzeit, das Spiel ausgeglichen gestalten. Dann bekam der 1. SV wieder die Oberhand und konnte eine Zwei-Tore-Führung herauswerfen (8:6). Diese verteidigten sie bis zum 11:9.  Doch etwa vier Minuten vor der Halbzeitpause waren die Hausherren beim 11:11 wieder auf Augenhöhe. Trainer Heiko Kallies war beeindruckt von der Leistung des Gegners: „Hut ab vor dieser Mannschaft, in der immerhin sieben Spieler über 40 Jahre standen. Sie sind lange Zeit das hohe Tempo mitgegangen.“ Dabei kam ihnen aber entgegen, dass der Gast aus dem Barnim es nicht geschafft hat, das Tempo über 60 Minuten hochzuhalten. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es ausgeglichen und mit einem 13:13 ging es in die Kabinen.

 

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen. Moritz Assmann und Julian Kuhlmann stellten erneut eine Zwei-Tore-Führung her (15:13). Diese Führung hatte lange Zeit Bestand. Nach 45 Minuten führten die Eberswalder 20:18. Eine vorzeitige Entscheidung zu ihren Gunsten verpassten die Eberswalder aber auf Grund ihrer schlechten Abwehrleistung. „Unsere Abwehr fand stellenweise überhaupt nicht statt. Moritz Assmann, Anton Czisch und Sebastian Schaer waren heute in der Deckung die schwächsten Akteure unserer Mannschaft,“ ärgerte sich Trainer Heiko Kallies nach dem Spiel.

Trotzdem gelang es dem 1. SV die Führung auf drei Tore auszubauen, 21:18 führten sie nach 47 Minuten und vier Minuten später noch mit 23:20. Aber technische Fehler, insgesamt waren es 11, führten zu Ballverlusten und die Gastgeber starteten eine starke Schlussoffensive. Auch bekommen die Eberswalder immer wieder Probleme wenn Moritz Assmann mit einer Manndeckung aus dem Spiel genommen wird.

Mit vier Toren in Folge, innerhalb von nur knapp vier Minuten, konnten sich die Westhavelländer die Führung erkämpfen. Der Ausgang des Spieles war wieder offen. Die Gäste holten sich aber die Führung zurück (25:24 und 26:25). Es waren nur noch knapp zwei Minuten zu spielen und diese Zeit nutzten die Gastgeber zum 26:26 Endstand.

 

In der nächsten Woche hat das Team des 1. SV Eberswalde spielfrei und danach am 29.09. empfangen die Barnimer den HV GW Werder II.

 

Der 1. SV Eberswalde mit: Tim Carsten Meier, Oliver Schulze; Niklas Schwandt (2), Krystian Jonas, Robin Ludwig (7), Julian Kuhlmann (5), Moritz Assmann (7/1), Sebastian Schaer (2), Anton Czisch (3), Max Zantow,

Siebenmeter: Eberswalde 1/1, Westhavelland 4/3

 

2-Minuten: Eberswalde 1, Westhavelland: 2


Endlich - der erste Sieg nach über einem Jahr

Verbandsliga Nord: 1. SV Eberswalde - Blau-Weiß Wusterwitz 30:23 (12:12)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

 

Eberswalde. Die Handballer der ersten Mannschaft des 1. SV Eberswalde können doch noch gewinnen. Im ersten Heimspiel der Saison 2018/19 in der Verbandsliga Staffel Nord besiegten sie den Fünften der Vorsaison mit 30:23.

60 zahlende Zuschauer hatten sich im Eberswalder Sportzentrum Westend eingefunden um den Start in die neue Liga ihrer Mannschaft mit zu erleben. Mit Neuzugang Sebastian Schaer (aus Templin) und Rückkehrer Oliver Schulze (aus Bad Freienwalde) lief das Team des 1. SV zum Heimstart in der eigenen Halle auf. Ansonsten gab es personell nichts Neues in den Reihen des Gastgebers. Bemerkenswert war allerdings, dass mit Moritz Assmann, Robin Ludwig, Sebastian Schaer und Paul Glase vier Linkshänder in der Eberswalder Mannschaft standen. Das Trainergespann Heiko Kallies und Michael Wolff schickten als Anfangsformation Oliver Schulze (Tor), Tim Wielsch, Robin Wielsch, Moritz Assmann, Daniel Rethfeldt, Sebastian Schaer und Paul Glase aufs Parkett.

 

Der Beginn der Partie war holprig und man merkte den Spielern des Gastgeberteams eine große Nervosität an. Die Wusterwitzer fanden dagegen besser ins Spiel und konnten per Siebenmeter nach gut zwei Minuten den Torreigen eröffnen. Nur knapp eine Minute später der nächste Treffer für die Gäste und es stand 0:2. Dann endlich, nach 5:30 Minuten trifft Moritz Assmann zum ersten Mal für die Gastgeber. Danach dauerte es fünf Minuten ehe der nächste Treffer im Spiel fiel. Erneut war es Moritz Assmann der den Ball einnetzen konnte (2:2, 11. Minute). Doch die Wusterwitzer ließen sich nicht abschütteln und gingen erneut in Führung. Bis zum 8:9 in der 22. Minute legten sie jeweils einen Treffer vor, die Hausherren liefen jeweils einem Rückstand hinterher und konnten nur danach immer nur den Ausgleich erzielen.

Zu viele Fehler machten die Eberswalder, allein 9 technische Fehler produzierten sie allein in der ersten Halbzeit (16 im gesamten Spiel) und beim Abschluss kamen die Würfe zu überhastet und unpräzise. Der Gästetorwart wurde regelrecht berühmt geschossen. Während die Eberswalder Fans auf eine Wende im Spiel hofften, blieb es auch in der Folgezeit bei knappen Zwischenständen für die Gäste. In der Abwehr hatten die Eberswalder besonders mit dem quirligen Linksaußen der Gäste ihre Probleme. Er war mit 9 Toren auch der erfolgreichste Torschütze in diesem Spiel.

Mitte der ersten Halbzeit wechseln die Eberswalder Trainer zum ersten Mal. Für Tim Wielsch kam Julian Kuhlmann und für Sebastian Schaer Robin Ludwig ins Spiel und die Wechsel belebten das Spiel. Bis zum Halbzeitpfiff verändert sich aber nicht viel auf der Anzeigentafel. Mit einem 12:12 ging es in die Kabinen zur Halbzeitpause.

 

Mit der gleichen Aufstellung geht es beim 1. SV weiter und was den Gastgebern in der ersten Halbzeit verwehrt wurde, gelang ihnen knapp eine Minute nach Wiederbeginn. Robin Wielsch erzielte den 13. Eberswalder Treffer und brachte sein Team zum ersten Mal mit 13:12 in Führung. Jetzt war es umgekehrt wie in der ersten Hälfte, Die Eberswalder legten vor und die Wusterwitzer schafften lediglich jeweils nur den Ausgleich. Das ging so bis zur 37. Minute. Mit dem 17:15, erzielt durch Robin Ludwig der eine starke Leistung in diesem Spiel abliefert,  gingen die Hausherren zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung. Das Gästeteam gab sich aber noch nicht geschlagen. In der 43. Minute war beim 19:19 noch keine Entscheidung gefallen.

 

Doch in den letzten 15 Minuten fanden die Eberswalder Spieler ihr Selbstbewusstsein wieder und kamen am Ende noch zu einem klaren 30:23 Sieg. Jetzt lief das Spiel so wie es sich die Trainer des 1. SV vorgestellt hatten. Die Deckung arbeitete hervorragend und die abgewehrten Bälle kamen schnell nach vorne. Paul Glase und Julian Kuhlmann nutzten dann die sich bietenden Konterchancen eiskalt aus.

Der Vorsprung wuchs jetzt schnell auf sieben Tore an und die Wechselspieler bekamen noch eine kurze Einsatzzeit. Trainer Heiko Kallies war dann über den ersten Sieg nach über einem Jahr auch sehr zufrieden, aber über die Leistung noch nicht 100%-ig. „Ich habe während des gesamten Spieles nie Angst gehabt das Spiel zu verlieren. Es ist schön gewonnen zu haben, aber wir müssen noch schneller aus der Deckung in den Angriff kommen. Daran werden wir im Training arbeiten und es wird einer unserer Schwerpunkte sein. Die jungen Leute haben genug Potential um die gestellten Aufgaben zu erreichen.“

 

Am kommenden Samstag müssen die Eberswalder bei der starken Mannschaft von der SG Westhavelland antreten. Ein Auswärtssieg würde dem Team des 1. SV Eberswalde für die folgenden Spiele in der Verbandsliga sicher viel Selbstvertrauen geben.

 

Der 1. SV Eberswalde mit:  Carsten Meier, Oliver Schulze;  Tim Wielsch (1), Krystian Jonas, Robin Wielsch (7/1), Robin Ludwig (5), Max Zantow, Paul Glase (3), Julian Kuhlmann (5), Moritz Assmann (7), Daniel Rethfeldt, Sebastian Schaer (2), Anton Czisch,

Siebenmeter: Eberswalde 2/1, Wusterwitz 4/3

2-Minuten: Eberswalde 1, Wusterwitz: 2


Ausgleich fällt zwei Sekunden vor Schluss

Verbandsliga Nord: SSV Falkensee - 1. SV Eberswalde 23:23 (9:11)

Quelle: Dirk Schaal in MOZ-Online vom 05.09.2018, Regionalausgabe Eberswalde

 

Eberswalde (MOZ) Nach einer ganzen Saison ohne einen Punktgewinn, holten die Handballer des 1. SV Eberswalde im Spiel beim SSV Falkensee nach dem 23:23-Unentschieden im ersten Saisonspiel den ersten Zähler in der Verbandsliga Nord.

„Der Punkt gleich zu Saisonbeginn war schon sehr wichtig. So eine Saison wie die letzte geht bei keinem spurlos vorüber“, plauderte Michael Wolff vom SVE-Trainerteam aus dem Nähkästchen. Nach einer Operation ist er noch nicht gänzlich fit, so dass der Spielertrainer beim Saisonauftakt seinen Schützlingen allesamt den Vorzug geben musste. Aber im Laufe der Saison will er per Siebenmeter schon noch das eine oder andere Tor erzielen. Das ist auch bitter nötig, denn in Falkensee vergaben die Eberswalder gleich drei Strafwürfe. „Wären die rein gegangen und hätten wir dazu noch die vergebenen drei oder vier schnellen Konter zu Toren machen können, das Spiel hätte zu unseren Gunsten ausgehen können“, berichtete Wolff.

 

Nach einem nervösen Beginn nahmen die Eberswalder die Zügel in die Hand. Bis zu einem recht eindrucksvollen 11:5 zogen sie bis zur 18 Minute davon. Da nahmen die Gastgeber ihre erste Auszeit. Auffällig war danach, dass Falkensee härter zur Sache gingen. Einige Eberswalder berichten sogar von unfairen Attacken, die jedoch ungeahndet blieben. Aber die dann nur knappe 11:9-Führung zur Halbzeit, nach dem Sechs-Tore-Vorsprung, haben sich die Eberswalder selbst zuzuschreiben. Fast eine Viertelstunde lang keinen Treffer erzielt, da muss man sich über einen erstarkten Gegner nicht wundern.

In der Pause ermunterte das Eberswalder Trainergespann ihre Schützlinge, sich nicht von der harten Gangart der Gastgeber beeindrucken zu lassen, stattdessen selbst mit erlaubten Körpereinsatz zur Sache zu gehen.

 

Sicher kein leichtes Unterfangen für die meist noch sehr jungen Spieler, die den Gastgeber teils auch körperlich unterlegen waren. Doch die Eberswalder nahmen nach dem Wechsel den Kampf an und zeigten in der Anfangsphase eine kampfstarke Leistung. In Unterzahl brachte Robin Wielsch die Gäste 14:11 in Front, doch Falkensee kämpfte sich heran.

Dann war auch wieder Moritz Assmann einsatzbereit, der sich mit einer geklebten Platzwunde aus der ersten Halbzeit herumschleppen und vorsichtiger agieren musste. Auch legte die Defensive der Gastgeber nun einen besonderen Augenmerk auf ihn.

Dafür sprangen gerade die Wielsch-Brüder beim Tore erzielen in die Bresche. Robin mit Würfen aus der zweiten Reihe und Tim von der Außenbahn. Trotzdem konnten die Eberswalder es nicht verhindern, dass sich Falkensee bis zu einem 23:20 in der 57. Minute absetzen konnte.

Was folgte, war eine irre Aufholjagd der Eberswalder Mannschaft. Während Tim Wielsch den SVE mit zwei Treffern auf 22:23 heranbrachte, ließ die Defensive der Gäste keinen Treffer mehr zu. Zwei Sekunden vor der Schlusssirene schraubte sich wieder Tim Wielsch hoch unter knallte das Leder zum Ausgleich ins Netz.

 

„Ich denke, wir haben einen Punkt gewonnen und nicht einen Punkt verloren, wenn man die Situation kurz vor Ende der Begegnung sieht. Aber wie sich das Team zum Schluss noch gegen die Niederlage aufgebäumt hat, das war schon aller Ehren wert“, lobte Michael Wolff seine Mannschaft.


Trotz Pokalaus zufrieden mit der Leistung

1. SV Eberswalde - Templiner SV Lok 1951 25:16

1. SV Eberswalde - Grünheider SV 11:22

 

Quelle: (DI), MOZ vom 29.08.2018

Templin Trotz des Scheiterns im Handball Landespokal zeigte sich Heiko Kallies vom Trainerteam des 1. SV Eberswalde mit der Leistung zufrieden. Gegen den Gegner aus der Landesliga konnten die Eberswalder den ersten Pflichtspielsieg seit über einen Jahr einfahren.

25:16 stand es am Ende der ersten Partie des Pokalturniers für die Eberswalder gegen Templin. Dabei sah Kallies eine gute Vorstellung seiner Mannschaft. "Es waren gute Ansätze erkennbar und eine gewaltige Steigerung gegenüber einem Testspiel in Belzig", beschrieb der SVE-Coach. Bereits zur Halbzeit führten die Eberswalder mit 12:5. "Wir wollen den Sieg nicht überbewerten, da Templin eine Klasse niedriger spielt, aber es war viel Licht zu sehen", sagte Kallies. Mit 9 Toren war Tim Wielsch maßgeblich am Erfolg beteiligt. Mit 6 Treffern stand ihm Neuzugang Sebastian Schaer, der von den Templinern zum SVE wechselte, kaum nach. "Sebastian passt gut ins Team. Sowohl spielerisch als auch menschlich. Ich denke,  mit ihm bekommt die ganze Mannschaft noch zusätzlich einen Schub", beurteilte Kallies.

Beim Aufeinandertreffenmit den Grünheider SV war erwartungsgemäß für Eberswalde nichts zu holen. Am Ende hieß es 22:11 für den Vertreter der Ostsee-Spree-Liga. Bereits im ersten Spiel ließen die Grünheider beim 28:12 gegen Gastgeber Templin nichts anbrennen. Somit sind sie eine Runde weiter im Landesspokal. Doch auch in der Partie gegen den höherklassigen Gegner sahen die Eberswalder nicht so schlecht aus. Gerade zwei Tore Vorsprung hatten die Grünheider zur Halbzeit beim Stand von 8:6. "Am Ende heraus hat uns einfach die Kraft gefehlt", erklärte Kallies. Auch wenn die Begegnung nur über eine Spielzeit von 2 x 20 Minuten gingen, wurde den Spielern alles abverlangt. Und nur eine gute Viertelstunde Pause zwischen dem Templin-Spiel und dem haushohen Favoriten war für die Eberswalder zu wenig, wie Heiko Kallies bemerkte.

"Krankheitsbedingt hatten wir nur 12 Spieler dabei. Eigentlich wollten wir in den Teams der ersten und zweiten Mannschaft getrennt auftreten, aber das mussten wir streichen. Ansonsten bin ich mit dem Auftreten hoch zufrieden und blicke positiv auf die kommende Saison in der Verbandsliga", resümierte Kallies nach den beiden Pokalspielen.

Am Wochenende starten die Eberswalder Handballer wieder in die Saison. Während die erste Mannschaft in der Verbandsliga Nord beim SSV Falkensee antreten muss, darf das Landesliga-Team am Sonnabend, 16 Uhr, zu Hause den Oranienburger HC III empfangen. 

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