30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
„irgendwann im Herbst 1979 - aber einen genauen Tag ...?“ So oder ähnlich...
30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
Bekannte Namen fanden sich nun in den Reihen des 1. SV Eberswalde wieder...
Geschichten aus Stralsund - dem ersten großen Aufstieg
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Frühjahr 1985, die Männermannschaft schickt sich an, die Zielstellung der damaligen Führung zu erfüllen und in die DDR-Liga aufzusteigen. Als 1980 das Ziel ausgegeben wurde, in diese 2. Liga aufzusteigen, erntete dieser Wunsch nur Kopfschütteln. 5 Jahre später stand man kurz vor dem Ziel. Eine knappe Niederlage in Stralsund sollte reichen. Alles war nervös und aufgeregt, nur einer nicht. Torhüter Andreas Rogowski. Kaum am Leibnitzviertel in den Bus eingestiegen, legte er sich schlafen. Nur durch das Mittag in Anklam unterbrochen, pflegte er seinen Schlaf bis vor die Stralsunder Halle. Eine „kleine“ Feier am Vorabend war wohl die beste Vorbereitung auf diesen Tiefschlaf. Kaum einer konnte ahnen, zu welcher Leistung er dann aber fähig war. 60 Minuten lang war Roger hellwach, er hielt einfach alles. Traumwandlerisch sicher parierte er die schwierigsten Bälle und alles mit einer störrischen Ruhe. Der riesen Schlußjubel war verhalt, im Bus wurde gefeiert, Roger stieß auf den Aufstieg an - und schlief wieder. Tage später musste man ihm noch erklären, welch großartige Leistung er vollbracht hatte.
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Ganz anders Sektionsleiter Kurt Dikow. Heute würde man einen solchen Mann als Macher, Manager oder graue Eminenz bezeichnen, der Aufstieg des Vereins bis 1990 war auch und vor allem sein Werk. Eigentlich kein Handballer, eher dem Boxen und Radsport zugeneigt (er fuhr zu einem Punktspiel nach Schwedt auch mal mit dem Fahrrad), konnte er am Spielfeldrand mit seinen Einwürfen Spieler und Trainer zu Verzweiflung bringen. Darauf hin angesprochen versprach er immer wieder, sein Temperament zu zügeln, aber es fiel ihm schwer. In Stralsund praktizierte er dann zum ersten Mal eine Variante der Selbstbeherrschung, die legendär wurde. Ein zusammengefaltetes Taschentuch zwischen den Zähnen, so hockte er neben der Bank. Kein Ton kam bis zum Schlußjubel über seine Lippen, nur an seinen Sprüngen konnte man Freud und Leid ablesen.




