So unterschiedlich können Niederlagen sein

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Pressekonferenz 1993 nach einem 14:30 in Nettelstedt. Trainer Norbert Thormaier, sowie Pressesprecher und Torhüter Jörg Drämel brauchen zum Spiel eigentlich wenig sagen, zu deutlich steht das klare Ergebnis als Beweiß Nettelstedter Überlegenheit da. Ein Journalist wollte dann von den Eberswalder Vertretern doch wissen, wie man denn so hohe Niederlagen und die vielen dafür in Kauf genommenen Reisestunden verkraftet. Eigentlich ist das weniger dramatisch, konnte Jörg Drämel berichten, der die 30 Tore ja gerade kassiert hat: „In der Kabine wird die Niederlage bei einem ersten Bier recht nüchtern ausgewertet, beim anschließenden Abendessen reden wir kaum noch über die schlechten Aktionen im Spiel, nach dem ersten Kasten Bier auf der Heimfahrt wird unser eigenes Spiel immer besser, nach der Hälfte der Heimfahrt ist die Stimmung so gut wie bei einem Punktgewinn und zu Hause angekommen, haben wir eigentlich gewonnen.“

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Mai 1994, gegen 20.00 Uhr in der Eberswalder Kabine, Schweriner Sport- und Kongreßhalle. Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga haben die Eberswalder gerade 18:23 gegen Post Schwerin verloren, ein normales Ergebnis nach einer sehr guten Leistung. Wer die Liga verlassen muss, entscheidet sich nun beim zeitgleich in Altjührden stattfindenden Spiel des SC Cottbus. Der hat vor dem Spiel einen Punkt weniger auf dem Konto, aber den etwas einfacheren Gegner. Ein Unentscheiden würde den Cottbussern dank des besseren Torverhältnisses reichen. Wie kommt man aber nun an das Ergebnis ran? Alle Versuche, in der Altjürdener Sporthalle jemand zu erreichen, scheitern. Da wählt man nun einfach eine Nummer, die der Sporthalle sehr ähnelt und bekommt auch einen Gesprächspartner ans andere Ende. Und der war auch zufällig in der Halle, na ja, soviel ist in der dortigen Gegend am Samstagabend auch nicht los. Die Stimmung in der Kabine singt nach dem Telefonat auf den absoluten Nullpunkt, Cottbus hat ein 18:18 erreicht und ist damit gerettet. So richtig wütend werden die Eberswalder aber erst, als sie die Umstände des Cottbusser Punktgewinns erfahren. Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie führten die Altjührdener Gastgeber noch mit 17:11, ehe dann wie durch ein Wunder die Cottbusser Tor um Tor näher kamen.

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