3 Aufstiegsgeschichten

Eigentlich war mit der DDR-Liga die Zielstellung erreicht, aber in der Saison 1986/87 stand man plötzlich ganz oben in der Tabelle. Der Aufstieg in die Oberliga drohte, vergleichbar mit dem Aufstieg von Unterhachingen in die Fußballbundesliga. Dieses eine Jahr geht als eines der erfolgreichsten in die Vereinsgeschichte ein.

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Ein entscheidendes Spiel fand im Februar beim unmittelbaren Aufstiegskonkurenten LOK RAW Cottbus statt. Ein heißes Pflaster, wie immer zu so entscheidenden Spielen reiste man rechtzeitig an, ging gemeinsam Mittagessen, ehe es dann langsamen Schrittes zur Halle ging. Die Gastgeber müssen die sich nähernde Truppe gesehen haben, denn als die Eberswalder die Halle betraten, dröhnte ein Titel aus den Lautsprechern, der wohl das kommende Spiel charakterisieren sollte: „Spiel mir das Lied vom Tod“. Der Westernklassiker war die Kampfansage der Cottbusser in einem dramatischen Spiel. 22:22 war der Endstand, ein riesen Schritt Richtung Aufstieg.

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Wenige Tage später das nächste Schicksalsspiel, der Auftritt in Staßfurt. Die Halle war von allen Mannhaften gefürchtet, knapp 1.000 Zuschauer, eng am Spielfeldrand, Opa mit dem Krückstock greift da schon mal ins Spielgeschehen ein. Dann gab es Bier im Foyer und das schon zur Spielzeit, einige gelangten mit ihren Bechern damit auch unmittelbar an die Spieler ran. Scherzhaft wurde dem Busfahrer die Anweisung gegeben, nach dem Spiel mit laufendem Motor in Fahrtrichtung hinter der Halle zu stehen. Die Atmosphäre war aufgeheizt, Staßfurt lag auf einem Mittelfeldplatz, aber man kannte natürlich die alten ASK-Spieler in den Eberswalder Reihen und wollte den Stars eins auswischen. Auch die Spieler und ihre Angehörigen waren völlig überdreht, es war ein packendes Spiel. Am Ende leuchtete ein 25:26 von der Anzeigetafel, zu viel für einige Staßfurter. Walter Smuch wurde von einer hysterischen Spielerfrau wüst beschimpft, der blieb ganz ruhig, tauchte die Finger unbemerkt in den klebrigen Klistertopf und strich der langhaarigen Dame beruhigend über das Haar. Die wird wohl erst am Abend begriffen haben, was da geschehen ist, spätestens aber, als sie das erste Mal mit dem Kamm die Haarpracht bändigen wollte. Der Baumharz lässt sich mit einer Klette im Haar am bestens vergleichen, da hilft am Ende nur die Schere.

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Am 29.03.87 war es dann soweit, der „Blitz aus Britz“ (Zeitungsüberschrift in der „Jungen Welt“) hat es geschafft. Sonntags um 11.10 Uhr, es wurde häufig am Samstag und Sonntag gespielt, stand die BSG SVKE/Britz als Aufsteiger zur DDR-Oberliga fest. Ehrlich, noch wenige Jahre vorher kannte kein Mensch diesen Verein und jetzt steht er ganz oben. Über die Feier danach, die ja schon Mittags begann, gibt es viele Geschichten. Die meisten werden sicher nie veröffentlicht, sind ganz privat und bleiben es besser auch. Bekannt wurde nur recht schnell, dass über 100 Flaschen Sekt für die Fete nicht reichten, sie waren alle. Als am nächsten Morgen Kombinatsdirektor Dr. Koch bei einem dienstlichen Empfang ein Gläschen dieser perlenden Erfrischung reichen wollte, waren alle Vorräte im Kombinat aufgebraucht, kein Tropfen übrig. Die Mannschaft hatte sich für den Montagmorgen bei Kurt Dikow im Partykeller verabredet. Wer nicht erschien, sollte 50,- Mark in die Kasse einzahlen. Alle waren da, wenn auch bei einigen der Eindruck entstand, sie waren nur körperlich anwesend. Es wurde eine lustige Nachfeier über die man gerne bei Wiedersehensfeiern spricht.

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