30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
„irgendwann im Herbst 1979 - aber einen genauen Tag ...?“ So oder ähnlich...
30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
30 Jahre 1. SV Eberswalde - 30 Geschichten
Bekannte Namen fanden sich nun in den Reihen des 1. SV Eberswalde wieder...
2 Geschichten aus der Oberliga
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Die Reise nach Eisenach, sportlich mit einer 21:22 Niederlage schon schmerzlich, entwickelte sich zu einem Fiasko. Es war 1987, damals waren dies noch richtige Entfernungen, da wurde schon ein Tag früher angereist. Am Freitagabend auf der Hinfahrt blieb der Betriebsikarus auf der Autobahn stehen, aus die Maus. Nach einigem Hin und Her schaffte man es, im Werk anzurufen und einen Robur auf die Reise zuschicken. Der nahm die Truppe auch auf und schaffte es bis zum Hotel nach Eisenach. Allerdings hatte der dann am nächsten Tag keine Lust mehr, unter einer Eisenbahnunterführung verließen den Kleinen die Kräfte. Zum Spiel kam die Mannschaft noch, aber wie kommt man nun hinterher nach Hause? Das Hotel hatte man nur für eine Nacht, das Spiel war am späten Samstagabend. Hektische Betriebsamkeit, Mannschaftsleiter Walter Sommerfeld (leider schon verstorben) musste auf die Bahn ausweichen, da Abends aber kein Zug mehr fuhr, musste man die Zeit bis Sonntagmorgen auf den Fluren des Hotels zu bringen. Völlig geschafft kam man dann am späten Sonntagnachmittag in Berlin da, da wartete dann der dritte Bus auf die Spieler und der schaffte es tatsächlich bis Eberswalde. Montagmorgen beim Rapport wackelten im Büro von Kurt Dikow dann die Wände, dem Perfektionisten in Organisationsfragen ging bei einem solchen Chaos natürlich die Galle über.
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Das kurioseste Gegentor der Vereinsgeschichte stammt aus der Relegation zur Oberliga, in der Löbau, Lok S/O Mageburg und SVKE Britz um einen freien Platz kämpften. Beim 21:26 in eigener Halle gegen die ASG Löbau waren die Eberswalder im Ballbesitz, bekamen eine Ecke zugesprochen. Norbert Nowak, den alle nur „Puffer“ nannten, suchte nach einem Anspielpunkt. Alle waren gedeckt, so blieb nur der Rückpass zum eigenen Torhüter. Dort hockte Martin Neumann, Nachwuchstalent aus den eigenen Reihen, am 9-m Kreis und schaute sich die Zuschauer an. Verträumt betrachtete er seine Umgebung, den Notstand von Puffer bemerkte er nicht. Es half kein Rufen und Schreien, Martin war in einer anderen Welt. Nowak hatte den Ball aber schon in seine Richtung quer über das Feld geworfen, der junge Mann reagierte immer noch nicht. Der Ball setzte vor ihm auf, sprang über ihn und rollte ins Tor. Übrigens, im Handball gibt es keine Eigentore, auf dem Spielprotokoll musste der Treffer irgendeinem Löbauer Spieler zugeschrieben werden.




